Interview mit Dominik Kalyana: Yoga und vegane Ernährung

Interview mit Dominik Kalyana: Yoga und vegane Ernährung

Vegan.euist religiös neutral und vertritt daher eine nicht-religiös charakterisierte Begründung für die vegane Lebensweise, wobei auf tierrechtliche, ökologische und soziale Aspekte verwiesen wird. Diese sprechen allesamt für die vegane Lebensweise als der best möglichen Ernährungs- und Lebensform für den Menschen.

Auch wenn unsere Seiten religiös neutral sind,finden wir es angemessen und für unsere Leser und Leserinnen informativ, wenn hier auch religiös geprägte bzw. mit Religionen oder umgekehrt mit Religionskritik in Zusammenhang stehende vegan lebende Menschen Raum erhalten, um ihre Sichtweisen und Erfahrungen darzustellen.

In diesem Sinne möchten wir euch in Form eines Interview mit Dominik Kalyana gerne auf dessen Gedanken und Erfahrungen, die er auf seinen Internetseiten und bei Facebook schildert, hinweisen.

Dominik lebt mittlerweile nach mehreren Jahren als Vegetarier vegan, weil er überzeugt ist, dass die vegane Lebensweise am wenigsten Schaden und Leid zufügt. Dabei betont er den Bezug der veganen Lebensweise zum Mitgefühl des Menschen mit allen Lebewesen und sieht hier auch einen engen Zusammenhang zu der aus dem Hinduismus heraus entwickelten Praxis des Yoga, die er selbst seit mehreren Jahren betreibt.

Lest am besten selbst, was Dominik zu dieser Thematik zu sagen hat, wobei ihr hier seine Internetseite und hier seine Facebook Seite findet. Dominik freut sich übrigens immer über neue und regelmäßige Besucherinnen und Besucher, direkten Austausch sowie über„Gefällt mir - Klicks" bei Facebook!

Interview mit Dominik Kalyana

tl_files/music_academy/campus/dominik.jpg


Wer bist du und was machst du?

Ich heiße Dominik und mache zurzeit neben meiner Schule eine Ausbildung zum Yogalehrer. Eines meiner Ziele ist es Yoga und die vegane Lebensweise in die Welt zu tragen und zu verbreiten. Energie ist heute ein großes Thema, doch vergisst man oft, dass auch wir Menschen diese brauchen. Eine gesunde, tier- und umweltfreundliche vegane Lebensweise kombiniert mit der Yoga-Praxis setzt unheimlich viel Energie frei. Energie, die wir im Alltag nutzen können um Gutes in der Welt zu bewirken.

Was finden Leser und Leserinnen auf deinen Internetseiten?

Es gibt zwei Hauptbereiche auf der Seite: Yoga und Vegan. Im Vegan-Bereich findet man Gründe für eine vegane Ernährung, Tipps für die praktische Umsetzung, es gibt Rezepte, einen kleinen Einkaufsführer, einen große Link-Sammlung, Vorträge, Dokus und vieles mehr. Im Bereich Yoga kann man sich in die ethischen Prinzipien des Yoga einlesen, es werden Begriffe wie „Ahimsa“ erläutert und erklärt, was eine yogische Ernährung ausmacht. Außerdem gibt es viele Inspirationen und Tipps für das Leben.

Neben den Hauptbereichen gibt es zwei Blogs, die sich ebenfalls mit den Themen Yoga und veganes Leben beschäftigen und regelmäßig aktualisiert werden. Ich versuche beide so gut es geht im Gleichgewicht zu halten, was nicht immer gelingt. Im Moment bin ich dabei einige Yoga-Themen aufzuarbeiten und sie für den Alltag nutzbar zu machen.

Wie bist du zur veganen Ernährung gekommen?

Ich muss zugeben, ich bin recht spät zur veganen Lebensweise gekommen. Ich habe mich einige Jahre lang vegetarisch ernährt und war der Meinung, dass ich dem Tod der Tiere damit nicht bei wirke. Über Umwelt [&] Co habe ich mir damals gar keine Gedanken gemacht. Als ich mit Yoga begann, habe ich mich mehr mit den Themen Ethik auseinandergesetzt und mich mehr mit meinem Handeln und seinen Auswirkungen beschäftigt und bin zu dem Entschluss gekommen, dass nur eine vegane Ernährung die richtige sein kann. Zwar musste ich schnell einsehen, dass auch eine vegane Ernährung nicht vollkommen leidlos ist, aber sie ist - kombiniert mit dem Gesundheitsfaktor - definitiv die beste.

Welche Erfahrungen machst du selbst mit der veganen Ernährung?

Ich kann nicht genau differenzieren, ob es an der veganen Ernährung liegt oder an Yoga. Seitdem ich meine Ernährung auf pflanzlich umgestellt habe und intensiver Yoga praktiziere, habe ich unheimlich viel Energie. Ich habe meinen Schlaf um 2h reduzieren können, bin tagsüber wacher, aufmerksamer und konzentrierter. Ich fühle mich in meinem Körper richtig wohl und bin flexibler geworden. Aber ich merke auch, dass ich seelisch an Stärke gewonnen habe.

Welche Beziehungen siehst du zwischen Veganismus und Yoga?

Mit der Praxis des Yoga wollen wir mehr zu uns finden. In Harmonie mit uns, den Menschen und allen anderen Lebewesen leben. Wir sehen uns nicht als Einzelnes, Unabhängiges. Wir sind ein Teil des Gesamten, stehen mit dem Kosmos in Verbindung und sind uns demnach bewusst, dass unsere Handlungen und deren Auswirkungen nicht nur auf uns, sondern auch auf andere ausfallen.

Je weiter wir mit der Praxis fortschreiten, desto mehr Mitgefühl entwickeln wir. Mitgefühl gegenüber unseren Mitmenschen, den Tieren, dem Planeten, aber auch gegenüber uns selbst.

Eine vegane Ernährung ist daher in der heutigen Zeit für Yoga-Übende sehr zu empfehlen.

Hast du weitere Pläne für die Zukunft?

Ich war nie jemand, der groß Pläne geschmiedet hat. Ich habe mich vom Leben leiten lassen, Aufgaben gesehen, angenommen und umgesetzt. Frieden und Harmonie zu schaffen sollten aber das oberste Ziel eines Jeden sein, daher kann ich sagen, dass ich mit Yoga und der veganen Lebensweise zwei sehr gute Werkzeuge habe, mit denen ich meinen Teil zu diesem Ziel beitragen kann. Und ich wünsche mir von Herzen, dass viele Menschen diesem Weg folgen und wir gemeinsam mit Tieren und Pflanzen ein harmonisches Leben auf diesem Planeten führen können.

Web: www.Yogan-OM.de

Fb: www.facebook.com/LifestyleYogan

Hinterlasse einen Kommentar

3 Kommentare auf "Interview mit Dominik Kalyana: Yoga und vegane Ernährung"

Benachrichtige mich zu:
avatar
Viktoria
Gast
Yoga ist eine sehr gute Form für Körper Geist und Seele in Einklang zu bringen. Nur mit der Ernährung bin ich nicht einverstanden. Das finde ich, ist gegen die Natur des Menschen. Jeder Mensch sollte sich von dem ernähren, was die Natur hergibt. Dort wo der Körper geboren wurde, ist er auch angepasst zur Aufnahme der Nahrung. Das Mitgefühl mit Tieren ist doch nur die eigene Angst vor dem Tod. Wir leben um wieder diese Welt zu verlassen. Ich selbst habe viel mehr Energie als die meisten Menschen und esse regelmäßig Fleisch, also hat dies nichts mit der Ernährung zu… Read more »
Micha
Gast
@Dominik: ahimsa sehe ich auch als gemeinsame Grundlage von Yoga und Veganismus. Habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie du. Yoga hat mich sensibilisiert und führte mich dahin, die Dinge so zu sehen, wie sie tatsächlich sind. Endlich habe ich wahrgenommen, welch gewaltiges Ausmaß an Gewalt damit verbunden ist, nichtmenschliche Tiere für unsere – in aller Regel niedrigen – Zwecke zu benutzen, zu missbrauchen. Vegan zu leben ist das Gebot der Stunde. So werden wir diese allgegenwärtige, Tierleid ignorierende, letztlich uns selbst zerstörende Gewalt in unserer omnivoren, aber so nicht zukunftsfähigen Welt überwinden.@Viktoria: zum "Fleischkonsum ist natürlich"-Argument: Selbst wenn es so wäre,… Read more »
Ursula
Gast

Die Industrialisierung der Fleisch- und Milchproduktion ist gegen die Natur der Tiere. Liebe Viktoria, wenn du dich selbst um die Haltung, Tötung und Schlachtung kümmern würdest, entspreche das deiner Natur, aber sicher nicht das Kaufen eines Fleischpakets im Supermarkt.

Angst vor dem Tod als Motiv anzugeben finde ich ein wenig naiv.

Ich selbst lebe seit vielen Jahren fleischlos. Mich vegan zu ernähren schaffe ich nur phasenweise.
Und zum Thema Energie meine ich, dass es weniger darauf ankommt kein Fleisch zu essen, sondern vollwertige Nahrung zu essen und sich an gewisse "Ernährungsregeln" zu halten.
Lieben Gruß
Ursula

wpDiscuz

Menü
Schlagwort-Suche