Milch und Fleisch erhöhen Risiko, an Lymphdrüsenkrebs zu erkranken

Milch und Fleisch erhöhen Risiko, an Lymphdrüsenkrebs zu erkranken

Im Fachjournal Nutrition and Cancer wurde soeben von Stefani et al. (2013) eine Studie zu den Zusammenhängen zwischen einer Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs und dem Konsum von Fleischprodukten, Milch, Gemüse, Obst und Alkohol veröffentlicht. Verglichen wurden in der Untersuchungsperiode 1996-2004 697 Patienten mit Lymphdrüsenkrebs mit 3606 Kontroll-Patienten, die nicht an Krebs litten.

Im Ergebnis kennzeichneten sich die Patienten mit Lympdrüsenkrebs insbesondere durch einen erhöhten Konsum von dunklem Fleisch (red meat) und von Milch. Die Gruppe der in hohem Ausmaß Milch konsumierenden Patienten wies ein fast dreifaches Risiko auf, an Lymphdrüsenkrebs zu erkranken, als die Gruppe der am wenigsten Milch konsumierenden Personen. Fleischkonsum steigerte das Risiko um das 1,68 fache. Demgegenüber wiesen pflanzliche Lebensmittel insbesondere Früchte, aber auch Alkohol, vorwiegend Rotwein, einen risikomindernden Effekt auf.

Die Autoren vermuten, dass die hier untersuchten Nahrungsmittel eine kausale Rolle in der Entstehung von lymphoiden Krebserkrankungen spielen.

In dieser Untersuchung wurden keine vegan lebenden Personen untersucht. Die Befunde konvergieren aber mit den Ergebnissen vielfältiger weiterer Untersuchungen, die darauf hinweisen, dass vegan vor Krebs schützt, Bluthochdruck bei veganer Ernährung seltener auftritt, die vegane Ernährung die Herzgesundheit fördert, Veganer seltener an Diabetes Typ II erkranken und die vegane Ernährung einen positiven Einfluss auf eine bestehende Diabetes Erkrankung ausübt und sich vegan außerdem günstig auf den Verlauf rheumatischer Arthritis-Erkrankungen auswirkt. Eine ganz neue Studie zeigt, dass Veganer im Vergleich zu ovo-lacto Vegetariern, Fischessern, Wenig-Fleischessern und Normal--Fleischessern das geringste Gesamtrisiko aufweisen, von chronischen Erkrankungen, wieKrebs, Herzerkrankungen oder Diabetes, betroffen zu sein. Darüber hinaus könnte eine gesellschaftliche Umstellung auf vegan der Entstehung und Ausbreitung gefährlicher Zoonosen, wie der Vogelgrippe, entgegenwirken. Weitere Vorteile einer vegane Ernährung liegen im gesundheitlich-ästhetichen Bereich, wobei vegan offenbar vor Akne schützt und zudem Mundgeruch verhindert.

Der Forschungsstand weist in der Gesamtbewertung immer deutlicher darauf hin, dass der Verzicht auf Tierprodukte im Sinne einer veganenLebensweise der menschlichen Gesundheit dienlich ist. Die Verbesserung und der Erhalt der menschlichen Gesundheit ist entsprechend eine weitere Argumentation für die Verbreitung des Veganismus, zusätzlich zu den zentralen Aspekte von Tierschutz und Tierrechten, Umweltschutz und der durch eine vegane Lebensweise erleichterten Herstellung einer weltweiten Ernährungssicherheit.

Quelle:

De Stefani, E, Ronco ,A.L., Deneo-Pellegrini, H., Boffetta, P., Correa, P., Barrios, E., Acosta, G., [&] Mendilaharsu, M. (2013). Meat, milk and risk of lymphoid malignancies: a case-control study in uruguay. Nutrition and Cancer, 65 (3):375-383

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