15-Jähriger aus Arkansas erschoss erst Rehe, dann seine Schwester

15-Jähriger aus Arkansas erschoss erst Rehe, dann seine Schwester

Soeben wurde der 15-jährige Jugendlicher Colton Harvey aus Arkansas zu einer Haftstrafe von 45 Jahren verurteilt, weil er eines morgens aufstand, das Gewehr seines Vaters ergriff und seiner schlafenden 16 jährigen Schwester ins Gesicht schoss. Sie erwachte mit einem Schrei, woraufhin er ihr zwei weitere male in den Kopf schoss, so dass sie verstarb. Von einem Streit zwischen dem Jugendlichen und seiner Schwester ist nichts bekannt. Auch vor Gericht konnte er seine Tat nicht erklären und erklärte lediglich, dass er nicht wisse, warum er es getan habe. Er liebe seine Schwester. Einzige innerfamiliäre Besonderheit in den Tagen zuvor scheint zunäcvhst gewesen zu sein, dass die Eltern des Jugendlichen seinen Kautabakkonsum entdeckt und ihm verboten hatten. Elternhaus, Schule und der Justiz - wie auch wahrscheinlich dem Jugendlichen selbst - bleibt die Tat ein Rätsel.

Ein Teil des Rätsels mag sich jedoch durch die Information lösen, dass der Jugendlich offenbar regelmäßig jagte. Am Tag des Mordes an seiner Schwester war er von seinen Eltern noch aufgeweckt worden, um von dem Dörrfleisch eines Rehes zu essen, welche er das Wochenende zuvor erschossen hatte. Stattdessen ergriff er das väterliche Gewehr, mit dessen Billigung er früher Rehe erschoss, und t6ötete nunmehr ohne Billigung die eigene Schwester.

Es ist unstrittig, dass die große Mehrzahl der Menschen, die Tiere töten, deshalb nicht auch Menschen töten. Dennoch begegnet uns immer wieder ein Zusammenhang zwischen Grausamkeit gegen Tiere und gegen Menschen, den bereits Tolstoi mit dem Satz beschrieb, dass es solange Schlachtfelder geben werde wie es Schlachthöfe gibt.

Zweierlei ist zu vermuten:

1.In der Bereitschaft, ein Tier für das eigenen Vergnügen zu töten oder zu quälen drückt sich eine Gewaltbereitschaft aus, die sich ebenfalls unter besonderen Bedingungen gegen Menschen wenden kann.

2. Gewalt gegen Tiere - im vorliegenden Fall offenbar gelehrt durch die Eltern -führt zu einer Verrohung und inneren Gewaltbereitschaft, die sich bei entsprechenden Gelegenheiten in späterer Gewalttätigkeit gegenüber Menschen zeigen kann.

Der täglichen Gewalt gegen die Tiere steht die tiererechtliche und vegane Forderung gegenüber, Tieren ein Recht auf körperliche Unversehrtheit und Leben zuzusprechen. Würde die Gesellschaft sich hierfür entscheiden, wäre mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Erhöhung der Schwelle für gewalttätige Handlungen die Folge. Profitieren würden hiervon die Tiere ebenso wie die Menschen. Auch der Schwester von Colton Harvey, ihm selbst und seiner Familie wäre ohne seine vorherige Anleitung zur Jagd vermutlich das Unheil erspart geblieben, welches nun über alle von ihnen gekommen ist.

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