Vitamin B12 in der Schwangerschaft: Nicht nur eine Sache für Veganer

Vitamin B12 in der Schwangerschaft: Nicht nur eine Sache für Veganer

Veganer müssen Vitamin B12 supplementieren oder angereicherte Lebensmittel konsumieren, um eine sichere Versorgung mit Vitamin B12 sicherzustellen.

Tatsache ist, dass Veganer häufiger einen Vitamin B12-Mangel aufweisen als Fleischesser. Dafür weisen Flesichesser aber häufiger einen Mangel an mehrfach ungesättigten Fetten, Ballaststoffen, Vitamin C, Vitamin E, Folsäure und Magnesium auf als Veganer.

Die Versorgung mit Folsäure ist bei Mischkost mit Fleisch typischerweise so schlecht, dass die Deutsche Geselslchafgt für Ernährung (DGE) eine Supplementierung mit Folsäure in der Schwangerschaft für dringend geboten hält.

Eine neue Studie aus Kanada weist darauf hin, dass das gleiche oftmals für Vitamin B12 gilt:

An der Studie nahmen 368 schwangere Frauen teil, deren Vitamin B12-Status erhoben wurde. 17% der Frauen wiesen einen Vitamin B12-Mangel in den Schwangerschaftswochen 12-16 und sogar 38% zum Zeitpunkt der Geburt auf. 35% der Frauen hatten grenzwertige Wert ein den Schwangerschaftswochen 12-16 und 43% zum Geburtszeitraum.

Diese Befunde zeigen, dass die Diskussion um Vitamin B12 bei veganer Ernährung in der Schwangerschaft oftmals einseitig geführt wird. In Wirklichkeit lautet die allgemeine Regel, dass jede schwangere Fraueine ausreichende Versorgung mit Vitamin B12 sicherstellen sollte, egal ob sie vegan, vegetarisch oder omnivor (Mischkost mit Fleisch) lebt.

Die Sicherstellung einer ausreichenden Vitamin B12-Versorgung durch Supplementierung ist dabei kinderleicht und stellt insofern sicherlich kein Argument gegen eine vegane Ernährung dar, zumal eben auch viele fleischessende Frauen in der Schwangerschaft eine unzureichende Versorgung mit Vitamin B12 aufweisen.

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2 Kommentare auf "Vitamin B12 in der Schwangerschaft: Nicht nur eine Sache für Veganer"

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LeckerBiss
Gast
Um ehrlich zu sein, glaub ich auch, dass Veganer häufiger Mangelerscheinungen haben als Nicht-Veganer. Nicht weil vegane Ernährung ungesund ist, sonder weil auch bei Veganern sich irgendwann eine Routine einstellt und die Leute mehr auf den (sozusagen) Glamour- oder Normalitätsfaktor von Rezepten gucken, als darauf dass ihr wöchentlicher Speiseplan gut ausgeglichen ist. Wenn man vegan kocht, sollte man einfach auch verstärkt andere Zutaten verwenden, als Nicht-Veganer. Diese Zutaten sind (unteranderem – die Liste ist nicht vollständig): Hefe-Extrakt (lässt sich gut in iranischen Rezepten verwenden – https://leckerbiss.com/2014/10/31/spicing-stuffed-bell-pepper-with-nutritional-yeast-believe-it-is-a-good-idea/ – oder in ganz ungewöhnlichen aber leckeren Kombis – https://leckerbiss.com/2014/11/15/the-ice-cream-bavarian-greetings-a-100-vegan-recipe/), Algen (https://leckerbiss.com/2016/04/11/sea-salad-served-on-egg-plants/), und Hanf… Read more »
Drawida
Gast
Dass Veganer häufiger Mangelerscheinungen haben als Nicht-Veganer, glauben Sie ehrlich, schreiben Sie. Woher nehmen Sie diesen Glauben? Die Statistiken und der Blick in die alltäglichen Menschenmassen(die ja in der Mehrzahl immer noch zur übergroßen Mehrheit aus Nicht- Veganern besteht), sagt mir aber genau das Gegenteil! Das einzige, was den Nicht- Veganern nicht mangelt, sind überflüssige, behindernde, krankmachende und unschöne Fettmassen, Pickel und Mitesser! Die meisten Nicht-Veganer tragen ab einem gewissen Alter dann im Gesicht auch noch Hängebacken und ein Schlabberkinn mit sich herum, viele haben zu hohen Blutdruck und sind kurzatmig. So etwas gibt es alles bei Veganern nicht. Sind… Read more »
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