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Fleischesser verändern – was wirkt?

(Kommentare: 17)

Eine Studie, die soeben im Fachjournal Social Science and Medicine veröffentlicht worden ist, hat untersucht, wie es gelingen kann, Menschen tatsächlich zu einer Reduktion ihres Konsums von Rindfleisch zu bewegen. Die Studienergebnisse geben aber über diese sehr isolierte Fragestellung hinaus wichtige psychologische Aufschlüsse, was getan werden kann, um Fleischessern zu einer Beendigung ihres Fleischkonsums zu verhelfen. Leser und Leserinnen von vegan.eu sind eingeladen, dies bei ihren Freunden und Bekannten auszuprobieren!


Ergebnisse der Studie 

Veränderungen von Einstellungen 

 

  • Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten stärken: Menschen reduzieren am ehesten ihren Fleischkonsum, wenn sie sich dies zutrauen. In der Psychologie spricht man von Selbsteffizienzerwartungen. Menschen beginnen nur dann, etwas zu tun, wenn sie auch der Meinung sind, dies zu können. So würde kaum jemand ein Flugzeug fliegen, der keine Ahnung hat, wie dies geht. Genau so ist es beim Fleischverzicht. In der Studie entwickelten vorwiegend solche Teilnehmer eine Intention zur Fleischreduktion, die davon überzeugt waren, dass sie dies auch schaffen würden. Menschen ermutigen, ihnen die eigenen Erfahrungen schildern und ihnen konkrete Tipps geben, ist wichtig, um die Selbsteffizienzerwartungen zu stärken. „Ich kann auf Fleisch verzichten“, wer dies sagt, hat gute Aussichten, es auch zu tun.
  • Positive Gefühle aufbauen: Je positiver Fleischverzicht gefühlsmäßig in der Studie wahrgenommen wurde, desto eher entwickelten die Teilnehmer auch die Intention zur Fleischreduktion. Positive Anreize sind ein zentraler Faktor des menschlichen und tierischen Verhaltens. Wir tun lieber Dinge, die mit positiven Gefühlen verbunden sind, als Dinge, die mit negativen Gefühlen verbunden sind. Wirksame Strategien sind daher: Die befreiende Wirkung des Fleischverzichts vermitteln. Die Friedfertigkeit und das gute Gewissen, die mit einer pflanzlichen Ernährung verbunden sind, betonen. Wenn sich Fleischverzicht emotional gut anfühlt, wird er eher in die Tat umgesetzt.
  • Selbstvertrauen stärken: Wenn wir uns etwas nicht zutrauen, tun wir es auch nicht. Wer würde ohne Training ein Flugzeug fliegen? Genau so geht es vielen Fleischessern. "Ich schaffe es nicht", welcher Veganer kennt diese oder ähnliche Äußerungen seiner fleischessenden Mitmenschen nicht? In der Psychologie spricht von Selbsteffizienzerwartungen. Nur wenn positive Selbsteffizienzerwartungen vorliegen, wird ein Verhalten begonnen. Genau so zeigte es sich auch in der Studie. Je stärker sich die Teilnehmer eine Fleischredutkion zutrauten, desto eher waren sie zu ihr bereit. Die Angst vor der Veränderung nehmen. Die vielen Möglichkeiten veganer Ernährung aufzeigen. Konkrete Hilfe und Unterstützung geben. Auf die Beispiele eingefleischter vorheriger Fleischesser zu verweisen, die heute vegan leben. All dies kann helfen, um Menschen genug Selbstvertrauen für den Schritt zum Fleischverzicht zu geben.
  • Den Nutzen darstellen: Wir tun etwas, wenn wir glauben, es lohne sich für uns. Je stärker die Teilnehmenden in der Studie vom Nutzen der Fleischreduktion überzeugt waren, desto eher waren sie zum Fleischreduktion bereit. Überzeugende Gründe sprechen für die vegane Lebensweise. Wer will Tieren Leid zufügen? Wer will die Umwelt stark belasten? Wer will seine eigene Gesundheit schädigen? Schildert die Möglichkeit, sich ohne Töten zu ernähren, die positiven Auswirkungen auf die Umwelt und die eigene Gesundheit der veganen Ernährung. Vermittelt Fleischverzicht als Herausforderung, an der ein Mensch wachsen kann.
  • Fleischesser-Identität aufbrechen: Menschen identifizieren sich mit ihrer Lebensweise. „Ich bin ein Fleischesser“, welcher Veganer kennt diesen Spruch nicht? In der Studie waren Teilnehmer umso weniger zum Fleischreduktion bereit, je mehr sie sich als Fleischesser identifizierten. Die unnötige Reduktion der eigenen Person auf den Konsum von Tieren hinterfragen. Zur Reflexion anregen. Beispiele von früheren Fleischessern geben, die heute vegan leben. Vitalität und Gesundheitswert der veganen Ernährung betonen. So könnt ihr Menschen dabei unterstützen, ihre Fleischesseridentität zu verändern.

 

 Externe Unterstützungs-Anker setzen 


Die Studienautoren stellten noch ein Ergebnis fest: Eine einfacher aufmunternde und erinnernde SMS pro Tag genügte, um die Umsetzung der Fleischreduktion signifikant zu verbessern.

Es genügt nicht, Einstellungen zu verändern, sondern Menschen brauchen Begleitung und Unterstützung, wenn sie auf Fleisch verzichten und vegan leben wollen. Wir sollten sie nicht allein lassen, damit sie nicht zurückfallen. Die modernen Kommunikationsmethoden lassen sich zum Positiven nutzen, um denjenigen zur Seite zustehen, die sich ändern wollen.

Es gibt viel zu tun, bleiben wir dran!

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Kommentar von Gabriele Mayen |

Hallo, leider kenne ich einige Fleischesser in der Verwandtschaft, die auf keinen Fall ihren Fleischkonsum einschränken würden. Sie sind auch nicht für irgendwelche Argumente offen. Ihr Motto lautet: mir geht es gut, wenn nicht, hat es nichts mit Fleisch zu tun, und Menschen brauchen Fleisch. Schade, dass sie so unkritisch und so unbewußt sind.

Kommentar von Jörg |

Veganer sind also doch auf einer Mission.

Kommentar von Hans Gschwender |

Bitte weniger Fundmentalismus. Auch Fleischesser sind Menschen. Ich habe Blutgruppe NULL. Ich werde also weiterhin Fleisch essen um gesund zu bleiben. Da lobe ich mir die Argentiner: "alles was am oder unter dem Boden wächst, IST FÜR TIERE!" Warum wollt ihr Veganer den Tieren ihr Futter wegfressen? Außerdem erst durch Essen von gekochtem und gebratenen Fleisch hat sich beim Menschen das Gehirn besonders das Großhirn entwickelt! Ich weiß nicht ob das auch für Veganer zutrifft.

Kommentar von Ida |

Lieber Hans, ich möchte dir nichts vorwerfen, da du vielleicht die ein oder andere wichtige Information nicht bekommen hast. Niemand möchte irgendwem vorschreiben, was er zu essen hat. Dennoch kann man ja den Menschen in seinem Umfeld zu Liebe darauf aufmerksam machen dass die Wahrscheinlichkeit Krebs, Herzkrankheiten, Übergewicht und viele weitere unerfreuliche Krankheiten zu bekommen erheblich senkt wenn man sich vegan ernährt. Ich selber habe mir dazu mehrere Studien angesehen und du könntest das ja auch machen, wenn dich die Thematik interessiert. Zu dem Aspekt mit dem Futter: Es ist leider andersrum. Die Tiere essen den Menschen das Essen weg. In Brasilien wird immer mehr Regenwald abgeholzt wegen der massiven Sojaproduktion von dem 90% an die Nutztierhaltung gehen. Und da die Nachfrage an Fleischproduktion global steigt, muss natürlich auch immer mehr Futter her und jede Sekunde wird eine weitere Fläche Regenwald abgeholzt, so dass es nicht unrealistisch wäre, dass er in ein paar Jahren garnicht mehr da ist. Diese riesigen Sojafelder gehören zu großen Konzernen, die den kleinen Bauern wortwörtlicher Land wegnehmen, sodass man einen direkten Einfluss von Fleischkonsum auf das Leben anderer Menschen beobachten kann, die nicht mehr ihre Familie mit ihrem selbstangebautem Essen versorgen können. Anstatt andere zu beleidigen (Veganer hätten kein Großhirn) kann man sich doch sachlich unterhalten, am besten wenn man sich auf aktuelle Fakten beruht. Man muss ja auch nicht nie wieder in seinem Leben ein tierisches Produkt essen, nur es wäre schön, wenn diese Problematik in unserer Gesellschaft einen Platz fände. Alles was in der Gesellschaft als fremd erscheint stößt erstmals auf Unverständnis (Religion, Homosexualität, Frauenwahlrecht...), aber wenn man sich auf respektvolle Art miteinander unterhält, kann doch viel dabei rumkommen. Ich hoffe, ich konnte dir helfen und freue mich auf eine differenzierte Antwort. :)

Kommentar von Klaus Grünseich |

@Gschwender: „Warum wollt ihr Veganer den Tieren ihr Futter wegfressen?“

In NUR etwa 40 Jahren - einem erdgeschichtlichem „Wimpernschlag“ - wurden bereits mehr als etwa 80% der ursprünglichen Regenwälder unwiederbringlich abgeholzt/vernichtet/zerstört und in Monoplantagen (um Futter-> Soja [GVO], Mais und andere Getreide für Milliarden geschundene nichtmenschliche Kinder und Säuglinge zu erzeugen) und Weideland verwandelt, um „Nahrung“ tierlichen Ursprungs - jedweder Art - zu „produzieren“ (fühlende Lebewesen... „produzieren“?)!

Gerne gebe ich Ihnen im Folgenden mal einige Zahlen zur Effizienz von „Lebensmittel“-„Produktion“ tierlichen Ursprungs an die Hand:

Von 100 pflanzlichen Kalorien, bleiben...

a) Geflügel: 13 tierliche Kalorien über! Verlust: 87% (S I E B E N U N D A C H T Z I G)!!!

b) Schwein: 10 tierliche Kalorien über! Verlust: 90% (N E U N Z I G)!!!

c) Rind: 3 tierliche Kalorien über! Verlust: 97% (S I E B E N U N D N E U Z I G)!!!

Diese Zahlen sind in variabler Größe auf die „Produktion“ jegliche „Nahrung“ tierlichen Ursprungs übertragbar!

Um nun zu begreifen, das nicht irgendwelchen Tieren das Futter weggefressen wird, sondern aufgrund omnivorer Ernährung/Lebensweise ALLE Lebensgrundlagen ALLEN Lebens auf diesem Planeten vernichtet werden, bedarf es kein Großhirn, sondern allenfalls eine einzige Hirnzelle!

Nun stellt sich die - ernsthafte & berechtige - Frage: hat sich tatsächlich bei jedem Menschen(!) ein Hirn entwickelt, welches über mehr, oder aber eher über weniger als eine Zelle verfügt?

Kommentar von horsche |

Zu diesem Thema befinde, besser befand, ich mich im
Forum selbstvers.org im thread Gesunderhaltung unter o.g. username. Befand deshalb, weil ich die Diskussion als unzumutbar, ähnliche “Argumentation“ wie Herr Gschw., abbreche. Wenn man im genannten Forum an anderer Stelle weiter liest wird man feststellen, daß es durchaus vernünftig denkende Leute sind und begrenzte Zusammenhänge, meist auch mehr, erfassen, aber was in Angelegenheit vegan geboten wird ist unerträglich.
Vermute, daß man sich sein kleines, großes Glück unter allen Unständen erhalten will gepaart natürlich durch Erlebnisse aus der Sozialisation und der Bedenken vor Vereinsamung, den Herdentrieb befolgend.
Alle diese Kriterien sind effizient nicht vom einzelnen nobody-veganer am Nächsten auszuhebeln. Auch “Unfälle“wie Rinderwahn oder sonst. Seuchen haben keinen nachhaltigen Erfolg gegen fleisch ist ein stück lebenskraft. Fleisch muß inakzeptabel in der Gesellschaft werden. Wie aber kann dabei die Akzeptanz für die Tiere erhalten werden?

Kommentar von Brigitta |

Merkwürdig - warum funktioniert das nicht umgekehrt? Müßten, dieser Studie nach, Veganer nicht "nur" dann Veganer sein können, wenn sie auch tatsächlich nicht mehr von der Tierhaltung leben, und nicht, wie jetzt, einfach gar nicht kontrolliert wird, woher das Essen stammt?

Ich für meinen Teil kann mir absolut nicht vorstellen, wie ich meinen Fleischkonsum einschränken sollte, wenn ich nicht mal weiß, was dann wo und vor allem wovon angebaut werden soll?

Bisher leben nahezu alle Veganer doch nur "güllevegan", oder sehe ich das falsch?

Kommentar von thomas |

@Brigitte: Haha, das im wahrsten Sinne des Wortes "Gülle-Argument" kannte ich noch gar nicht. Lies dir einfach mal die Definition von "vegan" von der vegan society durch, dann bist du schlauer.
Und ich hoffe du glaubst nicht tatsächlich, dass Pflanzen zum Wachstum Gülle benötigen?

Kommentar von horsche |

@Brigitte: Wie darf man diesen Beitrag verstehen? Sollen Fleischesser Veganer bekehren?
Soweit ich informiert bin sind vegane Lebensmittel zertifiziert.
Mit dem Begriff “güllevegan“ kann ich nichts anfangen, ist es so etwas wie bei den Fleischessern das Essen von Leichenteilen?

Kommentar von horsche |

Da mein Beitrag vom 1.5. wohl von diesem unseligen redaktionellen Begutachten verschluckt wurde noch einmal die Nachfrage an Brigitte: Die meisten Menschen leben nicht von der Tierhaltung, das ist einigen vorbehalten, die sich damit ihren Lebensunterhalt mehr oder weniger gut verdienen; die mit oder durch die Tierhaltung leben sehen wohl auch nicht unbedingt auf die Fleischherstellungsbedingungen.
Vegane Lebensmittel sind gekennzeichnet und in vielen Fällen auch zertifiziert, damit ist die Herkunft eindeutig auszumachen. Diese Argumentation für die Beibehaltung des Fleischverzehrs ist mir, wegen der allgemeinen Bekanntheit, noch nicht vorgekommen. Auch der Begriff güllevegan ist mir unbekannt und müßte näher erklärt werden, so vielleicht wie Leichenesser für Fleischverzehr?

Kommentar von Drawida |

Die Argumente der Fleischesser beweisen immer wieder, dass diese Menschen nahezu völlig wirklichkeitsfremd und uninformiert sind und einfach weiter gedankenlos in der leider schon seit Jahrtausenden aufgebauten Tiervernutztradition verbleiben wollen, die uns dorthin gebracht hat, wo wir heute als menschliche Spezies in allen Bereichen des Lebens stehen: Am äußersten Rand eines von niemandem mehr auslotbaren Abgrundes.
Wer an seiner eigenen Erhellung bezüglich dieses wie ich meine wichtigsten Themas Ernährung wirklich interessiert ist, der muss sich intensiv diesbezüglich mit den Bereichen Ethik, Gesundheit, Ökologie und Ökonomie, Weltpolitik auseinander setzen. Und dies muss von einem normal begabten ausgewachsenen Menschenexemplar angesichts der katastrophalen Weltlage gefordert werden dürfen.
Wer heute nicht bereit ist, unser geschichtlich nachprüfbares Verhalten und dessen Folgen zumindest zu überprüfen, der hängt nur als Gewicht am Ganzen, das uns alle in diesen Abgrund zu reißen droht. Die hartnäckigen Tiervernutz-Apologeten sind das größte Hindernis für die planetare Heilung.

Kommentar von Horsche |

Von den Normalbegabten kann man keine Einsichten verlangen, leider. Man kann nicht mal von direkter Steuerung der Meinung durch Verantwortliche sprechen, wenn dann hätte man wenigstens einen Ansatzpunkt, eine indirekte Beeinflussung durch die Medien ist natürlich deutlich. Bedauerlicherweise ist die fleischfressende Mehrheit ein entsprechendes Wählerpotential, insofern mir immer wieder Zweifel an der Demokratie kommen.

Kommentar von Carmen |

Fleischesser sind ignorante Spießer, Feiglinge, Gruppenzwängler und für allesfressende Eltern, denen die Zukunft selbst ihrer und Enkel Kinder am Allerwertesten vorbeigeht und die nicht begreifen, dass das beste Studium, der bestbezahlteste Beruf und Geld keine kaputte Umwelt ersetzen können - für diese Spezies gibt es keine Bezeichnung, die diese Unterstufe an Intelligenz beschreiben könnte.

Kommentar von Horsche |

Denke schon, daß sie das begreifen, nur der hiesige Wertekanon läßt sie so ungeniert auftreten, weil keine Sanktionen zu erwarten sind. Dafür reicht die Bauernschläue allemal.

Kommentar von Horsche |

Fleischfresser sind wie alle Menschen, ausgenommen einige wenige Exemplare, die die Welt überwunden haben, Egoisten, bei denen sich allerdings die Gleichgültigkeit gegenüber den anderen Wesen in penetranter Art äußert. Wie diese Gleichgültigkeit zB. mit der christlichen Religion zu verbinden ist, erschließt sich mir nicht, wahrscheinlich wird im ewigen Leben das große Versöhnungsfest stattfinden. Solange wird hier weiter gegrillt um die irdischen “Bedürfnisse“, und da sind dann wieder alle dabei, zu befriedigen. Anstatt sich bei ihrem Schöpfer, angesichts der gepriesenen Nächstenliebe, über die Zutat Eigenliebe, was die Menge betrifft, zu beschweren.
Einzig die Erregung von Mitleid ist in der Lage dem Einhalt zu gebieten, was sich angesichts des geheiligten Individuums in dieser Gesellschaft nur schwer durchsetzen läßt. Wenigstens die ausdrückliche Erklärung, daß der Mensch nicht das alleinige Maß aller Dinge ist, muß her und zwar jetzt mindestens europaweit.

Kommentar von Geronymo |

Fleisch ist ein Stück Lebenskraft,
wenn es lebt und wenn es schafft.
Ist es aber von der Leich,
macht es nur den Doktor reich.

Kommentar von Michael |

Einige der Antworten hier zeigen leider, dass es wohl mit der Veränderung von von Einstellungen erst einmal nichts wird. Wer derart aggressiv und primitiv herum pöbelt, wie einige Veganer das hier tun, wird rein gar nichts erreichen. Leider fällt ein derartiges Verhalten letztendlich auf alle anderen Veganer zurück, was eine Argumentation fast unmöglich macht.

Es ist völliger Blödsinn zu negieren, dass sich der Mensch bisher gemischt ernährt und dass dies auch die Entwicklung der menschlichen Rasse erheblich voran gebracht hat. Fakt ist allerdings auch, dass es Dinge gibt, die es nötig machen, auch lange bewährte Verhaltensweisen aufzugeben. Die aktuelle Massentierhaltung und die riesigen Fleischmengen die wir heutzutage in uns hinein schaufeln, stehen in keinem Verhältnis zu dem was unsere Vorfahren gegessen haben. Für die gab es nämlich nur im Ausnahmefall Fleisch.

Hier läge meiner Ansicht nach der Ansatz, um Menschen dazu anzuregen, über ihre Ernährung nachzudenken und möglicherweise auch etwas zu ändern. Mit gegenseitigen Anfeindungen verhärten sich nur die Fronten und das hilft niemandem.

Ich konnte auf jeden Fall, ohne das aggressive Vokabular von Hardcore Veganern, schon viele positive Gespräche führen, ohne dabei die Absicht zu verfolgen, irgendwen zu manipulieren oder zu ändern. Meiner Meinung nach, kann es auch nicht das Ziel sein, die Menschheit dazu zu zwingen sich vegan zu ernähren. Wenn man es allerdings schafft, Menschen dafür zu sensibilisieren was derzeit schief läuft und wie sehr die derzeitige Ernährung die Entwicklung des Planeten negativ beeinflusst dann besteht mittelfristig sicherlich die Chance dass alle zusammen etwas ändern können.