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Was denken Omnivoren über Veganer?

(Kommentare: 84)

Wir haben die Ansichten von Fleischessern zur veganen Lebensweise anhand ihrer Facebook-Kommentare analysiert

Vegan ist eine schönere Welt

Wir haben einmal die zahlreichen Diskussionen auf unseren Facebook-Seiten ausgewertet, um die Frage beantworten zu können, was eigentlich Omnivoren (Fleischesser/Mischköstler) über die vegane Lebensweise denken bzw. welche Argumente sie gegen die vegane Lebensweise anführen.

 

Diese Auswertung ist nur als ein Ansatz zu bewerten, erhebt also nicht den Anspruch der Repräsentativität.  Dennoch denken wir, dass diese  inhaltliche Kategorisierung hilfreich sein kann für vegan lebende Menschen, um sich mit der sie umgebenen nicht-vegan lebenden Welt konstruktiv auseinanderzusetzen. Denn wenn Veganer die gegen den Veganismus  vorgebrachten Argumente und Denkweisen kennen, können sie ihnen kompetenter begegnen und dadurch noch effektiver die lebensfreundliche und friedfertige Philosophie und Praxis der veganen Lebensweise vertreten.

 

Meinungen von Omnivoren zur veganen Ernährung

 

 

Veganer ziehen die Tiere den Menschen vor

 

Vegan lebende Menschen ziehen nicht die Tiere den Menschen vor, sondern verweisen lediglich darauf, dass nicht nur Menschen, sondern auch Tiere leiden. In der veganen Betrachtung wird eine Minimierung von Leiden angestrebt, des menschlichen Leidens, aber auch des tierischen Leidens. Dabei gehen Veganer auch davon aus, dass ein friedfertiger Umgang des Menschen mit den Tieren, die positiven menschlichen Verhaltenspotentiale fördert, dadurch die Schwelle für Leidzufügung und Tötung auch allgemein erhöht und damit letztlich ebenso den Menschen zu Gute kommt. Nach dem Motto: „Wer einer Fliege nichts zu leide tut, vor dem brauchen wir keine Angst zu haben“.  Veganer setzen so auf Tugenden von Weichheit und Mitgefühl, statt Brutalität und Grausamkeit.

 

Veganer vermenschlichen die Tiere

 

Veganer stellen das im Verhalten erkennbare Streben nach Leben wie auch die Leidensfähigkeit von Mensch und Tier in den Vordergrund. Auf dieser Grundlage treten sie für die Achtung des Lebens von Menschen und Tieren sowie für die Unterlassung von Praktiken, die Leid erzeugen, ein.

 

Vegan ist zu schwer

 

Mit der veganen Lebensweise ist eine Verhaltensumstellung verbunden, die Abermillionen Menschen weltweit bereits umgesetzt haben. Auch nach jahrzehntelangem Konsum von Tierprodukten, ist der Wechsel zu einer veganen Lebensweise ohne weiteres möglich.  Es ist viel leichter, vegan zu leben, als die meisten denken und wird im Regelfall als ein großer persönlicher Gewinn erlebt. Viele beschreiben es als angenehm, sich ohne Butvergießen zu ernähren und auch bei der Bekleidung auf Produkte der Tierausbeutungsindustrie zu verzichten.

 

Vegan ist ungesund und führt zu Mangelerscheinungen

 

Eine abwechslungsreiche und gut zusammengesetzte vegane Kost ist gesund und führt zu keinen Mangelerscheinungen.  Alle Untersuchungen, die vorliegen, zeigen, dass vegan lebende Menschen mindestens ebenso gesund  oder gesünder sind als fleischessende oder andere nicht vegan lebende Menschen. Neuste Studien zeigen, dass eine vegane Ernährung offenbar vor Krebs schützen kann. Ebenfalls kann eine vegane Ernährung vor Herz-/Kreislauferkrankungen schützen. Umfangreiche Auswertungen wissenschaftlicher Befunde durch die „Academy of Nutrition and Diatetics“ der Vereinigten Staaten gelangen zu der Schlussfolgerung, dass eine gut geplante Ernährung für Menschen aller Altersstufen und auch für Schwangerschaft und Stillzeit geeignet ist. Vegan lebende Menschen müssen neben einer abwechselungsreichen pflanzlichen Kost mit Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten, einschließlich Sojaprodukten, Vollkorn, Nüssen und Sämereien lediglich auf die Aufnahme von Vitamin B12 achten, was aber leicht herstellbar ist.

 

Vegan ist global nicht praktizierbar, die Menschen würden hungern

 

Die Nutztierhaltung stellt eine enorme Verschwendung unserer weltweiten Ressourcen dar. 70% der landwirtschaftlichen Flächen werden für die Nutztierhaltung belegt. Nutztiere müssen viele Kilogramm pflanzliches Eiweiß verzehren, um nur ein Kilogramm tierisches Eiweiß zu produzieren. Verarbeitung, Transport und Lagerung von Tierprodukten sind weitaus komplizierter, kostspieliger und energieaufwändiger als  Lagerung, Transport und Verteilung pflanzlicher Produkte. Zudem wird ein erheblicher Anteil der weltweiten Ernten an Nutztiere verfüttert. Dies führt zu einer Verteuerung von Getreide und anderen Pflanzenprodukten, die sich daher die ärmeren Menschen in der Welt oft nicht mehr leisten können. Nutztierhaltung trägt so zum Hunger in der Welt bei, während eine Umstellung der Ernährung auf vegan am besten geeignet wäre, den Welthunger zu überwinden.

 

Ich kaufe Öko-Fleisch

 

Das Gerede von den glücklichen Tieren ist ein Märchen.  Öko-Legeghennen werden ebenso über die Zermatschung oder Vergasung der männlichen Küken gewonnen wie konventionelle Legehennen. Öko-Legehennen oder Kühe, die nicht mehr ausreichend produzieren, werden ebenso getötet wie konventionelle Tiere. Das Leben der Öko-Tiere ist ebenfalls nur ein Bruchteil ihres ihres natürlichen Lebenspotentiales. Es werden außerdem die gleichen Schlachtmethoden angewandt, wobei bei Öko-Haltung aber mit eher mehr Betäubungsfehlern zu rechnen ist, weil kleinere Schlachthöfe ohne automatische Betäubungsführung hier präferiert werden, von denen aufgezeigt ist, dass sie besonders häufig zu Fehlbetäubungen mit qualvollem Tod als Resultat führen. Das Öko-Tier ist ebenso wie das konventionelle Tier ein reines Objekt im Interesse der Profiterzielung, sein einziger Lebenswert ist es, dass seine Körperbestandteile oder Körperflüssigkeiten entnommen und verkauft werden. Zudem zeigen Untersuchungen, dass Öko-Nutztierhaltung mit ebenso vielen oder manchmal sogar mit größeren Umweltschädenverbunden ist wie die Massentierhaltung, weil mehr Land und mehr Energie verbraucht werden. Nutztierhaltung ist immer unökologisch, auch wenn sie sich anders nennt. Ein ökologisch verträgliches Leben ist daher nur bei veganer Lebensweise möglich. Die Chance für die ökologische Landwirtschaft liegt in der Annahme des bio-veganen Landbaus. Ein tierechtlich und ökologisch verantwortbarer, humaner Fleischkonsum ist nicht möglich.

 

Konsum von Milch und Eiern schadet den Tieren nicht

 

Vegetarier möchten zu einer Achtung des Lebens von Tieren beitragen, indem sie nichts konsumieren, was vom getöteten Tier stammt. Sie konsumieren aber Eier und Milch, weil hierfür keine Tiere getötet werden. Tatsächlich sind Eier-, Milch- und Fleischproduktion untrennbar miteinander verbunden. Hühner  und Kühe leben nur solange wie sie genug Eier und Milch geben. Danach werden sie geschlachtet. Für die Züchtung von Legehennen, müssen Küken ausgebrütet werden, wobei die 50% männlichen Küken umgehend zermatscht oder vergast werden. Damit die Kühe Milch geben, müssen sie regelmäßig geschwängert werden, wobei ihre männlichen Nachkommen rasch getötet werden und zum menschlichen Fleischkonsum beitragen. Konsum von Milch und Eiern ist so ohne Tierleid nicht möglich. Nur durch eine komplett vegane Lebensweise kann menschenerzeugtes Tierleid effektiv beseitigt werden. Vegetarier haben den ersten Schritt getan, der nächste Schritt ist der Wechsel zu einer veganen Lebensweise.

 

Veganer sind extrem

 

Die Züchtung, Haltung, Transportierung und Tötung eines leidensfähigen Wesens, um es zu essen, ist aus veganer Sichtweise ein extremer und brutaler Akt. Veganer setzen sich für eine weniger extreme Welt ein, indem sie sich gegen das Blutvergießen zu Zwecken der Ernährung und Bekleidung wenden.  Sie  möchten eine mildere, weichherzigere und friedfertigere Welt.

 

Veganer wollen anderen ihre Meinung aufzwingen, spielen sich als die besseren Menschen auf

 

Veganer möchten das Leid der Tiere sowie die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen unseres Planetens und die Förderung des Welthungers beenden, die mit der Nutztierhaltung einhergehen. Vegan lebende Menschen halten die Tötung von Tieren zum Zwecke des menschlichen Konsums für ein moralisches Unrecht, welches sie beseitigen möchten. Der Veganismus verurteilt dabei nicht die fleischessenden oder vegetarisch lebenden Menschen, sondern wendet sich lediglich gegen das Verhalten des Konsums von Tierprodukten, welches mit Leid, Umweltzerstörung und Ausbeutung einhergeht. Veganer informieren über die Zusammenhänge und versuchen andere Menschen für die vegane Lebensweise zu gewinnen, um Leid von Tier und Mensch zu mindern.

 

 Veganer sollen selbst vegan essen, aber nicht missionieren

 

Weil Veganer das Leid der Tiere mindern und die Zerstörung unserer Umwelt stoppen möchten, müssen sie sich für die Ausbreitung der veganen Lebensweise einsetzen. Denn nur dann wird die vegane Lebensweise zu merklichen Fortschritten für Tiere, Mensch und Umwelt führen können, wenn sie sich im Vergleich zu heute erheblich weiter ausgebreitet haben wird. Eine Abschaffung des durch die Nutztierhaltung bedingten Tierleides ist nur möglich, wenn die vegane Lebensweise sich weltweit durchsetzt. Veganer treten daher für ihre ethische Überzeugung ein, um zu einer friedfertigeren und besseren Welt zu gelangen.  

 

Veganes Essen ist voller Zusatzstoffe und umweltschädlich

 

Veganes Essen sind Pflanzen und ihre Bestandteile. Die meisten vegan lebenden Menchen legen besonderen Wert auf eine möglichst naturbelassene Ernährung und vermeiden möglichst künstliche Zusatzstoffe und Chemikalien. Auch in sogenannten veganen Ersatzprodukten, die manche Veganer sehr gerne und andere weniger gern essen, befinden sich typischerweise keine oder nur wenige chemische Zusatzstoffe, jedenfalls deutlich weniger als in den herkömmlichen nicht veganen Produkten der Supermärkte. Als Veganer kann man auf solche Zusatzstoffe aber auch ohne weiteres gänzlich verzichten. Demgegenüber erhalten unsere Nutztiere unzählige Zusatzstoffe, die so von nicht vegan lebenden Personen über verzehrte Eier, Milch und Fleisch aufgenommen werden. Aufgrund des Zusammenhanges zwischen Nutztierhaltung und der Verfütterung von Zusatzstoffen ist die nicht-vegane Ernährung typischerweise in erheblich geringerem Ausmaß naturbelassen als die vegane Ernährung.  Derweil zeigen alle Berechungen und Studien zusätzlich, dass die vegane Ernährung die Umwelt schützt, indem sie der weltweiten Waldrodung, der Zerstörung von Böden durch Verwendung als Weiden, der Verschmutzung des Trinkwassers,  sowie auch der Freisetzung klimaschädlicher Gase effektiv entgegenwirkt. Die Ernährung ist dabei für den Umweltschutz wichtiger als der Verkehr, wobei eine vegane Ernährung umweltschonender ist als eine vegetarische Ernährung und eine fleischbasierte Ernährung. Der Verzicht auf Tierprodukte trägt deutlich mehr zum Umweltschutz bei als die Wahl von Produkten aus ökologischem Landbau, wobei die vegane Ernährung mit Bio-Produkten und am besten mit Produkten aus dem bio-veganen Landbau die umweltbezogen optimalste Möglichkeit ist.

 

Fleischreduktion genügt, Fleischverzicht ist nicht notwendig

 

Fleischreduktion ist ein Fortschritt, weil dadurch weniger Schaden angerichtet wird. Aber auch für weniger Fleisch müssen Tiere, wenn auch weniger, sterben und es wird ihnen Leid zugefügt. Dabei ist die Annahme einer humanen Schlachtung eine Illusion, schon allein aufgrund der nicht gänzlich zu verhindernden Fehlbetäubungen, die wie bei einer Operation ohne Narkose zu einem Tod in unermesslichen Qualen führen. Außerdem verschwendet auch weniger Fleisch die Ressourcen unseres Planetens im Vergleich zu einer fleischlosen Ernährung. Fleischreduktion ist so als ein erster positiver Schritt zu bewerten, wobei aber Fleischverzicht und vor allem die vegane Ernährung einen weitaus größeren Beitrag für eine im positiven Sinne humane und die natürlichen Lebensgrundlagen unseres Planetens erhaltene Lebensweise leisten.

 

 

Veganer fördern Soja-Monokulturen und Gentechnik

 

Über 90% des weltweit produzierten Soja wird an Nutztiere verfüttert. Weniger als 2% werden direkt durch den Menschen konsumiert. Die Nutztierhaltung ist der treibende Faktor der Sojamonokulturen und der gentechnischen Veränderung der Sojabohne. Wer direkt Sojabohnen isst, verbraucht bei weitem weniger Soja als derjenige, der Tierprodukte konsumiert. Gerade das direkt durch den Menschen konsumierte Soja kommt zudem oft aus regionaler Produktion. Unbedingt sollten vegan und nicht vegan lebende Menschen auf die Verwendung von nicht gentechnisch veränderten Soja aus ökologischem Anbau achten. Übrigens ist Soja ausgesprochen gesund und alle anderen Darstellungsweisen entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage.

 

Vegan ist nicht alles

 

Richtig, vegan ist nicht alles. Aber bei Fortsetzung des Blutvergießens und der Umweltzerstörung, welche immer mit der Nutztierhaltung verbunden sind, ist alles nichts. Eine friedfertige Welt und Menschheit, die positive Werte von Mitgefühl kultiviert, für einander solidarisch einsteht und die natürlichen Lebensgrundlagen des Planetens schützt, ist ohne eine vegane Lebensweise nicht möglich.

 

Raubtiere essen auch Tiere

 

Raubtiere essen andere Tiere, weil sie dies tun müssen und keine andere Wahl haben. Der Löwe kann nicht entscheiden, ob er töten möchte oder nicht. Der Mensch kann sich entscheiden, Blut zu vergießen, er kann sich aber ebenso entscheiden, Mitgefühl zu zeigen und auf die Tötung von Tieren zu verzichten. Dies macht den Menschen grundsätzlich verschieden von allen Raubtieren.

 

Ihr habt ja recht, aber ich schaffe es nicht

 

Doch du schaffst das! Lies dich ein und nimmt Kontakt zu anderen vegan lebenden Menschen auf. Denn gemeinsam sind wir Menschen stärker als allein.

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Kommentar von Monika Klewe |

Hallo,
ich bin 60 jahre lebe seid 14 Jahren Vegan,
bin gesund und möchte nie wieder Tierisches
Fleisch essen. Doch muß ich sagen das Vegane Kost doch sehr teuer ist wenn man sich pflanzliches Eiweiß kaufen muß. In einem Staat wie Deutschland, wo so viele Menschen an der Armutsgrenze leben und mit 700 Euro sein Leben Finanzieren muß deshalb muß ich abstriche machen und greife auf Hühnereiweiß zurück, was für mich eine überwindund ist aber mein Stoffwechsel braucht leider Eiweiß. Da sollte man mal nachdenken wie man Pflanzliche Eiweiße Kostengünstiger bereitstellen könnte. In allem anderen bin ich mit Ihnen Konform.

Mit Freundlichen Grüßen
Monika Klewe

Kommentar von Heiko Vink |

Liebe Monika, ich mache aus Weizenmehl Seitan. Ist gar nicht viel Arbeit, und wenn du gleich mehrere Kilo herstellst, dann hast Du genug Eiweiß für einen Monat.
Liebe Grüße
Heiko

Kommentar von Rika |

Hallo Frau Klewe,
pflanzliches Eiweiß erhalten Sie zur genüge aus Hülsenfrüchten und Getreide. Kaufen Sie dieses nicht in der Dose bzw. vorgegart sondern getrocknet bzw. im Rohzustand, das ist günstiger. Auch Nüsse und Samen sind eiweißhaltig. Es besteht also kein Grund Hühnereiweiß zu konsumieren. Ich bin ein bisschen verwundert, dass Sie sich seit 14 Jahren (teil)vegan ernähren und das nicht wussten. Ich habe selbst die Erfahrung gemacht, dass man sich mit dem Thema automatisch intensiver auseinander setzt, sobald man sich vegan ernähren möchte, und sich immer mehr Informationen hierzu sucht. Ich kann Ihnen das Buch "Vegan for life" empfehlen, dass auch schon auf dieser Homepage empfohlen wurde. Dort erhalten Sie umfassende, verständliche Informationen zur Planung einer geusnden, veganen Ernährung. Bisher gibt es das Buch allerdings nur auf Englisch und es bezieht sich auf die USA. Aber das Meiste kann man problemlos adaptieren.

Kommentar von blacksheep |

"Ein tierechtlich und ökologisch verantwortbarer, humaner Fleischkonsum ist nicht möglich."

Und was ist mit Demeter oder Neuland?

"Ein ökologisch verträgliches Leben ist daher nur bei veganer Lebensweise möglich. "

Genau solche Behauptungen/Dogmen tragen dazu bei, dass sich meine persönliche Meinung über Veganer zunehmend verschlechtert.

Kommentar von Team vegan.eu |

@ Blacksheep Die Tiere bei Demeter und Neuland werden ebenso geschlachtet. Wenn du den Links im Artikel unter der Unterüberschrift "Ich kaufe Öko-Fleisch") folgst, wirst du feststellen, dass es wissenschaftlich keine einzige Schlachtmethode gibt, die nicht auch bei einzelnen Tieren zum Betäubungsversagen führt und damit zu einem Sterben unter extremen Qualen (wie bei einer schwersten Operation ohne Narkose). Schau dir die Links bitte noch einmal an.

 

Genauso wie bei konventionellem Fleisch sind die Tiere Objekte, deren Leben ausgelöscht wird, um an ihre Körper ranzukommen.

 

Und was denkst du denn über die Vergasung oder Zermusung von Küken? Weißt du, dass die Öko-Betriebe ihre Legehennen genau von diesen Schreckensanlagen (Brütereien) beziehen, wo die panischen weiblichen Küken ergriffen, verpackt und versand werden, während die panischen männlichen Küken ergriffen, in Kartons geworfen und zermatscht oder vergast werden?

 

Denkst du die Öko-Tiere genießen die Transporte? Sie dauern noch immer oft Stunden. Außerdem wird die Transportzeitverkürzung mit hohem Preis erkauft: Schlachtung in kleinen Betrieben, wo mangels automatischer Betäubungsführung häufiger Betäubungsversagen austritt.

 

Die meisten Tiere leben übrigens auch auf Öko-Betrieben in bei weitem größeren Gruppen als sie es jemans in der Natur täten. Sie werden aus allen sozialen Bezügen gerissen, wenn wieder einmal jemand geschlachtet wird. Die Hühner leben 2-3 Jahre. Ihre Legekapazität erschöpft sich und dann sind sie nur noch des Todes wert. Die Öko-Enten leben nur ein paar Monate.

 

Außerdem ist das Ganze überhaupt nciht ökologisch. Bitte folge den Links, wo wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass der Landverbrauch für diese Form der Tierproduktion besonders hoch ist. Das können wir uns bei 7 Milliarden Menschen weltweit nicht leisten, dann gäbes es keinen Fitzel Wald mehr. Unsere Umwelt ist kaputt genug. Auch Öko Tiere erhalten Getreide etc. gefüttert, das wird angebaut und dafür werden Flächen verschwendet. Aus mehreren Kilogramm pflanzlichem Eiweiß entsteht ein Kilogramm pflanzlichen Eiweiß. Lagerung, Transport und Verteilung dieser Tierprodukte, die meistens Kühlung brauchen, ist bei weitem unökologischer als es typischerweise bei pflanzlichen Produkten der Fall ist.

 

Es ist schade, dass sich deine Meinung über Veganer verschlechtert. Wir sind gegen Tierleid und wir sind gegen Umweltzerstörung. Es reicht uns nicht, das Lied der glücklichen Öko-Tiere zu singen, weil es ein Märchen ist.

 

Wir können dich aber verstehen:

 

Du isst offenbar Tiere oder ihre Produkte und möchtest gleichzeitig ökologisch leben und kein Tierleid verursachen. Alles zusammen geht aber nicht, worauf Veganer auf der Basis von Fakten hinweisen. Du hast nun die Alternative, entweder die Veganer abzuwerten, dadurch die Realität auszublenden, aber dein Verhalten mit "gutem Gewissen" fortsetzen zu können, oder aber  die Realität anzuerkennen und dein Verhalten zu ändern. Entscheiden kannst dies nur dur allein. Denn die Tiere, die du konsumierst, sind komplett hilflos, sie haben keine Entscheidung über ihr Leben.

 

Veganer kennen dein Problem aus eigener Erfahrung. Denn die meisten Veganer hatten vorher Fleisch gegessen und waren im Übergang Vegetarier. Wir haben es uns auch, so wie du jetzt,  jahrelang schöngeredet, Tiere schützen zu wollen und sie dennoch zu essen.

Kommentar von Lilli Rios |

Hallo an Alle,
ich bin seit zwei Jahren Veganerin und sehr glücklich über diese Entscheidung.Leider habe ich nur Fleischesser als Freunde und bin auf der suche nach Menschen die fühlen und denken wie ich.Es ist gar nicht so einfach 50plus Veganer zu finden.Ich hoffe ,daß immer mehr Menschen zur Veganen Lebensweise finden.Lilli

Kommentar von Iris Hillmer |

Hallo Lilli

ruf mich gerne mal an unter: 00 41 52 203 48 00
lebe in der schweiz, bin 54 jahre und lebe erst seit oktober 2012 vegan :-)

Kommentar von tristan |

hmmm... vegan leben ist ja schön und gut... aber meine hunde brauchen trotzdem fleisch...

Kommentar von Jens |

@blacksheep: warum feindest du jemandn an, der aus Überzeugung Leid vermeiden möchte? Das verstehe ich nicht, warum fühlst du dich moralisch oder ethisch angegriffen? Für jedes Stück Fleisch, egal, welches Sigel da daruf steht, stirbt ein Tier und da das noch mit Vorsatz geschieht, ist das bei Menschen mit Mord gleichgesetzt. Wenn du von "human" sprichst, widersprichst du dir, weil der unnötige Tod eines Lebewesen per Definition nicht human sein kann!

Kommentar von Jens |

@Tristan - mein Hund lebt mit uns zusammen vegan, warum auch nicht. Seit ihrer Domestizierung haben sie ebenso wenig Fleisch gegessen wie der Mensch. Der Fleishkonsum für usnere Haushunde, die nichts mehr mit einem Wolf zu tun haben, ist mit dem der Menschen angestiegen und ebenso unnötig. Meine Fellnase hat endlich sein richtiges Gewicht, stinkt nicht mehr und besseren Stuhlgang. Und hast du mal auf eine "Schappi-Dose" geschaut, was da nioch an Fleisch drin ist? Unter 2% und das sind größtenteils auch noch Abfälle. Werbung machts möglich und kein Hund braucht Fleisch, er braucht eine ausgewogene Ernährung! Ruhig mal ausprobieren. www.alles-vegetarisch.de Grüße

Kommentar von tristan |

nun ja... meine hunde bekommen selbstverständlich kein schappi etc.... sondern echtes fleisch und gemüse... nennt sich barfen... aber ehrlich... ich kann mir nicht vorstellen, dass ein hund vegan ernährt auf dauer wirklich keine mangelerscheinungen hat... wir selber leben seit vielen jahren vegan...

Kommentar von Team Vegan.eu |

@ Tristan Bezüglich Hunden liegen aber nun genug Beobachtungen und auch Studien vor, die auch langzeit eine gute, eher bessere Gesundheit vegan ernährter Hunde anzeigen. Das entspricht auch dem, was man eigentlich immer sehen kann, wenn man selbst sehr alte vegan ernährte Hunde beobachtet. Für das Barfen, was ja der Tierausbeutungsindustrie die Möglichkeit gibt, Kosten für die Abfallentsorgung zu sparen, gibt es diese Studien übrigens nicht. http://www.vegan.eu/index.php/meldung-komplett/items/vegan_Katze_hunde.html

Kommentar von Jens |

Der Haushund ist inzwischen genauso wenig Raubtier wie der Mensch (der es ja NIE war). mein Hund hat genauso wenige Mängel, wie wir... eher das Gegenteil ist der Fall. Er bekommt das,w eas wir auch essen. Wenn du dich ethisch dazu entschieden hast, Tiere zu schützen, kannst du das auch mit deinen Hunden tun und das Barfen ist genau so kritisch zu betrachten, wie der Fleischkonsum generell. Mein Hund ist regelmäßig bei der Tierärztin und er hat keine Mängel, und das seit zwei Jahren nicht! Langzeitstudien zeigen, dass vegane Hunde älter werden, viel seltener an Krebs erkranken. Grüße

Kommentar von blacksheep |

"Genauso wie bei konventionellem Fleisch sind die Tiere Objekte, deren Leben ausgelöscht wird, um an ihre Körper ranzukommen."

Ihr redet nicht mit einem Dreijährigen. Ich weiß, dass Fleisch nicht auf Bäumen wächst.

"Du isst offenbar Tiere oder ihre Produkte und möchtest gleichzeitig ökologisch leben und kein Tierleid verursachen. Alles zusammen geht aber nicht"

Ich bin auf dem Land großgeworden, deshalb muss ich nicht irgendwelchen Links folgen, um zu wissen, dass das geht und wie es zu bewerkstelligen ist.

Kommentar von Team Vegan.eu |

@ Blacksheep Weil du auf dem Land großgeworden bist, heißt dies nicht, dass du dich nicht mehr über die tatsächlichen Verhältnisse und die Ergebnisse wissenschaftlicher Forschung informieren müsstest. Bei allem Respekt, was hat dein Landleben mit den hirnphysiologischen Prozessen bei der Elekrobetäubung zu tun? Habt ihr die dort untersucht? Wenn Wissenschaftler im Journal der Fleischforschung klar sagen, dass extreme Qualen selbst bei optimaler Handhabung auftreten können, dann ist dein Landleben dagegegen keinerlei Argument, zumal du die Qualen wegen des Immobilisationszustandes nicht einmal sehen würdest! Indem du einfach nur auf dein Landleben verweist und dich ansonsten jeder Argumente enthältst, machst du deutlich, dass du vermutlich sehr wohl weißt, dass es ausgeschlossen ist, Tiere essen zu wollen, ohne ihnen Leid zuzufügen. Im Gegensatz zu dir geben dies auch die Öko-Verbände, auf die du dich berufst zu, indem sie von Leidminderung sprechen. Indem du das Tierleid einfach leugnest, sprichtst du den Tieren, die du isst, im Grunde den letzten Respekt ab. Für dich scheinen die Tiere Automaten zu sein, die nicht einmal leiden, wenn du ihnen das Leben nimmst, um ihre Körper essen zu können. Übrigens gibt es genau so Menschen, die auf dem Land aufwuchsen,  die gerade weil sie Tierhaltung und Hausschlachtungen direkt erlebt haben, zu Tierschützern wurden und heute diese Qualpraktiken ablehnen. Vielleicht überwindest du einfach einmal deine ja deutlich zum Ausdruck gebrachte Ablehnung gegen vegan lebende Menschen, setzt dich ruhig hin und reflektierst, was es eigentlich für die Betroffenen bedeutet, gehalten und getötet zu werden und ob du selbst dir so etwas für dich wünschen würdest. Vielleicht packst du das und wirst demnächst dann selbst für Tierschutz und vegane Lebensweise anstatt dagegen eintreten. Wer weiß, alles ist möglich...

Kommentar von blacksheep |

"Für jedes Stück Fleisch, egal, welches Sigel da daruf steht, stirbt ein Tier und da das noch mit Vorsatz geschieht, ist das bei Menschen mit Mord gleichgesetzt."

Das ist hier wie in einem Paralleluniversum.

Kommentar von blacksheep |

@ TeamVegan
"was hat dein Landleben mit den hirnphysiologischen Prozessen bei der Elekreobetäubung zu tun. "

Gar nichts. Mir reicht es, wenn das Tier ein einigermaßen gutes und schmerzfreies Leben gehabt hat. Ihr schreibt selbst, dass es bei nur "einzelnen" Tieren zu Betäubungsversagen kommt. Meinetwegen. Garantien gibt es für nichts.

Kommentar von Team Vegan.eu |

"Ihr schreibt selbst, dass es bei nur "einzelnen" Tieren zu Betäubungsversagen kommt. Meinetwegen. Garantien gibt es für nichts."

Ist dir klar, wie ungeheuerlich das Leid dann ist? Es ist das Leid wie bei einer schweren OP ohne Betäubung und ohne dass du dich rühren kannst. Richtig, es kommt nur bei einigen vor. Aber wenn wir Fleisch essen, dann ist es sicher, dass wir immer wieder und wieder einzelnen Tieren diese Hölle auf Erden bereiten werden. Diese Garantie gibt es sehr wohl.

Übrigens ist die Schlachtung wiederum nur ein Teil des Tieren zugefügten Leidens. Du machst hier ja Werbung für Bio-Eier. Denkst du denn, dass die Küken, wenn sie ausgelesen, übereinander geschmissen und dann ein Teil von ihnen (ohne Betäubung) zermust wird oder vergast wird (wobei die Gasdichte keineswegs zu einem sofortigen Bewusstseinsverlust führt)  nicht leiden? Oder bezüglich der Überlebenden beim Transport von den Brütereien zu den Legebetrieben?  Das ist aber die Basis jeder Legehennenproduktion. Das geben die Bio-Verbände übrigens zu und sagen, es gäbe keine Alternative. Aber auch das ist ja nur ein Beispiel unter unendlichen weiteren. Das Leid der "Nutztiere" ist enorm und du blendest es konsequent aus. Trotzdem beanspruchst du aber für dich, Tieren kein Leid zuzufügen. Das ist aber nicht korrekt.

"Das ist hier wie in einem Paralleluniversum."

Wobei dies beidseitig ist. Auch wir fühlen uns wie in einem Paralleluniversum, wenn wir die Grausamkeit bedenken, wie Menschen Tiere als reine Objeklte halten und töten, nur für so etwas Triviales wie einen Gaumengeschmack. Allerdings wissen wir, dass es kein Parallelunversum ist, sondern diese reale Welt, die eben viel Unrecht geschieht, gegen Tiere und gegen Menschen. Unrecht wird oft von der Mehrheit geteilt und man amüsiert sich über die Minderheit oder erklärt diese für extrem, nur weil sie dem Unrecht ein Ende bereiten möchte. In Wirklichkeit kann aber fast jeder Mensch individuell nachvollziehen, dass es besser ist, ohne Blutvergießen zu leben. Das gibt die Hoffnung, dass uns dies in der Zukunft gelingen wird, wofür die derzeit bereits vegan lebenden Menschen eben Rollenmodelle sind.

Kommentar von blacksheep |

Eigentlich wollte ich nur wissen wie ihr zu "Neuland" & Co. steht (was mit herkömmlichem "Bio" wenig zu tun hat). Nicht, dass ich dort all mein Fleisch kaufe, aber deren Existenz belegt für mich, dass es möglich ist, Tiere human zu halten und auch zu schlachten. (http://www.neuland-fleisch.de/landwirte/842.html). Ich glaube nicht, dass es hier bei den von euch beschriebenen Problemen kommt.

Kommentar von Team Vegan.eu |

Doch es kommt zu allen diesen Problemen auch bei Neuland. Nicht eine ihrer Schlachtvorschriften ändert etwas an dem grundsätzlichen Problem. Genau dies wurde auch ja wissenschaftlich dargelegt, dass nämlich selbst bei optimaler Handhabung der Betäubung das Problem schlichtweg nicht ausschließbar ist. Im übrigen werden auch die Neuland Tiere transportiert, aus ihren sozialen Bezügen gerissen etc. etc.

Kommentar von Thomas |

"Ist dir klar, wie ungeheuerlich das Leid dann ist?"

Ja, wahrscheinlich ungefähr so groß wie das Leid fast jedes Tieres seit Anbeginn des Lebens auf diesem Planeten, das in freier Wildbahn bei lebendigem Leibe von einem anderen Tier gefressen wird oder nach einer Verletzung langsam dahinsiecht. Tagtäglich, milliardenfach, seit zig millionen Jahren. Ein ständiges Leben in Todesangst vor dem nächsthöheren Tier in der Fressordnung. Ohne diesen ständigen grausamen Kreislauf des Leids und der Schmerzen gäbe es auch gar kein Leben auf diesem Planeten.

Das mit abstand Unnatürlichste - etwas, dass die freie Natur gar nicht kennt - ist ein Tierleben ohne ständige Todesangst und ein schmerzloser Tod.

"Natürlich" ist für fast alle Tiere in freier, vollkommen ökologischer Wildbahn hingegen ein Leben in ständiger Todesgefahr und irgendwann ein sehr qualvoller, grausamer Tod. Ob es nun verschlungen, gerissen oder nach einem Beinbruch langsam verdurstet.
In der ach so schönen Natur stirbt kein Tier, indem es vor Altersschwäche einfach einschläft. Millardenfaches Tierleid würde es also auch noch geben, wenn der Mensch gar nicht mehr existiert.

Das meine ich jetzt übrigens nicht wertend pro oder contra vegane Ernährung, sondern wollte nur mal darauf hinweisen, dass ein sorgenloses Leben mit einem schmerzlosen Tod nichts ist, was die Natur für ihre Lebewesen vorgesehen hat.
Da wird "Natur" und Ökologie immer ein wenig romantisch verklärt.

Kommentar von blacksheep |

"Doch es kommt zu allen diesen Problemen auch bei Neuland." Na gut. Dann muss ich das eben in Kauf nehmen.

Kommentar von Team Vegan.eu |

@ Blacksheep

In "Kauf nehmen" müssen es die Tiere, weil sie hilflos dieser Barbarei ausgeliefert sind. Du musst das gar nicht in Kauf nehmen, sondern kannst dich ganz einfach entscheiden, Tieren nicht solches Leid zufügen zu wollen.

Kommentar von Team Vegan.eu |

@ Thomas

Weil es in der Natur Leid gibt, sollten wir noch eins drauf setzen, indem wir jährlich 65 Milliarden Landtiere und 1 Billionen Fische quälen und töten?

 

Weil wir alle sowieso sterben müssen, dürfen wir uns gleich alle gegenseitig umbringen?

 

Weil die Natur grausam ist, brauchen wir keinerlei Mitmenschlichkeit und Ethik mehr?

 

Die Natur ist sicher grausam, auch wenn der Mensch der grausamste Teil der Natur ist. Ein Löwe kann nicht entscheiden, ob er töten will oder nicht. Wir Menschen müssen kein Blut vergießen, um zu leben. Wir können uns für das Blutvergießen entscheiden, aber genau so dagegen.

 

Die vegane Sichtweise ist, dass wir gerade weil es so viel Leid gibt, uns dafür einsetzen sollten, Leid zu minimieren und nicht es zu maximieren. Wir erreichen kein Paradies, aber das Leid der 65 Milliarden Landtiere und 1 Billionnen Fische, welches wir völlig unnötig verursachen, das können wir beenden und das sollten wir auch tun, womit wir gleichzeitig unsere Umwelt schonen und die Ernährungssicherheit verbessern würden.

Kommentar von ckomi |

@ Team Vegan
"Die vegane Sichtweise ist, dass wir gerade weil es so viel Leid gibt, uns dafür einsetzen sollten, Leid zu minimieren und nicht es zu maximieren."

Lehnst aber trotzdem Demeter und Neuland ab, ziemlich radikal und paradox.

Kommentar von XcCx |

würden wir alle vegan leben, würden doch sämtliche nutztiere aussterben?!

Kommentar von blacksheep |

Das versuche ich in dem Rahmen, der es mir weiterhin erlaubt, Fleisch zu essen. Dazu gehört auch der häufigere Gang zur Neuland-Metzgerei, auch wenn die ein gutes Stück weg ist.

Kommentar von Fabi |

Hallo,

ich bin selbst seit viele Jahre Vegetarier und lebe damit ganz gut. Trotzdem kann ich es nicht verstehen wie hier teilweise gepredigt wird, dass alles gut ist, wenn es vegan ist.

Ich bin nicht der Meinung, dass man Tiere quälen muss oder sonstiges, aber ist es nicht evolutionär bedingt, dass der Mensch Fleisch ist oder auch andere Tiere Fleisch essen?
Dazu gibt es Theorien, dass nur der Konsum von Fleisch dazu geführt hat, dass das menschliche Hirn schneller wuchs als das von anderen Tiere und wir deswegen uns erst in einem Internet Forum darüber streiten können?
Gut ich bin kein Fan diese Theorie aber gut.

Trotzdem legen mir bekannte vegan lebende Menschen in meiner Umgebung immer ein sektenhaftes Verhalten an den Tag und halten sich selbst für etwas besseres, so wirklich kann ich es nicht verstehen.

Zum Thema Leid mildern, wie sieht es mit den Tieren in der Natur aus, die andere Tiere fressen? Wollt ihr den Löwn in Afrika "verbieten" sich ein Zebra zu jagen? Jetzt kommt nicht mit natürlichem Instinkt, denn genau diesen lehnt ihr beim Menschen und beim Hund (als Beispiel) ab.

Also ich habe kein Problem mit einem veganen Lebenstil, wollte nur mal meinen Senf dazu abgeben!

Kommentar von alex |

Mal zu Thema "Leid" nachgefragt: Wie stellt man sich denn als Veganer eigentlich anschaulich den Tod eines wild lebenden Tiers (Maus, Wildschwein, Fisch, Reh) vor?

Kommentar von oskar |

Hier werden teilweise komische Fragen gestellt finde ich. Die meisten sind doch genau auf dieser Seite in den Kommentaren schon beantwortet!

Zur letzten Frage: Also ich für meinen Teil stelle mir das natürlich zuckersüß vor. Ganz ohne jede Qual, Siechtum, Grausamkeit, Krankheit etc.

Ne im Ernst, möchtest Du vermeidbares Leid (Tierproduktkonsum) mit unvermeidbarem Leid (Grausamkeit der Natur) rechtfertigen, oder was steckt hinter deiner Frage?

Kommentar von DupMim |

an XcCx
Tatsächlich sterben schon heute viele Nutztierarten, weil sich die Konzerne auf wenige Arten beschränken. Es gibt aber auch spezielle Zoos, die Nutztiere, ebenso wie andere, "wilde" Tiere vor dem Aussterben retten und sie halten.

Wenn nun alle vegan wären, könnte man auch sicher einige Tiere frei lassen. Zumindest die, die noch in der Natur überleben könnten und das Ökosystem nicht zerstören würden, aber für bestimmte Gebiete wäre eine bestimmte Anzahl an wilden Nutztieren sicher eine Bereicherung.

Kommentar von DupMim |

*Statt "aber", bitte ein "denn" einsetzen!

Kommentar von oskar |

@Fabi:
Um es mal ganz direkt zu sagen: Ja, was mein Konsumverhalten angeht, fühle ich mich ganz eindeutig besser als ein Omnivore. Für meine Ernährung müssen keine Tiere leiden/sterben. Wie kann das NICHT besser sein?

Das hat aber nichts damit zu tun, ob ich mich insgesamt als ein besserer Mensch fühle (tu ich nicht). Ich kenne auch keinen Veganer, der sich aufgrund des Veganismus allein für einen guten Menschen hält.

Kommentar von Jens |

In der Natur gibt es keine Grausamkeiten, weil ein Wildtier weder ethisch noch moralisch eine Entscheidung treffen kann und es schon gar keinen Mais anbauen kann, um sich zu ernähren. Das einzige Leid, dass auf diesem Planeten geschieht, gegen alle Lebewesen, geht vom Menschen aus. Der Fleischesser stellt sich in seiner Entwicklung über das Tier, um die Berechtigung zu erhalten, es zu seinem privaten Vergnügen zu nutzen. Um den eigenen Fleischkonsum dann aber zu rechtfertigen, vergleicht er sich mit ihm auf der gleichen Stufe... ja Blacksheep, das ist tatsächlich ein Paralleluniversum in dem du lebst.

Kommentar von blacksheep |

Ethik/Moral definiert jeder für sich.

Kommentar von Team Vegan.eu |

@ Ckomi

Es gibt kein Paradox in unserer Argumentation. Aus veganer Sichtweise sind wir für die Vermeidung des VERMEIDBAREN Leides. Wir müssen keine Tiere schlachten, das ist vermeidbar. Wenn also Demeter und Neuland, die ihr hier ja immer benennt, Tiere töten, dann vermeiden sie das vermeidbare Leid genau nicht, sondern produzieren unnötigerweise Leid über das vermeidbare Leid hinausgehend. Dies führt teilweise sogar dazu, dass Menschen, die früher Vegetarier waren oder es heute würden, (wieder) Fleisch essen, weil sie das Märchen von den glücklichen Tieren glauben.

@ XncX

Es geht doch um die Perspektive des einzelnen Tieres. Denkst du, es ist ein Vorteil für ein Nutztier, gezüchtet worden zu sein, um dann Leid zu erleben und durch den Menschen getötet zu werden? Wenn die Welt vegan würde, würde die Artenvielfalt stark zunehmen, da diese derzeit gerade auch wegen der Abermilliarden Nutztiere und der durch sie belegten Landflächen stark reduziert wird. Sicherlich würde auch eine Anzahl an früheren Nutztierenarten weiter bestehen bleiben. Der Weg zu einer veganen Gesellschaft geht aber nicht von heute auf morgen (die Menschen ändern ihre Gewohnheiten nicht so schnell), sondern es wird sich um die langsame Verminderung der Tieranzahl durch sinkende Nachzüchtungen handeln.

@ Alex

Das haben wir ja nun ausführlich im Artikel und auch in Kommentaren beantwortet. Weil es unvermeidbares Leid gibt, brauchen wir nicht noch vermeidbares Leid zusätzlich zu produzieren.

@ Fabi

Witzig, dass du als "Veganer" eine Standard-Argumentation eines Teiles der fleischessenden Menschen hier hineinpostest. All das ist aber in dem Artikel beantwortet, außer der Aspekt des angeblichen evolutionären Vorteils des Fleischkonsumes. Hierum werden wir den Artikel ergänzen, da dies tatsächlich eine weiteres Standardargument gegen die vegane Lebensweise ist. Es gibt sowohl die Fleisch-Theorie als auch die Pflanzen-Theorie bezüglich der Faktoren, die den Erfolg des Menschen bedingt haben sollen. Es handelt sich bei beiden Theorien um hochgradig spekulative Konstrukte. Vor allem aber sind sie für die Frage, ob wir jetzt Fleisch essen sollen, irrelevant, da mindestens gesichert ist, dass wir jetzt keinerlei Fleisch brauchen, um gesund leben zu können.

Kommentar von Team Vegan.eu |

@ blacksheep

Da hast du Recht. Ethik lässt sich nicht wissenschaftlich beweisen. Dennoch bzw. genau deshalb wird über Ethik mehr gestritten als über fast alles andere. Du hast keine moralischen Bedenken dagegen, Tieren Leid zuzufügen. Wir lehnen es demgegenüber ab, Tieren Leid zuzufügen. Für uns sind Tiere keine Objekte, wie Steine, die wir einfach für unseren Konsum vernutzen dürfen. Da du hier aber anderer Meinung bist, werden wir uns nicht einigen. Schließlich ist Ethik immer eine Wertsetzung.

P.S.: Froh kannst du sein, dass du nicht wirklich eines der Tiere bist, deren Namen du dir hier als Pseudonym zugelegt hast. Denn dann würdest du am Ende auch auf den Tellern derjenigen landen, die hier für die Tötung von Tieren plädieren.

Kommentar von Jens |

blacksheep : in deinem Universum scheint es wenig Moral und Verantwortung zu geben und Tiere kennen diese Begriffe überhaupt nicht, also wie kommt man dann auf die Idee, ihnen Grausamkeiten unterschieben zu wollen. Grausam ist es aber, zum Vergnügen zu töten, ohne Notwendigkeit und das sollte ein Grundwert aller Menschen sein.

Kommentar von oskar |

@jens:
"In der Natur gibt es keine Grausamkeiten."

Also ich empfinde vieles, was in der Natur passiert, als extrem grausam, ganz gleich ob Tiere/Krankheiten/Klima etc. nun ethisch handeln bzw. hinterfragen können oder nicht.

Aber das ist ja ein eigentlich anderes Thema. :-)

Kommentar von blacksheep |

" Du hast keine moralischen Bedenken dagegen, Tieren Leid zuzufügen. Wir lehnen es demgegenüber ab, Tieren Leid zuzufügen." Für euch gibt es nur schwarz oder weiß, Leid oder kein Leid. Ich denke viel differenzierter.

Kommentar von blacksheep |

@Jens
Ich mache mir wahrscheinlich mehr Gedanken über die Herkunft meines Essens als die meisten anderen Menschen. Mit dem Ergebnis, mir von dir anhören zu müssen, es gebe in meinem Universum wenig Moral und Verantwortung. Über Moral anderer Menschen entscheidest nicht du. Wer sich selbst als moralische Instanz aufspielt, hat schon verloren.

Kommentar von Team Vegan.eu |

@ blacksheep

Oh nein, für uns gibt es nicht nur Leid oder kein Leid. Wir sehen, dass es in dieser Welt sehr viel Leid gibt, von dem wir vieles nicht vermeiden und manches nur lindern können (z.B. Schmerzmittel bei Erkrankungen, auch wenn die Betreffenden dennoch sterben müssen). Allerdings halten wir die Entscheidung, ein anderes leidensfähiges Wesen zu töten, nur weil man gerne Bestandteile oder Flüssigkeiten seines Körpers essen möchte, für eine extreme Entscheidung, die eben keine Differenziertheit nahelegt. Gedanken um die Ernährung helfen wenig, wenn das Ergebnis dieser Gedanken ist, dass getötet wird.

Du sollst doch tun, lassen und essen können, was immer du willst, aber warum denkst du denn, dass andere Tiere dafür leiden und sterben müssen? Wenn du so differenziert denkst, warum bist du denn der Meinung, dass du auf Kosten des Lebens anderer Tiere essen musst? Das haben wir bisher anhand deiner Kommentare nicht verstanden.

Kommentar von blacksheep |

"Wenn also Demeter und Neuland, die ihr hier ja immer benennt, Tiere töten, dann vermeiden sie das vermeidbare Leid genau nicht, sondern produzieren unnötigerweise Leid über das vermeidbare Leid hinausgehend. "
Das tun sie eben nicht, weil sie Konsumenten wie mir die Möglichkeit geben, sich für eine "leidfreiere" Alternative zu entscheiden. Und hört bitte damit auf, das Töten eines Tieres mit "ihm Leid zuzufügen" gleichzusetzen. Es ist gut und anständig ein Tier zu töten um es zu essen, wenn es zuvor zufrieden gelebt hat. Wer damit ein Problem hat, ist m.E. mit sich und seiner Natur nicht im Reinen.

Kommentar von blacksheep |

"Allerdings halten wir die Entscheidung, ein anderes leidensfähiges Wesen zu töten, nur weil man gerne Bestandteile oder Flüssigkeiten seines Körpers essen wollen, für eine extreme Entscheidung" Und genau da gehen unsere Meinungen weit auseinander. Töten um zu essen ist hochmoralisch und ehrenwert.

Kommentar von oskar |

@blacksheep: Mit der Moral ist's in der Tat häufig sehr kompliziert. Hier sind meine Moralvorstellungen zu diesem Thema:

Töten ohne Zwang = niederträchtig

Moral ist an dieser Stelle gar nicht so kompliziert, oder?

Kommentar von blacksheep |

"Warum bist du denn der Meinung, dass du auf Kosten des Lebens anderer Tiere essen musst? Das haben wir bisher anhand deiner Kommentare nicht verstanden." Weil ihr eine andere Weltanschauung habt, deshalb reden wir aneinander vorbei.

Kommentar von blacksheep |

@ Oskar
So kann ich das nicht teilen. Ich würde es umformulieren in "Töten ohne Sinn/guten Grund".

Kommentar von Team Vegan.eu |

Nein, die Öko-Tierhaltung vermindert nicht das Leid der Tiere, sondern sie fördert die Aufrechterhaltung des Leides der Tiere. Sie redet nämlich Menschen ein (und auch du glaubtest ja noch vor Kurzem, bei Neuland gäbe es die von uns benannten Probleme nicht), Nutztiere würden glücklich leben und sterben und es wäre daher in Ordnung, sie zur Fleischproduktion einzusetzen.

 

Du bist ja das beste Beispiel:

 

Nur weil du mehr oder weniger häufig bei Neuland oder Demeter kaufst, glaubst du, dein Verhalten wäre in Ordnung. Demeter und Neuland ermöglichen dir daran festzuhalten, Tieren Leid zuzufügen und dich dennoch gut dabei zu fühlen. Selbst wenn du nur ab und zu dort kaufst, fühlst du dich besser. Du kaufst dann sogar zusätzlich noch Tierkörper ein, von denen selbst du weißt, dass sie bis zuletzt gequält und geschunden wurden. Das Öko-Fleisch, was du isst, wäscht sozusagen die Sünden weg, so dass du mit ihnen fortfahren darfst.

 

Damit trägt die Öko-Haltung dazu bei, den Menschen Sand in die Augen zu streuen, zu verhindern dass Menschen vegetarisch und vegan werden, und so das Tierleid dauerhaft aufrechtzuerhalten.

 

Zum Leben gehört das Leben bis zum letzten Moment. Was bringt dir ein schönes Leben, wenn du dann unter Qualen verreckst? Und genau das muss und wird immer wieder passieren, wenn wir weiter Fleisch essen, da ja nun einmal die Betäubungssicherheit niemals bei jedem Tier gewährleistet werden kann. Mit deinem Fleischkonsum nimmst du in Kauf, dass immer wieder einzelne Tiere unter Extremqualen sterben werden.

 

Aber wir haben dir ja auch schon aufgezeigt, dass die Öko-Tiere nicht einmal vorher glücklich lebten. Willst du sagen, es führt zu Zufriedenheit, was mit den schlüpfenden Küken auch der Bio-Halter geschieht? Denkst du, sie sind nicht in Panik, wenn sie aussortiert, übereinander geschmissen und dann (mit erheblichen Todesraten) transportiert werden, um zur Öko-Legehenne zu werden? Denkst du das "Ernten" der erschöpften, nicht mehr genug Eier legenden Legehennen und ihre Verpackung und Transportierung zur Schlachtung, das Aufhängen an den Füßen bei vollem Bewusstsein, all das ist Zufriedenheit?

 

Wir finden, es ist ein schwer erträglicher Euphemismus, derartige Praktiken als glückliches Leben zu klassifizieren.

 

Auch mit dem Töten stimmen wir dir nicht zu. Wir töten nicht, wen wir lieben, bestimmt nicht, um ihn zu essen.

 

Wir sind mit unserer Natur nicht im Einklang, weil wir nicht töten wollen? Warum denkst du denn müssen wir uns Menschen als Wesen definieren, die töten und Blut vergießen?  Sind wir denn jetzt keine echten Menschen mehr, nur weil wir nicht töten wollen.

 

In Wirklichkeit kann der Mensch mit entscheiden, was er als seine Natur sieht und genau dies unterscheidet uns von Raubtieren. Wir können uns entscheiden für Mitgefühl, Solidarität, Anteilnahme und Hilfsbereitschaft, wir können uns ebenso für Ausbeutung, Krieg und Fleischkonsum entscheiden.

Kommentar von blacksheep |

Wobei man natürlich unterscheiden muss, ob man vom Töten eines Menschen oder eines Tieres spricht.

Kommentar von blacksheep |

@ TeamVegan
Ihr stellt Annahmen auf, ohne jeden Beleg. Fakt ist, dass ich eher weniger Fleisch esse, seit ich besseres und damit auch teureres kaufe. Und noch einmal: Der Tod ist für mich nichts schlechtes, sondern Teil des Lebens. Ich spiele derzeit sogar mit dem Gedanken, den Jagdschein zu machen und mir hin und wieder Fleisch selbst zu schießen, von dem ich WEISS, dass es eben noch zufrieden im Wald herumgerannt ist.

Kommentar von oskar |

@blacksheep:
Was du sagst:
"Der Tod ist für mich nichts schlechtes"
Was du meinst:
"Der Tod anderer Lebewesen ist für mich nichts schlechtes"

Ich empfinde Mitleid.

Kommentar von blacksheep |

Eine Ernährungsweise in einem Atemzug mit Krieg und Aubeutung zu nennen, ist übrigens nicht in Ordnung. Ich bin nicht bereit, auf dieser Ebene weiterzudiskutieren. Außerdem bin echt froh, dass im realen Leben noch nie jemanden kennengelernt habe, der so verkorkst ist. Und genau in diese Welt kehre ich jetzt zurück. Ciao.

Kommentar von blacksheep |

@ Oskar Nein, das meine ich nicht. Wir kennen uns nicht. Lege mir bitte nichts in den Mund.

Kommentar von blacksheep |

"Was bringt dir ein schönes Leben, wenn du dann unter Qualen verreckst?"

Noch eins: Das ist auch wieder so eine Sichtweise, bei der sich mir die Fußnägel hochrollen, bzw. bei der ich merke, dass für mich der Himmel blau und für euch grün ist. Deshalb macht es wirklich keinen Sinn.

Kommentar von Team Vegan.eu |

@ Blacksheep

Ja der böse, verkorkste und dumme Tolstoi, von dem nämlich stammt der Satz, dass es solange Schlachtfelder geben wird, wie es Schlachthöfe gibt. Denk mal ein wenig nach, dann verstehst du, was er meint!

Es ist schade, dass du bisher keine Menschen kennen gerlernt hast, die sich für Tierrechte und Umweltschutz einsetzen. Das ist womöglich auch der Grund, warum du noch solche Vorstellungen vertrittst, wie du es derzeit tust.

Wir denken auch, dass derzeit eine Diskussion keinen weiteren wechselseitigen Sinn mehr macht, weil die Argumente ausgetauscht sind.

Kommentar von blacksheep |

Ich halte dieses Zitat für Unsinn, unabhängig von Tolstois sonstigen Leistungen. Schlachtfelder wird es immer geben, auch in/unter rein vegetarischen/veganen Gesellschaften. Konflikte gewaltsam auszutragen liegt in der Natur des Menschen und steht in keinem Zusammenhang mit seiner Ernährung. Die Existenz von Menschenrechten hindert uns ja auch nicht daran, uns gegenseitig abzuschlachten? Da sollen das Tierrechte bewirken? Gute Nacht.

Kommentar von Team Vegan.eu |

Es ist kein Zufall, dass Gewalt gegen Menschen oft bereits in Kindheit und Jugend mit Gewalt gegen Tiere beginnt. Menschenrechte können nicht zur Wirksamkeit kommen, wenn wir andererseits ständig Menschen beibringen, zu töten. Eine vegane Gesellschaft wäre sicherlich kein Paradies, aber friedfertiger würden sich die Menschen bestimmt verhalten, gegenüber den Tieren und den Menschen. Vegan lebende Menschen mögen aufgrund ihrer ethischen Überzeugung hart mit Fleischessern diskutieren, aber diejenigen, die körperliche Gewalt gegen Menschen ausüben, sind nahezu nie Veganer.

Kommentar von alex |

@oskar( 2013-01-09) Ich will darauf hinaus, dass das Leid eines Tiers beim wie-auch-immer gearteten Sterben nichts aussergewöhnliches ist.
Ich glaube, viele Veganer sich keine Gedanken darum machen oder einfach annehmen, dass so ein Tier sich bei seinem "natürlichen" Tod einfach hinlegt und sanft entschlummert.
Ein Tier, dass von einem Jäger geschossen wird, hätte vielleicht sonst länger gelebt, aber das Leid an seinem Lebensende ist mit ziemlicher Sicherheit erheblich kürzer, als wenn es "natürlich" stirbt und dabei z.B. noch lebendig innerlich von Maden/Pilzen zerfressen wird oder am lebendigem Leib von einem Raubtier aufgeschlitzt oder gar lebendig verschluckt wird und dann an einer Kombination von Sauerstoffmangel und Magensäure-Verätzungen verreckt.

Kommentar von alex |

Die Veganer, die ich kenne, sind ja ganz groß im Kritisieren . Jetzt frage ich hier mal nach:
Ist es verwerflich, wenn ein Jäger im Winter einen kranken, halbverhungerten Fuchs erschießt?
Ist die Vermutung falsch, dass ein Veganer in so einem Fall lieber wegschaut und nichts macht? (Hinweis für Städter: Fuchs fangen und zum Tierarzt bringen wird nicht klappen)
Ich vermute, das ganz große Motto der Veganer greift dann gnadenlos zu: "ich will nicht verantwortlich sein".

Kommentar von alex |

Was macht eigentlich ein Veganer, wenn er sieht, wie eine Katze eine Maus totspielt (das sieht echt nicht schön aus und dauert...) ?
Das Leid beenden und die Maus töten?
Die Maus "befreien" und freilassen, um ein gutes Gefühl zu haben (und dabei aussen vor zu lassen, dass die Maus mit sicherheit schon innere Verletzungen hat und innerhalb der nächsten Stunden/Tagen an inneren Blutungen, Entzündungen, Pilzbefall verrecken wird)?

Kommentar von Team Vegan.eu |

@ Alex

Lies doch bitte einfach mal den Artikel, denn dort sind die meisten Fragen deinerseits beantwortet.

Du scheinst nach wie vor zu denken, dass man deshalb, weil es sowieso Leid gibt, dies maximieren sollte. Weil Raubtiere andere Tiere töten, was nicht ihre Wahl und unveränderlich ist, soll der Mensch einer Vielzahl weiterer Tiere Leid zufügen?

Nach deiner Logik bräuchten wir auch nichts mehr für Menschen zu tun, weil diese sowieso sterben. Und nur weil irgendein Land die Todesstrafe hat, können wir dann auch Menschen exekutieren? Was wir meinen: Es ist komplett egal, was ein Raubtier tut oder nicht tut im Hinblick auf die Frage, was wir tun können und sollten. Du solltest nicht darüber nachdenken, was ein Raubtier tut, sondern was du tust!

Deine anderen Beispiele sind nichts als komplett am Thema vorbeigehende Gedankenkonstruktionen. Die Jäger schießen hier nicht kranke Füchse, sondern sie schießen massenhaft Füchse, so dass diese Tiere nur noch 2-3 Jahre im Durchschnitt leben. Sie schießen vorwiegend gesunde Füchse, nicht kranke Füchse, die sich zum Sterben in den Bau zurückgezogen haben.

Du willst von deiner Verantwortung ablenken, welche du dadurch trägst, dass du Tiere isst und damit für die milliardenfache Ausbeutung von Tieren und die Zerstörung unserer Umwelt verantwortlich bist.

In einer veganen Welt wird es weiterhin alles Leid geben, was sich aus der Sachlage ergibt, dass Raubtiere Tiere essen, aus Krankheiten, Naturkatastrophen etc. Allerdings wird es ganz erheblich weniger Leid insgesamt geben, weil nicht mehr 65 Milliarden Landtiere und eine Billionen Fische pro Jahr mehr oder weniger qualvoll umgebracht werden, die Umweltzerstörung begrenzt wird und die Nahrungsmittelsicherheit in der Welt ansteigt. Außerdem werden Menschen, die keiner Fliege etwas zu Leide tun, auch nicht mehr übereinander herfallen und sich wechselseitig zerstören.

Dein Argument ist im Artikel ausführlich behandelt. Es besteht hauptsächlich darin, dass, weil wir nicht alles Leid verhindern können, wird ruhig weiteres Leid produzieren dürfen sollten. Dieser Logik schließen wir uns nicht an.

 

Vegan lebende Menschen tun wenigstens etwas für eine weniger leidvolle Welt, indem sie ihr Leben wirklich umstellen und damit einem Lebenswandel nachgehen, der nach allen Untersuchungen bei weitem ökologisch verträglicher ist als der Lebenswandel der fleischessenden Menschen. Wobei Ernährung ein deutlich wichtigeres Faktor für den Umweltschutz ist als der Verkehr, was aber nicht bedeutet, dass vegan lebende Menschen nicht ebenfalls in allen anderen Bereichen auf Nachhaltigkeit, Mitmenschlichkeit und Respekt vor dem Leben achten sollten.

Kommentar von alex |

@Team Vegan.eu
Ich hab einfach mal meine Kommentare zu (Kommentar von Team Vegan.eu | 2013-01-10)in den Originaltext eingefügt, alles [eckig geklammerte] ist von mir.
Los gehts:
"Lies doch bitte einfach mal den Artikel, denn dort sind die meisten Fragen deinerseits beantwortet.
[definitiv "nein", nichtmal annähernd, lies doch mal meine Fragen durch]
Du scheinst nach wie vor zu denken, dass man deshalb, weil es sowieso Leid gibt, dies maximieren sollte.
[Wie kommst du darauf? Dazu habe ich mich gar nicht geäußert.]
Weil Raubtiere andere Tiere töten, was nicht ihre Wahl und unveränderlich ist, soll der Mensch einer Vielzahl weiterer Tiere Leid zufügen?
[Das geht völlig an meinen Fragen vorbei]
Nach deiner Logik [Ich habe keine Logik geäussert, ich habe Fragen gestellt]
bräuchten wir auch nichts mehr für Menschen zu tun, weil diese sowieso sterben.
[Du bist leider nicht der einzige Veganer, der so argumentiert:
Man beantwortet eine Frage NICHT, unterstellt stattdessen dem anderen eine Logik, die er gar nicht geäußert hat und
stellt dann eine Analogie auf, die beim genaueren Hinsehen gar nicht passt (um die eigentliche Frage zu umgehen? Ist die so schlimm?).
Das ist ein beliebter, aber unredlicher Argumentations-Trick und nennt sich "Analogiefalle"]

Und nur weil irgendein Land die Todesstrafe hat, können wir dann auch Menschen exekutieren? [Analogiefalle, siehe oben! passt in keinster Weise zu meinen Fragen]
Was wir meinen: Es ist komplett egal, was ein Raubtier tut oder nicht tut im Hinblick auf die Frage, was wir tun können und sollten.
[Das stimmt: Daher habe ich ja auch nach dem gefragt, was ein Veganer persönlich im Angesicht von Leid in zwei konkreten Situationen tun sollte!]
Du solltest nicht darüber nachdenken, was ein Raubtier tut[habe ich gar nicht!], sondern was du tust!
[ICH weiss, was ICH in der Situation mit der Maus getan habe und ich weiss, wie ICH mich in der Fuchs-Situation verhalten hätte.
Und jetzt habe ich habe Fragen an die Veganer gestellt über das, was SIE tun würden, also was die vegane Ethik gebietet.
Oder ist das nicht legitim, darf man das nicht hinterfragen?
Über das, was ICH zum Thema denke, habe ich nichts gesagt.]

Deine anderen Beispiele sind nichts als komplett am Thema vorbeigehende Gedankenkonstruktionen.
[Ich dachte das Thema wäre "Was denken Nicht-Veganer über Veganer"... Ich wollte eigentlich verstehen, was Veganer denken, um in meiner Meinungsbildung neue Eindrücke zu bekommen, man lernt ja nie aus, daher hatte ich gefragt.]
Die Jäger schießen hier nicht kranke Füchse, sondern sie schießen massenhaft Füchse, so dass diese Tiere nur noch 2-3 Jahre im Durchschnitt leben.
Sie schießen vorwiegend gesunde Füchse, nicht kranke Füchse, die sich zum Sterben in den Bau zurückgezogen haben.
[Das ist mir eben egal, da das nicht das Thema ist, ich wollte weder die Jagd befürworten noch an den Pranger stellen.
Ich habe einen Jäger gesprochen, der auf so einen Fuchs geschossen hat (daher komm ich drauf).
Er hat geschossen und getötet, in diesem Fall, um Leid zu beenden. Ich selbst habe mal einen an der Flanke aufgerissenen (ich vermute eine Reiher-Attacke) und hilflos an der Oberfläche paddelnden Fisch aus dem Teich geholt und eigenhändig getötet, um seinem Leiden ein Ende zu setzen. Das ist eine vergleichbare Situation, oder?
Was hättest DU getan? Oder besser: Was _sollte_ ein Veganer machen, wenn er die Möglichkeit hat, todbringendes Leid durch eigenes Töten zu beenden?
Auch das Beispiel mit Katze/Maus im Beisein eines Menschen ist keine Gedankenkonstruktion, das ist alltägliche Realität.(ok...für Städter vielleicht nicht)]
Du willst von deiner Verantwortung ablenken, welche du dadurch trägst, dass du Tiere isst
[ich habe nirgends gesagt, dass ich Tiere esse, woraus folgerst du das?]
und damit für die milliardenfache Ausbeutung von Tieren und die Zerstörung unserer Umwelt verantwortlich bist.
In einer veganen Welt wird es weiterhin alles Leid geben, was sich aus der Sachlage ergibt, dass Raubtiere Tiere essen, aus Krankheiten, Naturkatastrophen etc.
Allerdings wird es ganz erheblich weniger Leid insgesamt geben [das habe ich mit meinen Anmerkungen zum natürlichen Tier-Tod hinterfragen wollen, denn die Tiere (nahezu alle)
werden nicht sanft entschlummern, sondern weiter qualvoll umgebracht, nur von anderen Verursachern: z.B. Maden, Bakterien, Pilze, Raubtiere. Es ändert sich nicht das Leid, sondern nur die Verantwortlichkeit dafür],
weil nicht mehr 65 Milliarden Landtiere und eine Billionen Fische pro Jahr mehr oder weniger qualvoll umgebracht werden,
[wenn ich jetzt nachfrage, woher die Zahlen stammen, bin ich dann böse? Könnten es nicht doppelt so viele sein? Oder halb so viele? Oder wenn das egal ist, warum nenntst du dann Zahlen? Ist aber eben auch egal, weil es am Thema vorbei geht]
die Umweltzerstörung begrenzt wird und die Nahrungsmittelsicherheit in der Welt ansteigt.
Außerdem werden Menschen, die keiner Fliege etwas zu Leide tun, auch nicht mehr übereinander herfallen und sich wechselseitig zerstören.
[eine kühne These. Unabhängig vom Wahrheitsgehalt: Das geht alles an der Fragestellung vorbei]
Dein Argument [ich habe gar kein Argument genannt] ist im Artikel ausführlich behandelt.
[Meine Fragen werden durch den Text _nicht_ beantwortet, vielleicht solltest Du die Fragen nochmal lesen und mir nicht Dein Feindbild überstülpen.]
Es besteht hauptsächlich darin, dass, weil wir nicht alles Leid verhindern können, wird ruhig weiteres Leid produzieren dürfen sollten.
Dieser Logik schließen wir uns nicht an.
[Du denkst dir eine Logik aus, unterstellst sie _MIR_, um dich der Logik dann nicht anzuschließen. Du bist leider nicht der erste Verganer, der nach dieser fragwürdigen Methodik vorgeht, das Motto ist scheinbar: "Wer Fragen stellt, dem antworte ich nicht, der ist nämlich bestimmt der Feind, den beschuldige ich lieber."?
Du tust der veganen Sache damit keinen gefallen, oder WOLLT/MÜSST man als Veganer so sein?]

Vegan lebende Menschen tun wenigstens etwas für eine weniger leidvolle Welt, [das tun andere auch, Veganer sind nicht die einzigen]
indem sie ihr Leben wirklich umstellen und damit einem Lebenswandel nachgehen, der nach allen Untersuchungen bei weitem ökologisch verträglicher ist als der Lebenswandel der fleischessenden Menschen [Merkst Du das gar nicht? Du scherst _alle_ über einen Kamm, damit es ins Feindbild passt...]
Wobei Ernährung ein deutlich wichtigeres Faktor für den Umweltschutz ist als der Verkehr,
was aber nicht bedeutet, dass vegan lebende Menschen nicht ebenfalls in allen anderen Bereichen auf Nachhaltigkeit, Mitmenschlichkeit und Respekt vor dem Leben achten sollten. "
[Dass gerade Du jetzt mit deiner pauschalen Feindbildprojektionen die "Mitmenschlichkeit" erwähnst, finde ich echt erstaunlich.
Zum Abschluss, (bei deiner Feindbildprojektion hast du es vermutlich nicht gemerkt): Ich habe die Gesamtheit der Veganer in diesem Text mit keinem Wort kritisiert.]

Kommentar von Stefan |

Und wieder einmal ...
Leute wie blacksheep oder Alex begreifen es nicht.
Zeile um Zeile an Spitzfindigkeiten und abgehoben-philosophischem Klein-Klein.
Was gibt es denn überhaupt über Logik und Details zu argumentieren ...
Tiere werden zerrissen und gefressen, in Tierversuchslabors totgequält und als "Nutztiere" in Milch- und Eiproduktion zu einem grausig kurzen Leben und furchtbaren Bedingungen verurteilt. Das ist Fakt. Das leugnet doch heute KEINER mehr.
Aber nicht doch "denn da gibt es ja vielleicht so einen Bauernhof, da ist das nämlich total anders und da werden die Tiere nach einem glücklichen Leben vom Schamanenpriester gesegnet und dann totgestreichelt ... und ich beziehe 100% meiner tierischen Lebensmittel daher. Ehrlich. Wirklich. Bin da total korrekt. Was - die Salami auf der Supermarktpizza? Öööh ... ach komm, die zählt doch gar nicht!"
Ich bin nun 13 Jahre Vegetarier, davon die letzten 4 Jahre Veganer. Anfangs habe ich auch noch Gebetsmühlenartig an die Vernunft oder ans Herz appeliert. Vergebens. Außer *philosophische Erklärung, warum Veganismus total sinnlos ist* oder "Ich hau mir jetzt erstmal ein Schnitzel in die Pfanne (Häme-Häme-Ällabätsch)" kam nie was zurück.

Und, Alex, blacksheep und Konsorten:
Ich sag euch mal was über "die Bewegung der Nicht-Veganer".
Ihr seid es, die das Diskutieren anfangen. Mit dem immergleichen, gedanklich bequemen Schmu.
Ihr seid es, die sich mit unendlicher Mühsal immer neue, absurde Bandwurmgedanken aus dem Hirn drücken, mit denen sie ihr Unrecht verteidigen.
Und DAS nervt. Da sind mit tatsächlich die ganzen Carnivoren lieber, die sagen: "Ich ess Tiere. Die leiden da. Ist mir aber scheissegal."
Die lassen wenigstens diese pseudo-intellektuelle Überlegenheit bleiben. (hui, ich zerpflück mal eure blöden veganen "Argumente" *höhö* in Klammern dahinter ...).
Lebt vegan oder lasst es bleiben. Aber verschwendet keine Zeit mit so realitätsfernen Rechtfertigungsversuchen.

Kommentar von alex |

Stefan, mit keinem Wort habe ich hier irgendein Unrecht verteidigt (lies nach!). Ich fasse mal zusammen: Die Frage, ob ein vegan lebender Mensch ein Tier töten würde, um dessen Leid zu beenden hältst Du nicht für grundsätzlich, sondern für "abgehoben-philosophisches Klein-Klein". Ich sehe das anders, denn es hat etwas mit persönlicher Verantwortung zu tun (Meine Hochachtung vor jedem Veganer, der hier ein konkretes Leid aktiv beenden würde! Trotz des Tötens hätte er Herz gezeigt, auch wenn er dann von anderen Veganern angefeindet werden sollte!).
Und weil ich gewagt habe, so eine Frage zu stellen, werde ich gleich zum Mitglied der "Bewegung der Nicht-Veganer" erklärt.
Stefan, wenn Du so in Deiner Umgebung mit Neugierigen umgehst, tust du weder Dir noch anderen Veganern einen Gefallen.
DU bist einer derjenigen, die andere mit ihren gebetsmühlenartigen, immer gleichen Phrasen Interessierte abschrecken, ohne dich darum zu kümmern, was die eigentlich wissen wollen. Einmal gefragt...und schon ist man bei Dir in der bösen, antiveganen Schublade. Traurig.

Kommentar von blacksheep |

"Ihr seid es, die das Diskutieren anfangen."
Dann hast du noch nie erlebt, wie Veganer über fremde Facebook-Seiten herfallen und anderen ungefragt ihre Meinung aufdrücken. Nur so wurde ich überhaupt auf diese Bewegung aufmerksam. Andernfalls wäre sie mir auch völlig egal.

Kommentar von blaine_rose |

Ein Löwe kann es sich nicht aussuchen ob er Fleisch frisst. Warum nicht? Ein Hund kann sich das auch nicht aussuchen, aber da er von Menschen eine vegane Ernährung bekommt kann er es? In meinen Augen nicht. Ihm wird ja gar keine Wahl gelassen. Und wenn Forschungen zeigen, dass das Leben des Hundes dadurch sogar besser verläuft, warum macht man denn nicht die gleichen Forschungen mit anderen Tieren? Es kann mir keiner sagen, dass man von Anfang an wusste, dass ein Hund auch vegan Leben kann. Vielleicht ist der Hund damit auch gar nicht erfüllt? Immerhin zeigt er ja mehr tierisches Verhalten als der Mensch und hat dadurch auch mehr Triebe.
Ein Löwe kann es sich nicht aussuchen, ob er Fleisch frisst. Nee kann er auch nicht, er bekommt ja auch keine Zusatzstoffe ;)

Kommentar von Team Vegan.eu |

@ Blaine-Rose

Wir meinten hier nicht die Ernährung von Tieren, die durch den Menschen gehalten werden, sondern wir bezogen uns auf das in der freien Natur lebende Raubtier. Anders als der Mensch hat dieses nicht die Entscheidungsfreiheit, nicht zu töten.

Es ist völlig richtig, dass dem als Haustrier gehaltenen Hund das Futter durch den Menschen gegeben wird, ob er konventionelles Hundefutter oder veganes Hundefutter erhält. Es ist ebenfalls richtig, dass grundsätzlich die Haustierhaltung kritisch zu diskutieren ist, allerdings war dies nicht das Thema dieses Artikels.

Kommentar von Nicca33 |

Ich kann verstehen warum sich jemand entscheidet vegan zu leben und es ist ja auch leicht dies in einer westlichen Gesellschaft zu tun. Ich weiß, das es auch nicht-westliche Gesellschaften gibt die sich vegan ernähren. Was mich interessiert ist, wie die fleischliche Ernährung der Inuit oder den Massai gesehen wird. Völker wie diese können doch nicht vegan leben auf Grund der Lebensumstände oder seht ihr das anders?

Kommentar von Team Vegan.eu |

@ Nicca

Wir sehen es nicht so, dass Menschen, die zu den Massai oder Inuit gehören, nicht vegan leben können. Es sind Menschen genau wie wir.

Ein Inuit oder Massai hat genau so das Recht, sich zu entscheiden, vegan zu leben. Es gibt kein Gesetz, was ihnen verbietet, sich ebenso zu verändern wie alles  sich verändert. Wir kommen ja selbst aus einer fleischessenden Kultur und dennoch können sich Einzelne verändern.

Nebenbei: Meinst du denn die Inuit oder Massai Gesellschaften von früher oder meinst du die heutigen Menschen? Das macht einen Unterschied. Denn wir lesen z.B. bei Wikipedia bezüglich der Inuit: "Moderne Technik trat in kürzester Zeit an die Stelle der seit Jahrhunderten überlieferten Methoden, das tägliche Leben zu meistern: Schusswaffen ersetzten die Lanzen und Harpunen; Schneemobile und Quads traten zunehmend an die Stelle von Hundegespannen. Vor allem aber erfolgt nunmehr die tägliche Versorgung über die Anlieferung von käuflichen Lebensmitteln und Konsumartikeln anstelle der Selbstversorgung durch Jagdbeute."

Wir sehen keinen Grund, warum irgendein Volk oder Mensch der Welt verpflichtet werden sollte, unverändert zu bleiben oder Tiere zu essen. Wir treten dafür ein, dass Menschen vegan leben und werben dafür, dabei machen wir keinen Unterschied zwischen den Menschen, dass wir behaupten würden nur wir oder Volk A oder B dürfe/könne vegan leben, nicht aber Volk C.

Es gibt hier nach unserer Einschätzung zwei Fehler: Ein Fehler ist es, zu meinen, man gehöre einer überlegenen Kultur an und auf die anderen herab zu sehen. Der zweite Fehler ist es, andere Kulturen zu verklären und den dortigen Menschen das Recht abzusprechen, sich zu verändern. Die Inuit und Massai konsumieren ebenso wie wir traditionell Tierprodukte. Ihre individuellen Mitglieder können sich genau so wie wir entscheiden, keine Tiere konsumieren zu wollen.

Es gibt also keine vegane Meinung zu den Massai oder den Inuit, ebenso wenig wie es eine vegane Meinung zu den Deutschen oder Franzosen gibt. Letztlich sind wir alle gleich.

Kommentar von Jennifer |

Hier wird mal wieder deutlich, dass man als Veganer/Vegetarier nicht mit einem überzeugten Fleischesser diskutieren brauch!
Vllt würden einige ihre Meinung über Fleisch ändern, wenn sie selbst ein Tier schlachten müssten. Und ich wette, das würden die wenigsten hinbekommen. Das Stück totes Tier, was bei einem auf dem Teller liegt, ist ja auch FREMD...... Ich bin froh, das ich Veganerin bin :-)

Kommentar von Sammy |

Es ist immer wieder belustigend, wie Menschen die Fleisch gerne konsumieren, argumentieren. Erinnert mich immer an das Verhalten meines 5-jährigen Neffen, wenn er seinen Willen nicht durchsetzen kann. Dann werden die absurdesten Argumente hervor gebracht.
Lasst Euch nicht ärgern, es gibt so viele Fleischesser die hier nicht mit Verstand lesen, sondern nur provozieren wollen. Warum? Keiner weiß es genau. Ich denke mal, dass sie die Gründe des Veganismus verstehen und sich selbst ertappt fühlen. Um das schlechte Gefühl loszuwerden lassen sie hier reichlich dampf ab und fühlen sich besser. Ich würde einfach nicht auf solche Menschen reagieren. Nie im Leben werden sie sich auf richtige Diskussionen einlassen. Unnötige Zeitverschwendung. Seht es wie eine Schuppe im Strumpfbein, irgendwann fällt sie raus, ganz unbemerkt. Liebe Grüße

Kommentar von Johs |

"Lass sie tun und reden so wie immer.
Kommt Verdruss, wirds nur noch schlimmer."

Vielen Dank für deinen Beitrag, Sammy.

Liebe Grüße
Johs

Kommentar von Monika |

@ Sammy
Das verhalten der Fleischesser das Du ansprichst, wird von der Psychologie als Karnismus bezeichnet. Das schlechte Gewissen der Fleischesser. Deswegen oft auch das gereizte oder agressive Verhalten Veganern gegenüber.

Kommentar von ag |

Liebe Veganer
Ich habe mit Interesse diese Seite und einen Teil der Kommentare gelesen. In den letzten Wochen gerät man (resp. ich) ja des Öfteren in solche Diskussionen, ob sie im Fernsehen, Radio oder im Web stattfinden.
Ich akzeptiere, dass Veganer so leben wie sie leben und verstehe, dass sie ihre Lebensweise mit vollster Überzeugung nach außen meinen verteidigen zu müssen. Damit ist aber, alleine dadurch dass diese Thematik insbesondere im Netz sich exponentiell auszubreiten scheint, gleichzeitig ein Versuch der Missionierung der Veganer gegenüber allen anderen – also sowohl den sich vegetarisch oder omnivor ernährenden Menschen – zu konstatieren.
Wenn die Veganer gegen – ich habe hier keine Lust zu zitieren, siehe oben – sich (vorwiegend) omnivor, aber auch vegetarisch ernährenden Menschen missionarisch zu Felde ziehen, dann wird hier offensichtlich, dass es ihnen (also Euch) nicht in erster Linie darum geht, die Welt grundsätzlich besser zu gestalten.
Leider (und das mit bewusster Formulierung) habe ich im weiteren Bekanntenkreis auch derartige Missionare. Also; wenn ihr etwas gegen die „furchtbaren Bedingungen“ und das „Morden von Tieren“ tun wollt, dann fangt wirklich bei Euch selbst an. Ihr fahrt Auto, fliegt mit dem Flugzeug in Urlaub, baut Euch ein Haus auf der grünen Wiese und pflanzt nicht-einheimische Ziersträucher u.s.w.
Ich muss hier nicht erläutern, worauf diese Feststellung hinaus läuft. Demagogen gibt es in unserer Welt schon zur Genüge. Schaut Euch in Eurem Umkreis die Menschen an. Politiker, Banker, Versicherungsaußendienstler, Autoverkäufer, Unternehmensberater, Immobilienmakler – die Reihe lässt sich beliebig erweitern. Oder Ihr seid selbst in einem dieser Berufe tätig.
Um zu meiner Anschauung vegan, vegetarisch oder omnivor auch Stellung zu nehmen. Ich halte es mit der Argumentation von Wissenschaftlern, die diese Ernährungsdiskussion versuchen, auf sachliche und NUR auf sachliche Argumente zu stellen. Meine Frau und ich ernähren uns auf die herkömmliche Art und Weise. Dazu gehören Fleisch, Wurst oder Käse genauso wie Obst sowie Gemüse. Wir haben unsere Kaufentscheidungen verstärkt auf lokale Händler und Bauern ausgerichtet. Und wir leben gesund, weil wir in unserer Lebensweise das Wort Ausgewogenheit in unserer Handlungsweise einbezogen haben. Allerdings sind wir auch ein wenig im Vorteil; unser Garten ist groß genug, um Obst anzubauen. Gemüse gibt’s billiger im Markt.
Da draußen in der Welt gibt es aber auch sehr viele Menschen, die sich nicht aussuchen können, mal beim Bio-Bauern zu kaufen oder sich sogar vegan zu ernähren. Also hört auf mit Eurer Selbstherrlichkeit und fangt an, da zu handeln zu argumentieren, wo es Sinn macht. NICHT HIER IM NETZ!!!
Wir alle werden nicht ändern können, dass die Fleischindustrie sich auf Einhaltung moralischer Regeln der Tierhaltung besinnt. Und Ihr auch nicht. Ansonsten versucht doch mal solche Industriekomplexe zu besetzen und zu bestreiken. Die Frage der unmoralischen Tierhaltung wird sich erst ändern können, wenn wir es schaffen, allen Menschen weltweit zu ermöglichen, zu leben und nicht nur zu existieren und zu hungern. Fangt in Eurer Nachbarschaft an. Dort findet Ihr genügend Menschen, die froh sind, sich wenigstens noch Brot und Margarine kaufen zu können.

Kommentar von Richard |

Veganer leben meist in Städten - ja, sie sind meist sogar überzeugte Städter - und haben längst keinen echten Bezug zu Tieren und der Umwelt; beides kennen sie vor allem nur aus dem Fernsehen und dem Internet.

Dass es keine "glücklichen Hühner" gibt ist Unsinn - ich halte mir selbst 8 Stück und den Tieren geht es gut. Bei mir werden keine Kücken "zermanscht" und alte Hühner die keine Eier mehr legen, landen auch nicht im Kochtopf.
Auf Fleisch verzichte ich nicht völlig, beschränke mich hierbei aber auf Fisch der einheimischen Seen und vor allem auf Wild. Letzteres muss aus Gründen des Erhalts der Wälder ohnehin geschossen werden (siehe den überhand nehmenden Bestand an Wildschweinen). Außerdem hatte es ein schönes Leben in der freien Natur und bei der Jagd besteht die Chance, im Gegensatz zum Schlachthof, zu entwischen (was ihm oft genug gelingt). Sein Schicksal ist demnach nicht völlig vorbestimmt.

Soja, der Veganer liebster Ersatz für alles mögliche, steht schon seit geraumer Zeit im dringenden Verdacht krebserregend zu sein - vor allem wenn man es regelmäßig über längere Zeiträume zu sich nimmt.
Außerdem werden für Soja-Monokulturen riesige Flächen an Regenwald abgeholzt.

Veganismus ist zwar gut gemeint, aber nicht zu Ende gedacht.

Liebe Grüße,
Richard

Kommentar von Team Vegan.eu |

1. Soja steht nicht im Verdacht, Krebs zu erzeugen. Keine einzige Studie legt dies nahe. Viele Studien zeigen aber, dass es u.a. auch vor Krebs schützt. Siehe hier: http://www.vegan.eu/index.php/meldung-komplett/items/spja-gesundheit.html

2. Es gibt keine Statistik, die zeigen würde, dass Ceganer vorwiegend in Städten leben. Es sind uns in ländlichen Regionen und in Städten lebende Veganer bekannt. Wir können da keinen Verteilungsunterschied erkennen.

3. Du verwechselst Beziehung mit Ausbeutung. Wer meint, Tiere nutzen zu können, hat eine Ausbeutungs-Beziehung zum Tier.

4. Deine Hühner sind nicht glücklich. Wie wurden sie denn aus dem Ei gezogen? Wpher hast du sie bekommen? WIe alt werden sie werden?

Kommentar von Team Vegan.eu |

5. Derbeste Schutzt gegen Regenwaldabholzung ist Sojakonsum! Mehr als 90% des Soja wird an Nutztiere verfüttert. Nur deshalb gibt es die Monokulturen. Weniger als 2% des Soja werden direkt durch den Menschen konsumiert. So werden enorme Sojaengen durch die tier-, uwelt- und menschzerstörende Nutztierhaltung verschwendet!

Nicht Veganer, sondern du hast nicht zu Ende gedacht. Veganer haben sich in aller Regel genau mit diesen Fragen auseinandergesetzt, bevor sie Veganer wurden. Aber das kannst du ja noch nachholen und auf unseren Seiten findest du zu nahezu allen Fragen Antworten.

Kommentar von homo_deliberans |

Kein Huhn kann je glücklich sein, weil das bedeuten müsste, dass Hühner zu Propositionen fähig wären. Da Tiere aber keine Teilmengen - geschweige denn Teilmengen die sich selbst enhalten - zu bilden fähig sind, sind sie genaugenommen Welt im dinglichen Sinn und selbst hinter der offenen Struktur von "daseinsmäßig Seiendem" muss ein großes Fragezeichen stehen. In anderen Worten: Auch der Stuhl auf dem ich sitze kann sich nicht dagegen wehren in einem instrumentellen Verhältnis Patiens meiner Handlung zu sein, aber da er kein Lebewesen ist, fällt er im gewohnheitsmäßigen Hantieren mit Begriffen nicht auf: Vulgo kein Mensch käme auf die Idee, die kategorische Trennung von Möbel und Mensch auf Möbel in Frage zu stellen. Die merkmalssemantische Ordnung nach Ähnlichkeiten, welche wir im Alltag mit großem Erfolg nutzen, macht eine Handlung ächtbar, so sie eine unerwünschte pädagogische Folge - Siehe Analogie: Fliege die Beine ausreissen bei Adorno - dabei darf allerdings nicht unter den Tisch fallen, dass die ethische Zielkategorie eine menschliche, vom Menschen und für den Menschen allein ist. So werden Tiere nicht anders "ausgebeutet" als alle anderen Inhalte von Welt zu denen der Mensch in einem instrumentellen Verhältnis steht, für den allein nur je gelten kann, dass er sich selbst zum Zweck haben möge. In anderen Worten: Alle Verwendung ethischen Vokabulars die Tiere als Argument ins Prädikat zieht ist Ideologie im Sinne der kritischen Schule: Nachweislich falsches Bewusstsein. Nun könnte man ja sagen: "Ääh... und? Selbst wenn Tierethik ein Oxymoron ist und jeder seiner Vertreter im geisteswissenschaftlichen Diskurs nicht mehr ernst genommen würde (Was ich übrigens nicht gutheißen möchte; Die Diskussion über Utopien ist mit Foucaults "Andere Räume" noch lange nicht zu Ende, Wenngleich jede einmal als Ideologie erkannte Teleologie dystopisches Potenzial birgt), wo liegt denn das Problem? Und warum muss ich mir, wo es doch um Sojaplantagen ging, Kants GMS, oder Heideggers Erkenntnisse zur Weltoffenheit an den Kopf werfen lassen?!?" Weil jede Askeselogik als Ausdruck und schließlich Ausgangspunkt pastoraler Macht, ebenso gefährliche Folgen zu zeitigen im Stande ist, wie das derzeitige ökonomische Gebahren des Menschen. Um dem bereits vernehmlichen kakophonen Gebläse angemessen zu begegnen: Ich habe diesen Kommentar einzig und allein als Anstoß zu breiterer Lektüre und Reflektion verfasst, mitnichten aber um eine unbegründete Provokation darzustellen. Sie erreichen ein zunehmend breiter werdendes Publikum und wirken mit an der Formation des Diskurses an dem sie teilnehmen. Daraus erwächst eine Verantwortung, die weit über das Verfolgen ihrer partikulären Interessen hinausgeht und eine öffentlich ausgestaltete Diskussion bedingt welche in noch weit tieferem Maße die theoretischen Grundlagen ihres Anliegens reflektieren muss. Ein Beispiel: Ich gehe davon aus, dass ihnen die Abgründe, in die der Pathozentrismus führen kann - also die Beurteilung des Wertes einer Handlung nach seiner Folge, genauer dem Ausbleiben von Leid - bekannt sind. Dennoch: wo wird das thematisiert auf ihrer Seite? Anders als in einem totalen Abwehrreflex freue ich mich zu sehen, dass so viele Menschen (Diejenigen für die diskursiv Leistung/Almased-Fett-weg-Reklame/Neoliberalismus/Selbstoptimierung und der idiotische Fehlschluss das Gesundheit etwas im moralischen Sinne gutes wäre ein und dasselbe darstellt einmal ausgenommen) sich hinsetzen und darüber nachdenken wie sie sich und die sie umgebende und betreffende Welt verbessern können. Leider ist aber auch zu beobachten, dass viele dann ihren Weg hier hin führt und nicht in etwa in eine Bibliothek; Von den philosophischen Seminaren an den Universitäten unseren Staates ganz zu schweigen. Für viele Menschen, die in einem Prozess intensiver Beschäftigung mit sich und der Welt inbegriffen sind, stellen Sie einen Anlaufpunkt als ein Ungefähr der moralischen Willensbildung dar. Daher der folgende Appell: Nehmen sie diesen Menschen nicht mit ihren Antworten vorschnell das Fragen und schon gar nicht sich selbst. So. Das war jetzt ein hübsch polemischer Schluss. Ihnen noch ein schönes Wochenende, wünscht

homo_deliberans

Kommentar von Cati |

@ag
Es ist ja schon mal ein Anfang , wenn man in eine Diskussion gerät , entweder man hält sich heraus oder man diskutiert mit , weil man sich Gedanken macht . So fing es bei vielen Vegetariern und Veganern auch an . Warum wir hier im Netz nicht diskutieren sollten kann ich nicht ganz einordnen , erkläre es uns . Aber wie gesagt manche Kommentare der Omnivoren hören sich an wie ein Gedicht zu Omas Geburtstag . Sie plappern dahin wie auswendig gelernt , wie , " wir essen ja schon immer Fleisch und Leberwurst " auch du hast den gesamten Sinn Veganismus nicht verstanden . Ich sag's dir hiermit nochmal , es geht nicht nur um die Wurscht . Um es nochmal zu sagen , Veganer gibts nicht nur hier , sondern inzwischen Weltweit . Veganer sind auch nicht die besseren Menschen , nein , aber die klügeren denn sie sind schon ein Stück weiter als jene die sich am Planeten an etwas bedienen was schon garnicht mehr vorhanden ist , wenn nicht von Menschhand unnatürlich angelegt . Ich zum Beispiel erkläre Kindern , Jugendlichen , Studenten und alle die es wollen , dass wir auf dieser Erde alle Leben wollen , egal ob Mensch oder Tier . Das wir hier nicht nur Rechte haben , sondern auch Pflichten . Wir haben als hochentwickelte Wesen (normalerweise mit Verstand) kein Recht ein Tier oder einen Menschen zu töten . Weder als Schlachter ein Tier , oder ein Arzt einen Menschen (zum Beispiel Abtreibung) nimm dir Zeit und denke mal darüber nach . Die meisten M. duseln in den Tag hinein , finden sich selber sehr wichtig und sind doch nur eine Winzigkeit , auch du . Wenn du dir hier schon das Recht herausnimmst Mitmenschen in ihren Position ,die sie sich erarbeitet haben,herunterzuziehen um nicht gleich zu sagen , beleidigst , dann mußt du auch die anderen benennen die sich keineswegs Gedanken machen, noch nichtmal den Willen zeigen . (Es klingt so bis'chen nach Neid)
" Schau dich um in deinem Umkreis"z.Bspl. Schulverweigerer , Schulabrecher,Sozialbetrüger, Bildungsunwillige ,Arbeitsverweigerer-Scheinkranke(zu faul zu arbeiten) Sozialschmarotzer, Wohlstanskranke, Fettleibige im Vormarsch .Die Reihe lässt sich noch lange erweitern. Oder bist du auch einer davon ? Ich glaube was du und deine Frau täglich isst , möchte hier gar keiner wissen , diese Argumente klingen sehr abgestanden . Auf herkömmliche Weise leben klingt danach wie Oma und Opa leben müßten weil sie nichts anderes hatten . Du hast recht , Veganer haben sogar eigene Gärten wie ich und meine große Familie (ohne Düngerkram) wir lassen nicht nur das Obst wachsen , nein wir bauen auch Gemüse an , macht halt ein bis'chen Arbeit , aber immernoch besser als im Laden gekauft . Aber wie du schon schreibst , es gibt auch Menschen die sich kein Gemüse beim Biobauern leisten können . Es gibt aber auch Menschen die sich keinen Flachbildschirm und kein Superhandy leisten können , es aber trotzdem tun und sie dann nichts gescheites zum essen haben . Dieses Gejammer ist hausgemacht und dafür gibts leider kein Verständnis .Heute kann man überall leckeres , frisches Gemüse kaufen sogar im Supermarkt und wer nicht mal ein einfaches Gericht kochen kann weil er nur vor der klotze herumhängt und jammert, die anderen sind Schuld , dem ist dann auch nicht zu helfen . Du hast auch schon richtig erkannt dass es nicht allen so gut geht . Dann informiere dich bitte richtig bevor du hier loswetterst oder schwimm weiter mit in der zurückgebliebenen , fettigen Masse . Lass dir durch den Kopf gehen wie viele Kinder in der Welt TÄGLICH verhungern nur wegen dir und deinen Mitomnivoren . Wenn du darüber Informierst und besser Bescheid weist , kannst du mitreden und wirst den Veganismus auch etwas verstehen .

Kommentar von Sarah |

Also diese Sache mit dem Welthunger. Menschen hungerten schon vor Industrialisierung des fleischkonsums. Wer sagt denn dass die Ressourcen die gespart werden wenn wir alle vegan leben der "3. Welt" zu gute kommen würde? Btw ich bin von da und da essen Leute auch Fleisch wenn sie die Möglichkeit haben.

Kommentar von Verdammte_Axt |

Veganer sind Barbaren. Sie essen Lebewesen (= Pflanzen), die zum Teil nur zu diesem Zwecke angebaut und geerntet werden. Frutarier 4ever.

Kommentar von Lona |

Eigentlich möchte ich nur ganz kurz meine Meinung zu dem Artikel schreiben :)
An sich mag ich den Artikel. Wirklich. Er erklärt die Motivation von Veganern und einige der Gedankengänge dahinter.

Leider wirkt er trotzdem etwas manipulativ. Zum einen stimmt es leider nicht, dass ausschließlich Pflanzenkulturen "für die Umwelt am besten" wären. Da Anbau nur in Monokulturen möglich ist - anders müsste man manuell ernten, was bei den benötigten Mengen einfach nicht drin ist -, schadet auch der Pflanzenanbau der Umwelt. Die natürliche Artenvielfalt wird enorm reduziert, was zum einen den Boden beeinträchtigt, zum andern zum Aussterben natürlicher Wiesenvielfalt und auch der darauf lebenden Tiere (hauptsächlich Insekten) führt.
Damit will ich gar nicht sagen, dass vegan leben schlecht ist und Gemüse essen auch. Natürlich nicht. Mir ist durchaus klar, dass es a) vom Energie- und Ressourcenaufwand als auch b) ethisch deutliche Vorteile hat.
Nur sollte man nicht schwarzweiß malen. Tierhaltung HAT Vorteile für unsere Natur. Sie sollte nur nicht so aussehen, dass die Tiere ausschließlich für ihren "Konsumnutzen" gehalten werden. Schafhaltung beispielsweise kann durchaus zum Erhalt und zur Förderung natürlicher Wiesenlandschaften beitragen. Wenn die Herde klein gehalten und die Schur tierschonend durchgeführt wird, kann so Tierhaltung landschaftsfördernd, artgerecht und ohne wirtschaftlichen Verlust durchgeführt werden. Das sollte mehr gefördert werden. Es kann gerade bei Dreifelderwirtschaft oder Heuproduktion sehr sinnvoll sein.
Das ist nur ein Beispiel, das zeigen soll, dass Nutztierhaltung nicht automatisch "böse" oder "schlecht" ist.

Dann stößt mir auch diese Behauptung von wegen "vegan sei gesünder" auf. Das ist der Idealfall. Leider ist es aber auch oft so, dass Leute ohne sich richtig zu informieren vegan leben möchten. Das kann sehr ungesund sein. Ich will weiß Gott nicht behaupten, dass jeder Veganer keinen Schimmer davon hat, was er tut. Ich will nur andeuten, dass nicht JEDER davon einen Schimmer hat. Leider sind heutzutage viele Menschen etwas lesefaul und halten es nicht für nötig, sich komplett und ausgiebig mit etwas zu beschäftigen, um es verstehen zu können. Das trifft sowohl auf manchen Veganer als auch auf manchen nicht-Veganer zu.

Selbiges zur Behauptung "Veganer verurteilen keine Nicht-Veganer".
Es ist schön, wenn das nicht auf den Autoren dieses Artikels zutrifft, aber er kann nicht in die Köpfe aller Veganer schauen. In jeder Überzeugungsgemeinschaft gibt es verschiedene Ansichten. Genauso wenig wie man pauschal behaupten kann "Mädchen mögen rosa" kann man behaupten "kein einziger Veganer verurteilt Andersesser". Und leider ist diese Behauptung auch falsch. Ich habe schon oft sowohl auf Foren als auch "in echt" erleben müssen, wie Veganer andersessende Menschen ziemlich angingen, von oben herab behandelten, als primitiv bezeichneten usw.
Sicher tun das nicht alle Veganer, ich denke mal, das ist nur eine ziemlich kleine, aber eben manchmal ziemlich laute Minderheit, aber es gibt sie nun mal. Was schade ist, weil sie das "Vegane Image" leider doch ein wenig mit dem Etikett der fanatischen Spinner behaften, mit denen man nicht reden kann, was die vegane Lebensweise nicht verdient hat.

Und zu guter Letzt: die Aufgabe von Tierhaltung würde also den Welthunger beenden oder zumindest einen wichtigen Schritt in diese Richtung bringen.
Auch das kann man pauschal nicht so behaupten. Tiere kann man in vielen Gegenden halten (Wüstenränder, Steppe, Hochgebirge), in denen gar keine Landwirtschaft möglich wäre. Durch Tierhaltung kann also Nutzgebiet dazugewonnen werden.
Ja, das beinhaltet dann wohl auch das Melken, die Zucht und auch die Schlachtung, die von Veganern abgelehnt wird. Trotzdem ist die Behauptung per se erst mal nicht ganz richtig.
Wenn überhaupt müsste es heißen "die Nutztierhaltung auf landwirtschaftlich ebenso nutzbaren Flächen" sei unökologisch.

Also... an sich mag ich die vegane Idee, aber es wird mir doch leider auch zu oft pauschalisiert... :(

Zu guter Letzt noch ein kleiner Gedanke: auch Landwirtschaft läuft nicht ohne Tierleid und Tiertötung ab. Die Behauptung "für mein Essen sind keine Tiere gestorben" ist falsch. Durch Pestizide werden massenweise Insekten getötet, nicht nur Schädlinge, sondern alles, was eben das Pech hatte, übers Feld zu flügeln oder kriechen, als man spritzte. Ja, durch Öko-Gemüse kann man das vermeiden, aber ich glaube keine Sekunde, dass jeder Veganer ausschließlich Ökoprodukte kauft. Für die wenigsten wäre das finanzierbar, auch wenn es sicher wünschenswert ist.
Durch Mähdrescher und Traktoren sterben unzählige Mäuse, Ratten, Kaninchen, Igel, Rehe, selbst Katzen usw usf. Das lässt sich leider nicht vermeiden, denn viele Tiere lassen sich nicht mal aus den Feldern scheuchen, wenn man es versucht, sondern verstecken sich lieber oder verfallen in Angststarre.
Übrig bleiben gerne auch mal Mäusebaue, bei denen das Muttertier von einem landwirtschaftlichen Gerät getötet wurde und deren Kinder nun verhungern müssen.
Wildschweine und Füchse, die in Feldern leben, werden per Treibjagd zu fangen versucht, Raubvögeln wird durch hochstehende Monokulturen und Ausrottung der natürlichen Mischwiesenflächen die Jagd erschwert, so dass auch die teilweise verhungern.

All diese Tiere sind direkt oder indirekt für euer Essen gestorben.

Kommentar von Lona |

Eins möchte ich auch noch sagen. Ich will niemanden hier angreifen. Ich finde die Gedanken hinter der veganen Lebensweise wirklich bewundernswert und toll, und ich will mit keinem Wort diese Lebensweise kritisieren! Bitte zerreißt daher nicht, was ich sage, direkt in der Luft. Ich wollte nur ein paar Gedanken äußern. Die Welt ist nun mal nicht so einfach, wie wir sie gern hätten.

Was ich noch kurz anfügen wollte: ich habe gerade in der Diskussion da oben gelesen und finde es sehr schade, wie da miteinander umgegangen wird :( sobald der Verdacht aufkommt, dass Veganismus kritisiert wird, wird der betreffende User sofort niedergeredet, obwohl es demjenigen um etwas ganz anderes ging.
Fühlt euch doch nicht gleich angegriffen, wenn jemand einen Gedanken zu dem Thema hat, der erst mal vielleicht für euch unpassend oder unangenehm wirkt. Denkt kurz darüber nach, was derjenige gemeint hat, worum es ihm ging. Und dann denkt doch wirklich kurz darüber nach, ob er Recht haben könnte oder ob die Frage vielleicht wirklich interessant ist.

Zum Beispiel diese Frage bezüglich "wenn ich ein sterbendes, leidendes Tier erlösen kann, indem ich töte, ist das rechtfertigbar? Was soll ich tun?"
Ehrlich? Ich wüsste es nicht. Ich war Gott sei Dank nie in der Situation, aber ich stelle mir sowohl das Liegenlassen unerträglich vor - ich käme mir vor, als wäre ich durch meine Untätigkeit verantwortlich für das Leiden des Tieres - aber auch das Töten. Ich wüsste wirklich nicht, was ich machen sollte.

Was denkt ihr denn darüber? Also... ohne Witz, das würde mich wirklich interessieren. Auch weil es mir selber vielleicht helfen würde, darüber nachzudenken - es kann immer passieren, dass man in die Situation kommt. Ich lebe in einer Gegend mit viel Natur, es wundert mich schon fast, dass ich noch nie in der Situation war bei so vielen Tieren hier...

lg

Kommentar von Wilhelm Schon |

Kein Mensch hat das Recht über ein anderes Lebewesen zu verfügen. Tötung zur Nahrungsaufnahme resultiert aus einem niederen Bewußtsein. Es ist lediglich eine Sache von Konditionierung und hat keinerlei Anspruch. Der Gewinn der Fleischlosigkeit erst ist Voraussetzung zur Erreichung einer höheren Dimension.