ko-Tierhaltung hilft nicht gegen Treibhauseffekt

ko-Tierhaltung hilft nicht gegen Treibhauseffekt

Auf einer internationalen Expertenkonferenz wurden Befunde vorgestellt, die die Auswirkungen der Nutztierhaltung auf die Freisetzung von Treibhausgasen nach Maßgaben der biologischen Landwirtschaft mit den Auswirkungen der konventionellen Tierhaltung vergleichen. Analysiert wurden die beiden Treibhausgase N2O and CH4.

Ausgehend vom einzelnen Tier, sind nach diesen Berechnungen die ungünstigen Auswirkungen auf das Klima bei biologischer Tierhaltung geringer als bei konventioneller Tierhaltung, was sich vorwiegend aufgrund einer Reduktion des Treibhausgases NO2 ergibt. Allerdings sind Berechnungen bezüglich eines Einzeltieres wenig relevant, wenn es um die globalen Auswirkungen geht, für deren Abschätzung die Umweltfolgen pro Produktionseinheit (Milch, Fleisch, Eier) bedeutsamer sind. Es geht hier also um die Fragestellung, welche Auswirkungen sich beispielsweise pro Kilogramm Rindfleisch ergeben, während die erste Fragestellung sich auf die Auswirkungen pro Kuh bezieht. Bei Berücksichtigung der größeren Produktivität der konventionellen Tierhaltung ergibt sich ein ungünstiger Befund für die biologische Tierhaltung, die nach den Kalkulationen der Autoren pro Produktionseinheit zu einer noch stärkeren Freisetzung von Treibhausgasen führt als die konventionelle Tierhaltung.

Diese Befunde bestätigen ähnliche Ergebnisse und Überlegungen anderer Wissenschaftlicher. Sie machen deutlich, dass aus ökologischer Sichtweise die Haltung von Nutztieren nach den Richtlinien der biologischen Landwirtschaft keinen Ausweg aus der durch die Nutztierhaltung bedingten Umweltzerstörung bietet. Eine Förderung der Nutztierhaltung nach Richtlinien der biologischen Landwirtschaft ist insofern aus ökologischen Gründen kontraproduktiv.

Aus veganer Sichtweise soll keineswegs die Aufrechterhaltung einer konventionellen Nutztierhaltung unterstützt werden. Vielmehr ergibt sich aus den wissenschaftlichen Befunden, dass letztlich keine Nutztierhaltung ökologisch verträglich ist. Dies konvergiert mit der veganen Forderung nach einem Ausstieg aus der Nutztierhaltung. Nur eine vegane Lebensweise bietet eine tatsächliche Lösung für die mit der Nutztierhaltung verbundenen ökologischen Probleme. Die Tierhaltung nach den Maßgaben der biologischen Landwirtschaft ist demgegenüber nur eine Scheinlösung, die den Konsumenten den Eindruck vermittelt, etwas für die Umwelt zu tun, obwohl sie die Umwelt in Wirklichkeit schädigen.

Während ein Ausstieg aus der Nutztierhaltung sicherlich gesamtgesellschaftlich nur in Zwischenschritten im Sinne einer Reduktion des Konsums von Tierprodukten erreichbar sein wird, kommt bereit heute vegan lebenden Personen die wichtige Funktion zu, durch ihre Sichtbarkeit in der Gesellschaft die Möglichkeit eines Ausstieges aus der Nutztierhaltung und entsprechend die Möglichkeit einer veganen Lebensweise unter Beweis zu stellen.

Ausd den Befunden ergibt sich, dass von Versuchen, die Nutztierhaltung nach Kriterien der biologischen Landwirtschaft stärker zu fördern, Abstand genommen werden sollte, sondern es sollten die Reduktion und möglichst die Aufgabe des Konsums von Tierprodukten in den Vordergrund der strategischen Ausrichtung gestellt werden.

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