Vegan und Pelz: Wie passt das zusammen?

Die Berichterstattung über die vegane Lebensweise in den Medien hat enorm zugenommen. Überall begegnen uns Bilder veganer Köche und Kochbuchautoren. Aber auch immer mehr vegane Cafes und Restaurants eröffnen in immer mehr Städten ihre Pforten. Vegane Produkte im Supermarkt sind längst keine Seltenheit mehr. Vegan gilt als modern und gesund und soll die Fitness fördern. Manche versprechen sich sogar eine Verbesserung ihrer Potenz. Denn vegan sei – so sagt der bekannteste der Promi-Kochbuchautoren Atilla Hildmann – das neue Viagra.
Gleichzeitig wird in den Medien von einem ganz anderen Trend berichtet: „Ende der Bescheidenheit: Pelz ist wieder im Trend“, heißt es bei →Nordbayern.de. Das →Handelsblatt titelt mit „Pelz-Mode trotz Stigma ein Milliardengeschäft“. Die →Hamburger Morgenpost weiß „Immer mehr Hamburger sagen: Wir tragen echten Pelz, na und?!„ In der →Berliner Zeitung heißt es schlicht: „Der Trend geht zum Pelz“
Es sind aber nicht nur die Medien, die einen Trend erfinden, wir sehen es längst überall auf der Straße: Pelzkragen und Pelzbommel prägen in diesen kälteren Zeiten das Erscheinungsbild. Ist der große, voluminöse Pelzmantel aufgrund der Kampagnen der Tierschützer nach wie vor selten, hat sich der Pelz als kleines Versatzstück und Accessoires wieder etabliert. Ob „Marderhund“, „Kaninchen“, „Fuchs“, „Lamm“, oder auch „Katze“ oder "Hund", viele der Träger wissen nicht, welchen Rest eines Tieres sie tragen.
Der Pelz gewinnt, weil er sich bescheiden gibt und weil kleine Stückchen den Trägern nicht den Eindruck vermitteln, den Tod von Tieren zur Schau zu tragen. So wird das Gewissen besänftigt und der Pelz zum Massenprodukt mit einer entsprechenden Masse an Tieren, die für die angenehm weichen Kragen und Bommel ihr Leben unter dumpfen Schlägen verlieren.
Wie passt das zusammen, zwei gesellschaftliche Trends, der eine zur veganen Lebensweise, der andere zum Pelz?
Die Antwort könnte in der klaren Trennung zwischen veganer Ernährung und veganem Leben liegen. Hip, modern, sexy und gesund ist es demnach, sich vegan zu ernähren, der Mantel oder das Polster aus Leder oder eben aus Pelz spielen für eine solche Sichtweise des Veganismus keine Rolle.
Der Trend zum Pelz macht deutlich, dass der Trend zur veganen Lebensweise bisher nicht zu einem gesellschaftlichen Trend für einen achtsamen Umgang mit Tieren und der Bejahung ihrer Lebensrechte geführt hat und dies womöglich auch künftig nicht tun wird.
Für die Propagierung der veganen Lebensweise bedeutet dies aus ethischer Sichtweise, dass Gesundheit und Fitness sicherlich in der Argumentation eine Rolle spielen sollten, dass aber der Respekt vor dem Leben der Tiere und ihr Schutz vor Leid niemals vergessen werden sollte. Denn sonst könnten bald vegane Pelzträger und Pelzträgerinnen unsere Straßen säumen mit einem grünen Smoothie aus dem Bio-Laden und Kaninchenfell aus China.
Der Edelveganer (ethischer Veganer, bzw. Tierrechtler) sollte nicht mit dem Egoveganer verwechselt werden!
Richtige Veganer werden keine Pelze tragen. Der Trend zur veganen Ernährung wird teilweise durch Alles(fr)esser bestimmt, die auch gesund und fit sein wollen. Aber das sind keine eigentlichen Veganer. Da muss noch ordentlich dran gearbeiet werden . . .
Hier ein Ausschnitt aus meiner Kurzgeschichte mit dem Titel:"Zarathustra, der Tod und die Schreie aus der Hölle"
Sagt der Tod zu Zarathustra……Solange Menschen umherlaufen mit Leichenteilen von Tieren um ihren Körper, die ihr Herz zu Stein machen, ändert sich nichts! Man nennt diese Dinge Pelzmäntel und Pelzjacken. Auf ihren armseligen Hirnen trohnen Pelzkappen und Pelzmützen. Stinkende Hosen aus Kadaverleder werden untermalt von Schuhen, gemacht aus Aas. Sogar ihre Hände werden im Winter von Leichenteilen umschlossen. Dazu mümmeln sie täglich Unmengen Tierkadaverteile in sich rein. An der Aasfresser Schweißgeruch kannst du die toten Tiere riechen………..
Palmenschneider
Veganer sind Heuchler. Die armen Tiere, ja, aber kein Wort davon, dass Pflanzen genau wie wir lebendige Wesen oder wenn man so will, Gottes Geschöpfe sind. Bei Salat, Wurzeln oder Kohl wird gleich die ganze Pflanze getötet. Da ist der Verzehr von Eiern und Milchprodukten das kleinere Verbrechen. Ausserdem sind wir ein Teil des Ganzen und die Natur, die Evolution, hat die Nahrungskette erfunden, moralische Bedenken gab es vor dem Erscheinen des Menschen auf diesem Planeten nicht.