Ernährung: Je mehr pflanzlich, desto weniger Treibhauseffekt – vegan ist am besten

Ernährung: Je mehr pflanzlich, desto weniger Treibhauseffekt – vegan ist am besten

Im Fachjournal Climate Change wurde durch ein Forscherteam eine Studie veröffentlicht, die die Menge an durch die Ernährung erzeugter Treibhausgasfreisetzung untersuchte und dabei Vergleiche zwischen Personen durchführte, die viel, mittlere Mengen oder wenig Fleisch aßen (Omnivoren), nur Fisch aßen (Pescetarier), sich ovo-lacto vegetarisch (Vegetarier) oder rein pflanzlich, also vegan ernähren. Hierfür wurde der Nahrungskorb von 2,041 Veganern, 15,751 Vegetariern, 8123 Pescetariern und 29589 Fleischessern im Alter von 20 bis 79 dahingehend analysiert, wie viel Treibhausgase durch diesen freigesetzt werden.

Im Ergebnis zeigte sich, dass Fleischesser durch ihre Ernährung die höchsten und vegan lebende Personen die wenigsten Mengen an Treibhausgasen produzierten. Die Treibhausgasfreisetzung nahm dabei kontinuierlich über die folgenden Ernährungsgruppen ab:

Viel Fleisch [gt] mittelmäßige Fleischmengen [gt] wenig Fleisch [gt] pescetarisch [gt] vegetarisch [gt] vegan.

Im Vergleich zur Gesamt-Fleischessergruppe produzierten die vegan lebenden Studienteilnehmer nur die Hälfte der Menge an Treibhausgasen.

Neben vielen weiteren Studien stellt diese Studie erneut unter Beweis, dass eine pflanzenbasierte Ernährung von zentraler Bedeutsamkeit für den Umweltschutz ist. Da eine pflanzenbasierte, vegane Ernährung gleichzeitig den Zielen des Tierschutzes, der Gesundheit und der sozialen Gerechtigkeit (Abbau des Welthungers) dient, gibt es keinen vernünftigen Grund, warum die menschliche Gesellschaft weiterhin auf eine Ernährung auf der Basis von Tierprodukten setzen sollte.

Leider sind Gewohnheiten schwer zu ändern, die Grausamkeit der Nutztierhaltung wird beim Konsum konsequent ausgeblendet und mächtige ökonomische Interessen stehen hinter der Nutztierhaltung. Dies zeigt auch der weltweit zunehmende Milchkonsum, die absurderweise in einer Welt stattfindet, in der ungefähr 75% der erwachsenen Personen tatsächlich lactoseintolerant sind. Anstatt deshalb konzertiert und weltweit solidarisch auf pflanzliche Alternativen zu setzen, werden große Summen investiert, um lactosefreie Milchprodukte zu entwickeln, für deren Produktion Tieren und der Umwelt Schaden zugefügt wird. Ressourcen für die erforderliche weltweite Bereitstellung pflanzlicher Nahrungsmittel werden so für die Entwicklung lactosefreier Milchprodukte abgezogen.

Umweltschutz heißt pflanzenbasierte Kost im Sinne einer veganen Ernährung - es muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden, um diese Sachlage im Bewusstsein der Menschen zu verankern. Denn vielen Menschen, denen der Schutz der Umwelt durchaus wichtig ist, ist noch nicht bekannt, dass eine Ernährung auf der Basis von Tierprodukten mit Umweltschutz unvereinbar ist. Dabei zeigt die neue Studie erneut, dass die Entscheidung für eine vegane Ernährung keine Frage des individuellen Geschmackes ist, sondern ein Gebot ökologischer und sozialer Verantwortung.

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