Eier zerstören thailändisches Dorf

Eier zerstören thailändisches Dorf

Die Massentierhaltung ist ein Produkt, welches westliche Industrieländern, aber auch die früheren realsozialistischen Staaten in alle Welt exportiert haben. Betroffen ist hiervon auch der asiatische Raum, wo mehr und mehr große Agrarkonzerne riesige Massentierhaltungen errichten. Zwar ist der Fleischkonsum in asiatischen Ländern nach wie vor erheblich geringer als in den westlichen Industriestaaten, aber er wächst mit steigendem Wohlstand. Die Folgen sind nicht nur tierunwürdig, sondern ebenso menschenunwürdig.

Die menschenunwürdigen Folgen der schrankenlos auf Profimaximierung setzenden Agrarindustrie erlebt seit Jahren das thailändische Dorf Pa Moim Phra Yuen Distrikt:

Vor 10 Jahren wurde hier eine erste Massentierhaltung zur Eierproduktion eröffnet, mittlerweile gibt es um das Dorf herum 70 Farmen mit jeweils 5000 bis 10000 Tieren. Die Bewohner von Pa Moim zahlen hierfür einen hohen Preis: In der Luft liegt ein bestialischer Gestank und ungeheure Fliegenmengen fallen über das Dorf und seine Einwohner her, die sich auch in ihren Häusern vor diesen nicht schützen können. Das Leben im Dorf ist dadurch weitgehend zerstört und Besucher können kaum noch empfangen werden. Die Bewohner von Pa Moim harren an einem Ort aus, der seine Qualität eines Zuhauses längst verloren hat, weil skrupellose Profiteure tagtäglich die skrupellose Ausbeutung zehntausender Vögel betreiben. Vögel und Menschen sind ihre Opfer.

Pa Moim ist nur eines von unzähligen Beispielen, wie Agrorkonzerne Tiere vernichten und Menchenleben zerstören. Die echte Alternative zu diesem weltweit organisiertem Wahnsinn ist die vegane Lebensweise. Fleischreduktion und Vegetarismus können demgenüber nur Symptome begrenzen, den Irrsinn aber nicht beenden. Es leben mehr als sieben Milliarden Menschen auf dieser Erde und selbst wenn Maßnahmen zur Begrenzung des Bevölkerungswachstums greifen sollten, ist eine weitere Zunahme der Weltbevölkerung unvermeidbar. Wenn wir eine Ernährung unter Beteiligung tierischer Produkte postulieren, geben wir damit implizit jedem einzelnen Menschen auf dieser Welt das Recht oder raten es ihm sogar, Fleisch und andere Tierprodukte zu verzehren. Kein Weg führt aber an der Massentierhaltung vorbei, wenn dies für so viele Menschen gewährleistet werden soll. Produktion und Konsum tierischer Produkte sind insofern ein bereits in sich nicht nachhaltiger Weg zur Ernährung der Weltbevölkerung.

Demgegenüber schont die vegane Lebensweise die Umwelt, spart Ressourcen, reduziert Lebensmittelverschwendung und vermeidet Katastrophen, wie sie nun das thailändische Dorf Pa Moin heimgesucht haben. Die vegane Ernährung und Produktionsweise ermöglicht damit eine menschen- und tiergerechte Gestaltung der Gesellschaft, die mit einer Tierprodukte einschließenden Ernährung unmöglich ist.

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1 Kommentar auf "Eier zerstören thailändisches Dorf"

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Gabriele Votava
Gast

Ignoranz, derer nur der Mensch fähig ist, ist die schlimmstmögliche Form von Gewalt. Aber von unserer Spezies ist sie stur immer weiterentwickelt worden und in alle Systeme eingeflossen, wo sie nun dabei ist, das gesamte empfindsame Leben auf diesem Planeten zunichte zu machen, wenn nicht gar am Ende den Planeten selbst. Warum merken so wenige Menschen, wo diese Ignoranz einmal ihren Anfang nahm? Himmelherrgottnochmal, kein Mensch muss die Menstruation von Vögeln essen! Warum ist das so schwer zu kapieren?

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