Vegane Hunde erfreuen sich guter Gesundheit

Vegane Hunde erfreuen sich guter Gesundheit

Vegane Ernährung von Hunden

Eine im Fachjournal PLOS ONE veröffentlichte vergleichende Studie zur Gesundheit von Hunden, die mit konventionellem Hundefutter, mit Rohfleisch oder mit veganem Hundefutter ernährt wurden, gelangte zu dem Schluss, dass "die gesündeste und am wenigsten gefährliche Ernährungsweise für Hunde eine ernährungsphysiologisch einwandfreie vegane Ernährung ist.

Die Autor:innen erfassten den Gesundheitszustand von 2536 Hunden, die mindestens ein Jahr mit konventionellem Hundefutter, veganem Hundefutter oder mit Rohfleisch ernährt wurden.

Die Betreuer:innen der Hunde wurden befragt zum allgemeinen Gesundheitszustand sowie zur Häufigkeit spezifischer Erkrankungen. Erhoben wurden u. a. die Häufigkeit von Tierarztbesuchen, die Einnahme von Medikamenten, die Notwendigkeit einer tierärztlich verordneten Diät, die von Tierärzten diagnostizierten Erkrankungen. Erfasst wurden der Prozentsatz erkrankter Hunde und die Anzahl der Gesundheitsbeeinträchtigungen pro Hund. Ebenfalls wurden neben weiteren Merkmalen Alter und Geschlecht der Hunde erfasst.

In der Ergebnisauswertung zeigte sich, dass Hunde mit konventioneller Ernährung in fast allen globalen Indikatoren signifikant schlechter abschnitten als Hunde, die vegan ernährt wurden.

Vegane Hunde erkrankten zudem deskriptiv seltener an sieben der 10 häufigsten Erkrankungen im Vergleich zu mit rohem Fleisch ernährten Hunden und an acht der 10 häufigsten Erkrankungen im Vergleich zu konventionell ernährten Hunden.

Während sich in einigen Indikatoren – allerdings nicht signifikante – Vorteile einer Rohfleischernährung im Vergleich zur veganen Ernährung zeigten, ließen sich diese mit zufälligen Schwankungen sowie mit dem signifikant geringerem Alter der mit Rohfleisch ernährten Hunde erklären.

Die Autor:innen weisen zur Einordnung dieser Ergebnisse zudem darauf hin, dass nach vorliegenden Studien die Rohfleischfütterung mit ernährungsbedingten Risiken in Form von Nährstoffmängeln und Krankheitserregern verbunden sei.

In der Gesamtbewertung sprechen die Befunde daher gemäß der Schlussfolgerungen der Autor:innen für die Überlegenheit der veganen Hundeernährung gegenüber anderen Formen der auf Fleisch beruhenden Hundeernährung.

Resümee

Deutlich wird aus diesen – wie auch aus vorherigen Befunden - dass es keine ernsthaften Argumente dafür gibt, Hunde nicht-vegan zu ernähren.

Zu ergänzen ist, dass aus Tierschutzgründen die Opferung anderer Tiere nicht vertretbar ist. Eine Rechtfertigung der Tötung anderer Tiere für Hunde läge eine speziesistische Grundauffassung zugrunde, die Tierarten nach Gutdünken in Lebenswertkategorien einteilt. Dies sollte für Veganer:innen indiskutabel sein.

Hinzu kommt, dass die ökologische Überlegenheit der veganen Ernährung gesichert ist und diese Befunde selbstverständlich nicht nur für Menschen, sondern auch für Hunde gelten.

Wir selbst ernähren unsere neun adoptierten Rescue-Hunde übrigens seit jeher und ohne die geringsten Probleme vegan. Zwei Baby-Hunde, die leider ihren Müttern entrissen worden waren, zogen wir mit veganer Babymilch für Menschen auf Soja- und Getreidebasis aus.

Für alle Veganer:innen sollte die vegane Ernährung ihrer Hunde eine Selbstverständlichkeit sein, wenn sie nicht in die speziesistische Falle tappen und stattdessen einen echten Beitrag für den Schutz des Lebens aller leidensfähiger Wesen leisten möchten.

Rice und Province wurden mit veganer Babymilch aufgezogen.

Abig kam nach geschätzt 5 Jahren auf der Straße mit Parasiten- und Herzwurmbefall vor sechs Monaten zu uns. Die vegane Ernährung vertrug er vom ersten Tag an sehr gut und hat seither kräftig zugelegt.

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