Studie: Fleisch macht depressiv

Studie: Fleisch macht depressiv

In Journal oft the British Medical Center wurde soeben eine Studie veröffentlicht, die anhand einer Längsschnittbeobachtung über einen Zeitraum von durchschnittlicdh 8,5 Jahren das neue Auftreten depressiver Erkrankungen in Abhängigkeit von der Ernährung der Teilnehmer untersuchte.

15093 Untersuchungsteilnehmer machten Angaben zu ihrer Ernährung. Berechnet wurde für jeden Teilnehmer die Nähe zu den drei Ernährungsweisen mediterran (bei höchster Punktbewertung fleischarm), pro-vegetarisch (bei höchster Punktbewertung besonders fleischarm) und alternativ (bei höchster Punktbewertung fleischfrei bezüglich rotem Fleisch und verarbeitetem Fleisch).

Zu Beginn der Studie waren alle Teilnehmer frei von Depressionen, im Beobachtungsverlauf trat bei 1051 Personen eine Depression auf. Nachfolgend wurden die obersten und untersten Fünftel bezüglich der Befolgung der genannten Ernährungsformen (schlechte Befolgung versus gute Befolgung) im Hinblick auf die Häufigkeit depressiver Erkrankungen verglichen.

Im Ergebnis reduzierte eine gute Befolgung der mediterranen Ernährung die Depressionshäufigkeit um 16%, eine gute Befolgung der pro-vegetarischenErnährung um 26% und eine gute Befolgung der alternativen Ernährung um 40%.

Da die alternative Ernährung die fleischärmste Ernährung und im optimalen Fall fleischfrei ist und bei der mediterranen Ernährung bei guter Befolgung mehr Fleisch erlaubt wird als bei der pro-vegetarischen Ernährung, weisen diese Befunde darauf hin, dass wachsender Fleischkonsum mit einer Zunahme der Häufigkeit von Depressionen verbunden ist.

Leider beinhaltete die Studie keine pro-vegane Ernährung und verpasste es ebenfalls "komplett fleischfrei" mit fleischarm und fleischreich zu vergleichen. Zudem wird bei der alternativen Ernährung, die grundsätzlich die fleischärmste ist, Geflügelfleisch nicht mit erhoben. Insofern erlaubt die Studie noch keine eindeutigen Schlüsse, erhöht aber die Wahrscheinlichkeit dafür, dass mittels einer veganen Ernährung Depressionen im Vergleich zu einer omnivoren Ernährung mit Fleisch reduziert werden können. Zu hoffen ist, dass hierzu demnächst auch direktere Studien vorgelegt werden.

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