Zeit Magazin: Elisabeth Raether plädiert für Fleischkonsum

Zeit Magazin: Elisabeth Raether plädiert für Fleischkonsum

Das Zeit-Magazin hat einen Artikel der Journalistin Elisabeth Raether veröffentlicht, in der diese behauptet, es stimme nicht, dass fleischlose Ernährung besser sei für die Umwelt, die Gesundheit und die Moral. Die Autorin gibt sieben Gründe an, warum sie glaubt, dass Vegetarier und Veganer falsch liegen würden.

Wir stellen sachliche Fehler richtig und zeigen die Fragwürdigkeit der moralischen Annahmen auf. Dazu zitieren wir die sieben Annahmen von Elisabeth Raether und nehmen zu jeder Annahme jeweils Stellung:

"1. Die Annahme: Man darf Tiere nicht töten, nur weil sie Tiere sind.Das ist eine Meinung, eine völlig legitime Meinung, aber keine, die auf Fakten beruht. Es gibt wenige Untersuchungen und wenige empirische Ergebnisse zur Gefühlswelt von Tieren. Was der Tod für ein Tier bedeutet – darüber gehen die Auffassungen auch unter den Tierethikern weit auseinander. Es gibt durchaus einige, die sagen: Man darf Tiere essen, sofern sie getötet wurden, ohne gelitten zu haben."

Es ist korrekt, dass die vegane Position, dass Tiere außerhalb von Notwehrsituationen nicht getötet werden sollten, eine moralische Position ist, die sich durch wissenschaftliche Fakten nicht belegen lässt. Welche Vorstellungen einzelne Tiere über den Tod haben mögen, spielt für diese moralische Position keine Rolle. Sicher ist, dass Tiere um ihr Leben kämpfen und all diejenigen Verhaltensweisen von Flucht und Zur-Wehr-Setzung zeigen, die auch Menschen zeigen, wenn ihr Leben bedroht wird. Dies wurde nicht nur vielfach in der Natur beobachtet, sondern es wurde leider auch in zahleichen unnötigen und grausamen psychologischen Experimenten erforscht. Menschen und Tiere zeigen parallele Reaktionen bei der Bedrohung ihres Lebens.

Elisabeth Raether spricht von einem Tod ohne Leid. Ein eben solcher Tod ist aber für die Fleischgewinnung nicht möglich. So hat die Fleischwirtschaft selbst aufgezeigt, dass eine sichere Betäubung eines jeden Einzeltieres nicht gewährleistet werden kann (siehe hier). Dort, wo Betäubungsmethoden versagen, sterben die Tiere unter Qualen, im Fall der Elektrobetäubung in einem Immobilisationszustand, der ihnen jede Bewegung verwehrt, während sie bei vollem Bewusstsein aufgeschnitten werden. Wenn wir Fleisch essen, werden selbst bei strengen Betäubungsmaßgaben immer einzelne Tiere unter schrecklichen Qualen sterben. Nieman kann dies verhindern, wenn wir fortfahren wollen, Fleisch zu essen.

Ob konventionell oder Bio-Nutztierhaltung, am Ende steht die Schlachtung und diese bedeutet Tierleid (siehe auch hier einen Link zu einer Video-Aufnahme einer Schlachtung von Bioland-Tieren).

Aber nicht nur die Schlachtung ist leidbesetzt. Denn Tiere gehen nicht selbstständig zur Schlachtung, sondern sie müssen dorthin gebracht oder getrieben werden. Sie zeigen dabei alle Anzeichen von Stress und Angst. Selbst ein kurzer Transportweg bleibt ein Transportweg. Aber auch die Tiere direkt auf der Weide zu erschießen, ist keine Lösung. Nicht nur wäre dies im großen Stil nicht praktikabel und würde zudem zu einer sozial unerwünschten weiteren Verbreitung von Schusswaffen führen, sondern jeder menschliche Fehler, jeder nicht präzise Schuss, kann zu großen Qualen führen (siehe Argumentation hier).

Hinzu kommt, dass die Tiere durch die Nutztierhaltung in ihrem natürlichen Verhalten reglementiert und eingeschränkt werden. „Artgerecht ist nur die Freiheit“, diese einfache Sachlage blendet Elisabeth Raether aus ihren Überlegungen komplett aus.

"2. Die Annahme: Den Nutztieren in deutschen Ställen geht es nicht gut. Wenn ich auf Fleisch verzichte, ist das ein Boykott.Die Wirklichkeit: Eine Geste. Verständlich. Und sehr praktisch für den Bundeslandwirtschaftsminister. Zusammen mit Veganern und Vegetariern schiebt er die Schuld für die Tiermisere dem verfressenen Verbraucher in die Schuhe. Das bewahrt ihn davor, sich mit der milliardenschweren Lebensmittelindustrie über den absurd niedrigen Fleischpreis in diesem Land auseinanderzusetzen."

Alle Änderungen im Konsumverhalten - wie auch jede Form des friedlichen Protestes - ist zunächst eine „Geste“, die aber langfristig Veränderungsprozesse anregen kann. Wer auf die „Geste“ von vornherein verzichtet, trägt dazu bei, dass alles so bleibt wie es ist. Je mehr Menschen beginnen, vegan zu leben, desto stärker wird ihre Lebensweise den gesellschaftlichen Wert einer Geste überschreiten und zu einer messbaren Reduktion des Tierleides, einem Schutz der ökologischem Ressourcen und einer Verbesserung der weltweiten Ernährungssicherheit führen.

Elisabeth Raether will den Verbraucher von der Verantwortung für die von ihm konsumierten Produkte freisprechen. Nach gleicher Logik wäre es moralisch unbedenklich, Produkte aus Sklaven- oder Kinderarbeit zu beziehen.

Die Schuld wird im Übrigen in der veganen Argumentation, anders als dies Elisabeth Raether versteht, nicht allein dem Verbraucher zugeschoben. Der Verbraucher wird aber auch nicht freigesprochen, weil er mit seiner Kauf- und Konsumentscheidung eigene Verantwortung übernimmt und über die Nachfrage mit dazu beiträgt, das Angebot zu regulieren.

Längst ist erwiesen, dass es sowohl Angebotseffekte auf die Nachfrage wie auch Nachfrageeffekte auf das Angebot gibt. Bubble-Tee wurde beispielsweise durch massive Werbekampagnen gehyped und dadurch wurde eine reale Nachfrage erzeugt. Als die Nachfrage wieder sank, begannen aber immer mehr der wie Pilze aus dem Boden geschossenen Bubble-Tee Gastronomien zu schließen.

Aus veganer Perspektive sind beide, Erzeuger und Verbraucher, gemeinsam verantwortlich für das Tierleid, die Umweltzerstörung und die weltweite soziale Ungerechtigkeit, die durch die Nutztierhaltung bedingt werden.

"3. Die Annahme: Vegan is the future.Die Wirklichkeit: Wären alle Menschen Veganer, gäbe es keine Bauernhoftiere mehr, und also keinen Kuhmist, keine Kuhmistdüngung und keine biologisch-dynamische Landwirtschaft mehr – immerhin die nachhaltigste Landwirtschaftsform, die wir derzeit kennen. Stattdessen gäbe es noch mehr Phosphatdünger auf den Feldern, wie er in der konventionellen Landwirtschaft in großen Mengen eingesetzt wird. Der ist leider giftig. Könnte man durch Düngung mit Pflanzenresten und durch Anbau von stickstoffbildenden Zwischenfrüchten Erträge erwirtschaften und die Bodenfruchtbarkeit erhalten? Nein. Zumindest nur in sehr wenigen Weltgegenden."

Alle vorliegenden wissenschaftlichen Studien zeigen, dass die Nutztierhaltung eine nicht-nachhaltige Form der Nahrungserzeugung ist (siehe hier, hier und hier). Die Nutztierhaltung ist demnach mit weit mehr Energieaufwendung, Umweltverschmutzung und Landverbrauch verbunden als der Pflanzenanbau. Eine vegane Ernährung ist demgegenüber nach diesen wissenschaftlichen Befunden klimaschonend, dient der Erhaltung der Artenvielfalt und ist mit sehr viel geringerer Schadstofffreisetzung verbunden. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass auch die biologische Nutztierhaltung nicht nachhaltig ist und tatsächlich in der Gesamtbilanz zu ähnlichen Umweltschäden führt wie die konventionelle Nutztierhaltung (siehe hierund hier).

Ganz klar zeigen die wissenschaftlichen Befunde, dass eine vegane Ernährung die umweltverträglichste Form der Ernährung ist (siehe hier). Eine vegane Ernährung auf Basis konventioneller Produkte ist dabei umweltverträglicher als eine vegetarische oder fleischbasierte Ernährung auf der Grundlage von Bio-Produkten.

Eine Landwirtschaft ist im übrigen auf bio-veganer Art und Weise möglich. Sie führt nicht zu mehr, sondern zu weniger Verschmutzung.

Elisabeth Raethert vertritt die Idylle einer Nutztierhaltung, die nicht existiert und auch nicht existieren kann, schon gar nicht für die Ernährung von sieben Milliarden und demnächst neun Milliarden Menschen. Die Realität der Nutztierhaltung, egal ob konventionell oder bio, ist Tierausbeutung und Umweltzerstörung.

"4. Die Annahme: Wenn man Fleisch isst, ist man Schuld am Welthunger, weil Nutztiere den Menschen das Getreide wegfressen.Die Wirklichkeit: Zweidrittel der weltweit landwirtschaftlich genutzten Flächen sind Grasland, das an nicht in Ackerland umwidmen kann. Menschen können kein Gras essen, Wiederkäuer schon: Sie machen hochwertige Proteine daraus, die uns ernähren."

Experten sind sich einig, dass der Fleischkonsum zum Welthunger beiträgt. So auch der ehemalige Sonderbeauftragte der UN für Ernährungssicherheit Jean Ziegler. Auch Oxfam erkennt mittlerweile die Zusammenhänge zwischen Fleischkonsum und Welthunger an.

Selbst in der biologischen Landwirtschaft werden den Nutztieren zusätzlich Getreide oder andere separat angebaute Futterpflanzen zur Verfügung gestellt. Die Böden, auf denen diese Futterpflanzen angebaut werden, werden dem Anbau für den direkten menschlichen Konsum entzogen.

Jedes Tier muss ein Vielfaches an Pflanzenprotein aufnehmen als man ihm entnehmen kann. Gleichzeitig sind tierische Produkte teurer, kürzer haltbar und benötigen im Regelfall eine energieaufwändige Kühlung. Tierische Nahrung ist schwerer transportierbar und schlechter verteilbar als Pflanzennahrung, was gerade die Gegenden betrifft, wo eine Nahrungsmittelunsicherheit herrscht.

Durch den Aufkauf von Getreide und Soja steigen außerdem die Preise dieser pflanzlichen Lebensmittel in den Erzeugerländern an. Ärmere Menschen können sich dann diese dringend benötigten Lebensmittel oft nicht mehr leisten.

Mittlerweile liegen konkrete wissenschaftliche Berechnungen vor, die aufzeigen, dass durch eine Umstellung der Welternährung auf eine pflanzenbasierte, vegane Kost selbst bei wachsender Weltbevölkerung eine gute Ernährungssicherheit für alle gewährleistet werden könnte (siehe hier).

Elisabeth Raether romantisiert die Weidewirtschaft wie sie im Allgemeinen die Nutztierhaltung auf biologisch-dynamischer Art und Weise romantisiert. Die Weidewirtschaft ist eine besonders ineffiziente Art der Lebensmittelerzeugung. Oftmals werden für sie Wälder gerodet und in vielen Teilen der Welt führt die Weidewirtschaft zur dauerhaften Zerstörung der Böden und zur Förderung der Ausbreitung von Wüsten. Wo Weiden sind, kann andere Natur nicht wachsen. Denn ließe man auf den Weideflächen der Natur ihren Raum, würden aus vielen Weiden Wälder werden, die bei weitem mehr Co2 binden, eine größere Artenvielfalt gewähren und vor weitaus besser vor Bodenerosion schützen als die Weidepflanzen.

Man mag einwenden, wenigstens bei uns gebe es ja keine Brandrodungen, um Weideland zu erzeugen. Dies ist richtig, denn bei uns ist bereits vor Generationen ein Großteil wertvoller Naturflächen in Weideland verwandelt worden und seitdem wurde den Wäldern nie mehr eine Chance gegeben.

Wissenschaftliche Befunde zeigen, dass die Weidehaltung in vielen Parametern (Auswirkungen aufTreibhauseffekt, Entwaldung, Landerosion und Wasserverbauch) sogar ungünstiger abschneiden kann als die Massentierhaltung (siehe hier). Dies ist keine Rechtfertigung der Massentierhaltung, sondern macht deutlich, dass die Weidehaltung keine tragfähige Alternative ist. Die echte Alternative zur Massentierhaltung ist die vegane Lebensweise und der damit verbundene Ausstieg aus der naturzerstörenden Nutztierhaltung.

Tatsächlich könnten wir bei einer Umstellung der Ernährung auf vegan die landwirtschaftlichen Flächen drastisch reduzieren und gleichzeitig die Menge der für den menschlichen Konsum zur Verfügung stehenden Lebensmittel steigern.

Eine vegane Gesellschaft würde aber vermutlich zusätzlich aus anderen Gründen wesentlich motivierter sein, alle Anstrengungen zu unternehmen, um den Welthunger zu beseitigen. Denn wer aus Mitgefühl für Tiere und Menschen auf den Konsum von Fleisch, Milch und Eiern verzichtet, der wird alles dransetzen, um auch den Hunger in der Welt ein für allemal zu beseitigen (siehe hier Argumentation, warum eine vegane Gesellschaft den Hunger beseitigen würde).

"5. Die Annahme: Für den Anbau von Futtermitteln wird der Regenwald gerodet, was dem Klima schadet.Die Wirklichkeit: Das ist EU-Politik. Gefördert wird die Einfuhr von Futtermitteln aus Brasilien und Argentinien, indem keine Zölle erhoben werden. Nicht gefördert werden dagegen die Weidehaltung und die Tiergesundheit. Billiges Futter macht das Fleisch und die Milch billig. So lässt sich viel Geld verdienen. Es wäre offensichtlich wirkungsvoller, diese Politik infrage zu stellen, und nicht den Fleischkonsum."

Gerade in Lateinamerika ist die Weidehaltung sehr verbreitet. Jedoch führt die Weidehaltung zur Zerstörung der Wälder. Selbst bei drastisch reduziertem Fleischkonsum gäbe es keine Möglichkeit, die gesamte Bevölkerung mit Fleisch zu versorgen, ohne für die Nutztiere Futtermittel anzubauen. Regional müssten wir nach der Logik von Elisabeth Raether unsere letzten Wälder fällen, um neue Flächen für eine klimaschädliche Weidehaltung zu schaffen. Dennoch muss den Nutztieren immer zusätzliches Futter gegeben werden, gerade in den Wintermonaten. Dies betrifft auch ausnahmslos alle Arten der biologischen Landwirtschaft. Wenn das Futter regional sein soll, müssen wir für seinen Anbau Flächen verschwenden, die wir besser für den direkten Anbau von Nahrungsmitteln für den Menschen oder für die Freigabe an die Natur verwenden könnten.

"6. Die Annahme: Fleischlose Ernährung ist gesünder.Die Wirklichkeit: Bislang hat noch keine Studie nach wissenschaftlichen Kriterien nachweisen können, dass die vegane oder vegetarische Ernährung gesünder wäre als die abwechslungsreiche Vollwertkost, wie sie zum Beispiel die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt."

Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass Menschen, die sich vegan oder vegetarisch ernähren, im Durchschnitt weniger häufig an Krebs, Herzerkrankungen und Diabetes leiden als Menschen, die eine Mischkost mit Fleisch konsumieren (siehe hier, hier und hier). Global gesehen ist nach wissenschaftlichen Befunde vegan die gesündeste Ernäjhrungsform (siehe hier). Gesundheitsvorteile werden in diesen Studien auch dann erkennbar, wenn für das Gesundheitsverhalten, wie Rauchen, Alkoh
lkonsum und sportliche Bewegung kontrolliert wird. Gesundheitsvorteile für Vegetarier und noch stärker für Veganer treten ebenfalls auf - wie bei den Adventisten Studien – wenn die Fleischesser Wert auf Gesundheit und eine ausgewogenen Ernährung legen. Umgekehrt gilt, dass keine einzige Studie zeigt, dass eine Mischkost mit Fleisch gesünder ist als eine vegane Ernährung.

"7. Die Annahme: Die meisten Leute machen sich doch überhaupt nicht bewusst, dass sie ein totes Lebewesen verspeisen. Die Wirklichkeit: Es stimmt. Wenn Fleischesser mal ehrlich sind, graut es ihnen vor dem toten Tier genauso wie den Vegetariern. Deshalb gibt es nur noch Filets und appetitliche Fleischstücke in den Auslagen und auf den Tellern – und kaum noch Innereien. Deshalb hat das Masthuhn heute einen so niedrigen Fettanteil, dass es nach fast nichts schmeckt. Der Ekel vor Blut, Tod und Körpern, ein Zeichen von Zivilisation? Oder ein Zeichen von Entfremdung und ein großer Verlust? "

Elisabeth Raethert impliziert durch ihre Fragen, dass aus ihrer Sichtweise offenbar der Ekel für Blut, Tod und Körpern ein Anzeichen von Entfremdung und ein großer Verlust sei oder wenigstens sein könnte. Sie meint damit nicht die Versorgung von Kranken, sondern die Tötung leidensfähiger Wesen, deren Zerstückelung und die Einverleibung ihrer Körperteile und Körperflüssigkeiten. Wer dies als Entfremdung betrachtet, definiert den Menschen als einen Gewalttäter, für den das Vergießen von Blut zu Lebenssinn und Lebensfreude führt.

Umgekehrt vertritt die vegane Argumentation den Standpunkt, dass wir das Leid auf dieser Welt – Menschen wie Tiere betreffend – mindern und nicht vergrößern sollten. Hierzu steht uns die Möglichkeit der pflanzenbasierten veganen Ernährung und Lebensweise zur Verfügung. Die Schwelle für Schmerzzufügung und Tötung soll aus veganer Sichtweise nicht erniedrigt , sondern erhöht werden, um eine friedfertige, solidarische und in diesem besten Sinne menschenwürdige Welt aufzubauen.

Wer Menschen eine Ästhetik von Gewalt und Blut vermitteln will, senkt die Schwelle für Gewalttätigkeit. Dies droht Gefahr, zu den Missständen beizutragen, die derzeit weltweit grassieren, von Tierausbeutung bis hin zu Folter und Krieg.

Resümee:

Im Zeit Magazin wurde Elisabeth Raether Raum gegeben für einen scharfen Angriff auf die vegane und vegetarische Lebensweise, der jedoch bei näherer Betrachtung von faktischen Irrtümern sowie einer fragwürdigen Ästhetik von Gewalt und Blutvergießen ausgeht. Diesem Ansatz fehlt es an wissenschaftlicher Fundiertheit und an moralischer Reflektion. Sachlage ist, dass die vegane Lebensweise durch ihren Verzicht auf Leidzufügung und Tötung von Tieren die Potentiale des Menschen für Mitgefühl und friedfertiges Handeln fördert und gleichzeitig die Möglichkeit zu einer nachhaltigen Ernährung und einer Überwindung des Welthungers schafft. Es irren insofern nicht die Vegetarier und Veganer, sondern es irrt Elisabeth Raether.

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30 Kommentare auf "Zeit Magazin: Elisabeth Raether plädiert für Fleischkonsum"

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F.
Gast

Ich finde, da drückt sich Frau Raether sogar noch sehr diplomatisch aus. Veganismus ist nachweislich eine Mangelernährung, die dauerhaft zu schwerwiegenden Schädigungen führen kann.

Geronymo
Gast

Fleisch- und Milcherzeugung vernichtet mehr Nahrungsmittel, als sie erzeugt – bioveganer Landbau vermeidet diese unnötigen Verluste. Wo ist denn Ihr Nachweis für die vegane Mangelernährung? Auch wenn sich Fr. Raether diplomatisch ausdrückt – Unsinn bleibt Unsinn.

Nina
Gast

Vielen Dank für die Kommentierung und Widerlegung sämtlicher haarsträubender Thesen dieser sogenannten Journalistin! Ich bin entsetzt, dass "Die Zeit" einem Artikel, der lediglich auf der persönlichen Lebenseinstellung der Autorin fusst statt auf gut recherchierten Fakten, einen deratiges Forum bietet.

amirim
Gast
@ Geronymo: Unsinn bleibt Unsinn? Genau so sehe ich das auch. Versuch Dich doch mal wie ein Schaf oder eine Kuh zu ernähren: Du wirst schwerste Mangelerscheinungen bekommen. Es braucht also gar keinen Nachweise für die vegane Mangelernährung – es würde genügen, mal sein Gehirn einzuschalten und eins und eins zusammenrechnen. Dass die Fleisch- und Milcherzeugung Nahrungsmittel vernichten würde, ist ein typisches Veganermärchen. Denn egal was man den Tieren zu fressen gibt, ob Gras, Getreide oder Soja: diese Nahrungsmittel sind niemals ein vollwertiger Ersatz für tierische Nahrung. Also was soll das Geschwätz? Dich möchte ich mal sehen, wenn Du auf… Read more »
Cati
Gast

@ amirim , also wenn man dein dümmliches naives Zeug liest vergeht einem schon bald das Grinsen .Du stellst dich dar wie der Möchtegern/Ernährungsguru , bringst alles durcheinander und tapst immer noch in deinem eigenen Nebel herum. Entweder bist du so verfressen dass du es deshalb garnicht verstehst worum es eigentlich geht , den Veganismus ist etwas für Leute mit Verstand , den du wohl vergeblich suchst.

Nitram
Gast

Ein typischer Fall von "jeder wie er will" und "reine Auslegungssache".
Mann kann allein an der Art des Schreibens und der vorgebrachten Argumente sehr gut erkennen, dass Frau Raether sich nur auf Ihr Wissen, welches Sie sich jahrelang hat aneignen lassen-sei es nun durch Schule oder Medien- und nicht auf Ihre Intelligenz stützt. Sie geht, wie so viele schon vor Ihr und wohl leider auch nach Ihr- den Weg des geringsten Widerstandes.

Nana
Gast

Mein Vorschlag an Frau Raether wäre, alle tierischen Produkte wegzulassen, die nicht von Tieren aus unbedingter Weidehaltung stammen und den Rest einfach weiter zu essen, damit wir auch ja keine Böden ungenutzt lassen…
Und dann heißen wir sie freundlich im Kreis der Veganer willkommen :).

Alexis
Gast

Erst einmal: sehr guter Artikel! Und ich stimme dem voll und ganz zu (entspricht auch meinem Wissensstand). Die Frage ist nur, ob es vom ZEIT-Magazin nicht so gewollt war, dass der Artikel solch eine Aufmerksamkeit bekommt. Meiner Meinung nach ist das reines Marketing.

Geronymo
Gast

Amirim ist hier wohl der Hofnarr in diesem Forum, leider ein recht langweiliger – der immer denselben Unsinn gebetsmühlenartig exerciert, das ist weder witzig noch sonst irgendwie konstruktiv.

Thorsten
Gast
Fleisch, Fisch, Eier und Milchprodukte werden zu Unrecht verteufelt und vegane Lebensmittel zu Unrecht verherrlicht, was nicht heisst, dass man keine essen soll, aber mit Vorsicht und dem nötigen Wissen.Bei vielen veganen Produkten, selbst in Bio Qualität, besteht Intoleranz (Getreide = Glutenintoleranz, Hülsenfrüchte = Gift, Soja und Lupinen = Phytoöstrogen und Gift, Nussintoleranz, die zum Tode führen kann! und die Liste ist damit nicht fertig). Das gleiche gilt bei industriell verarbeiteten Lebensmitteln (Laktoseintoleranz bei Milch, Albuminintoleranz bei Eiern und eine Intoleranz gegenüber Medikamente, Antibiotika, usw., die in der industriellen Fleischproduktion eingesetzt werden). Nicht so bei Bio tierischen Produkten!Bei roher, biologischer… Read more »
amirim
Gast

@ Geronymo: Nein, das bin ich nicht. Ein Hofnarr ist höchstens jemand wie Geronymo, der es nicht mal zustande bringt, auf meine Argumente einzugehen, geschweige denn versucht, sie zu widerlegen. Das ist nicht gerade konstruktiv, besonders wenn man mir auch noch unterstellt, ich würde nur Unsinn verbreiten.

helgoland
Gast

@amirim: welche Argumente denn bitte?
das Veganer den ganzen tag auf der Weide stehen und gras fressen und das dann ungesund ist??
wow..das ist halt einfach mal so riesiger Blödsinn das mir da schon die Lust vergeht weiter zu lesen..
und solche Behauptungen wie "Soja verursacht Gehirnatrophie" klingen natürlich furchtbar gefährlich, bleiben aber, solange Sie dafür nicht mal eine Quelle angeben, einfach nur Behauptungen.

amirim
Gast
@helgoland: 1. Eines meiner Argumente war, dass das, was wir an Nutztiere verfüttern, wie z.B. Gras und Getreide, unmöglich geeignet ist, um tierische Produkte in irgendeiner Weise zu ersetzen. Darauf ist Geronymo überhaupt nicht eingegangen. Woran das wohl liegt? Sicher nicht dass meine Argumentation falsch ist, sonst hätte Geronymo sie mit links widerlegen können. Auch Du hast offensichtlich nichts verstanden: wenn ich wirklich Blödsinn geschrieben hätte, dann solltest Du besser meine Ansichten widerlegen, anstatt hier einfach nur rumzustänkern – das ist keine Kunst, das kann jeder. 2. Soja verursacht tatsächlich Gehirnatropie. Die Quellen dazu findest Du in dem Buch von… Read more »
Charlotte
Gast

Herrje, man kann sich nur die Haare raufen, wenn man die Kommentare einiger Damen und Herren hier liest; mein Beileid für Thorsten, den Allergieparanoiker ohne störendes Ernährungswissen….ich danke für die fundierte Replik auf Frau Raethers windelweichen Artikel. Aber wie sagt man so schön: der Dumm- und Faulheit im Denken und Handeln sind keine Grenzen gesetzt.

helgoland
Gast
@amirim:1. es ist natürlich möglich sich vegan gesund uns ausgewogen zu ernähren und somit möglich tierische Produkte in jedweder Weise zu ersetzen. zitat Amerikanische Gesellschaft für Ernährung (Academy of Nutrition and Dietetics) "Gut geplante vegane und andere Formen der vegetarischen Ernährung sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, frühe und spätere Kindheit und Adoleszenz. Vegetarische Ernährungsformen bieten eine Reihe von Vorteilen."weiterhin braucht man je nach Nutztier zwischen 3 und 13 pflanzliche Kalorien unm 1 tierische herzustelllen. ergo wäre es ein leichtes die heute lebenden 7 milliarden menschen zu ernähren würde man nicht ständig das ganze essen an… Read more »
amirim
Gast

@helgoland:

1. eine Kalorie aus pflanzlicher Nahrung ist nicht vergleichbar mit einer Kalorie aus tierischer Nahrung! Beispiel: versuch doch mal, mit einer Kalorie Grünkohl eine Kalorie Leberwurst zu ersetzen – das wird Dir nicht gelingen.

2. das Positionspapier der AND kannst Du getrost vergessen. Warum das so ist, habe ich in einem anderen Thread etwas weiter unten ausführlich erläutert.

3. Kennzeichnend der westlichen Ernährung ist nicht unbedingt der hohe Fleischkonsum, sondern der ausufernde Zuckerkonsum – das ist auch für China neu, davon werden die Chinesen krank!

Thorsten
Gast
@ Charlotte Ausser mich als paranoid hinzustellen bleiben Dir die Argumente aus. Du hast von Dumm- und Faulheit im Denken und Handeln gesprochen und man sieht, Du sprichst aus eigener Erfahrung. Somit hast Du diesbezüglich vollkommen Recht.Mein Körper, wie übrigens mein Geist auch, reagiert auf Unreinheiten und Ungeeignetem allergisch und dafür bin ich dankbar. So konsumiere ich nur für mich geeignete Natur belassene Nahrungsmittel ohne jegliche Chemie, einen Ansatz, den ich auf sämtliche Lebensmittel, also Mittel zum Leben wie kosmetische Produkte, Kleider, Haus, usw. anwende. Selbst mein Fahrrad wurde speziell für mich mit natürlicher Farbe lackiert. Studien sollen ja bekanntlicherweise… Read more »
Patrizia
Gast
@ helgoland 1. Die Amis haben herausgefunden, dass es sich leichter Geld mit pflanzlichen und künstlichen als mit tierischen Lebensmitteln machen lässt. Daher die Empfehlung der Academy of Nutrition and Dietetics.2. Auch Deine zweite Aussage ist falsch. Die Chinesen assen fermentierten Soja und nicht Tofu und nicht als Hauptspeise, wie die Veganer es tun, sondern lediglich als Beilage. Die Nahrung der Chinesen bestand hauptsächlich aus frisch zubereiteten Fleisch von wilden Tieren (lebendige Affen z.B.), Gemüse und Reis. Seit der Verwestlichung essen Sie eben Tofu, viele Fertiggerichte, Weissmehl, Weizen unter jeder Form, Zucker und Fleisch aus Tierfabriken. Im Gegensatz zu Deiner… Read more »
Cati
Gast
@Thorsten Du kommentierst und wirbst wie eine Biobauer . Du hast recht wenn du meinst es gibt Studien die belegen dass Milch ungesund ist für den Menschen . Nein , es gibt massenhaft Studien die beweisen das Milch ungesund und unnötig ist für den Menschen . Es gibt aber nicht eine Studie die besagt das Tiermilch gesund sei für den menschlichen Organismus. Nur die natürliche (menschl.) Muttermilch in der Säuglingszeit ist die gesündestete Milch , sonst keine . Ein Mensch braucht keine Ersatztiermilch , dieser Mythos gehört in die Vergangenheit . Wer sich ausgewogen pflanzlich ernährt und das tun die… Read more »
Frieda
Gast
@ Cati Bist Du schon lange Veganerin oder hat schon eine kurze Zeit zu diesem Desaster geführt? Was Du schreibst tönt völlig wirr und ist vollkommen verzerrt. Es gibt Studien, die beweisen, dass rohe Milch gesund ist. Übrigens auch Bio-Milch und sogar ganz einfach Milch. Die positiven Effekte der Milch sind schon lange bekannt. Sie werden nur von denen demontiert, die unbedingt Soja, Getreide, Nüsse und künstliches Vitamin D verkaufen wollen, denn, nimmt man keine Milch zu sich, ist man dazu gezwungen, auf diese Lebensmittel zurückzugreifen. Es mag also durchwegs eine durchdachte Strategie sein, damit Du was anderes als Milch… Read more »
Sven
Gast

@ Cati

Sie sagen, dass die menschliche Muttermilch die gesündeste und die einzige ist. Da wäre ich mich gar nicht so sicher. Eine Frau, die raucht, trinkt, Medikamente, Antibiotika, usw. zu sich nimmt, gibt das ganze über die Milch ihrem Kind ab. Da ist Bio Kuhmilch einiges hygienischer und gesünder.

Cati
Gast
@ FriedaDein Kommentar lässt mich schmunzeln .Du solltest dich erstmal schlau machen wenn du schon so unwissend über Veganismus agierst . Omnivore wie du einer bist sind Alles(fr)esser wie z.B. Ratten , Schweine und ebend auch Menschen . Veganismus hingegen ist eine Ernährungs/Lebenseistellung und bedeutet nicht nur Nüsse und Soja zu essen , da fehlt dir noch einiges an Wissen. Es ist nicht zu erkennen was du für Studien meinst . Das Milch gesund ist hast du völlig recht , aber immer nur für den jenigen, für den sie auch bestimmt ist .Kuhmilch z.B. ist die Muttermilch fürs Kalb. Wie… Read more »
Cati
Gast
@Sven Es sind Frauen , Mütter möchte ich sie nicht nennen , die meistens aus anderen Gründen Kinder in die Welt setzen . Sie haben selber einen schlechten Ursprung , meisten wenig Schulbildung und sind am Stillen garnicht interessiert . Wir kennen solche Fälle zur Genüge. Deshalb wäre es gefährlich solchen Kindern Kuhmilch oder Kuhmilchpulver zu verabreichen . Kuhmilch wäre tödlich für ein so kleines Baby . Kuh und menschl. Muttermilch haben zu Recht ein völlig unterschiedliche Zusammensetzung . Was meinst du warum die Säuglingssterblichkeit früher und besonders in Bauernfamilien so hoch war , man denke an den Plötzlichen Kindstod… Read more »
Frieda
Gast

@ Cati

Milch gibt es nicht erst seit dem 14. Jahrhundert nach Christus, sondern seit über 7000 Jahren. Deine weitere Aussagen sind ebenso falsch. Aber, da Du von nichts (mehr) eine Ahnung hast, lohnt es sich gar nicht, mit Dir zu reden.
Ich wünsch Dir gute Besserung.

Sven
Gast

@ Cati

Die Zusammensetzung von Kuh- und menschliche Muttermilch ist unterschiedlich. Da hast Du Recht. Es gibt aber auch Präparate aus Kuhmilch, die für Babys geeignet sind,

Cati
Gast

@Frida
Entweder hast du eine Leseschwäche so sieht es jedenfalls aus und würde den schweren Mängeln im Bildungswesen entsprechen , oder das Ergebnis von jahrelanger Falschernährung zeigt sich bei dir hier deutlich . Bei dir hapert es ja schon schwer am Allgemeinwissen und mit Zahlen kannst du auch nicht gut umgehen . Es ist schon bedenklich wenn man dein dümmliches Zeug hier liest . Da sind mir gut gebildete Kinder und Jugendliche schon lieber , ihre Zukunft ist uns wichtiger als dein Gegackere. Ein bis’chen Allgemeinbildung täte dir wirklich gut.

Aloha
Gast

Ihr Lieben beider Kriegsparteien. Die Energie der Trennung ist gefährlich und sie wächst durch Argumente ohne Wärme für die andere Seite.
Wichtig erscheint mir : Danke Lebewesen dass ich durch das Ende deines Lebens zu Essen Habe.
Mögen auch alle anderen Lebewesen ausreichend Nahrung finden.
Es ist im Irdischen, der Raumzeit, zu beobachten das alles kommt und geht.
Respekt und Staunen vor diesem Rhythmus steht uns gut

Christine
Gast

Danke für diese Stellungnahme, besser könnte man auf diesen Artikel nicht reagieren. Ich hoffe, dass sich Frau Raether damit auseinandersetzt.

Heike
Gast

Hallo, ich habe eine Kritik zu dem haarsträubenden oberflächlichen und unschlüssigen Artikel von Frau Raether gesucht und bin froh, hier eine gefunden zu haben.

F.
Gast

Wer ernsthaft glaubt, dass man mit bio-veganem Landbau eine Weltbevölkerung von 8 Mrd. Menschen ernähren kann, mit dem kann man nicht erntshaft diskutieren.

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