Miriam Reitz: Vegan für eine bessere Welt

Miriam Reitz: Vegan für eine bessere Welt

Miriam Reitz lebt seit einem Jahr vegan und erlebt dies als einen der wichtigsten Schritte in ihrem Leben. Tierschutz, Umweltschutz und Gesundheit sind ihre Argumente für die vegane Lebensweise.


Als Autorin von Freddy der Kugelfisch, auf ihrem Tierschutzblog und an vielen anderen Orten und in vieler anderer Art und Weise setzt sich Miriam für eine bessere Welt ein, zu der nicht nur, aber als ein zentrales Element die vegane Lebensweise gehört.


Im Interview mit Vegan.eu hat sie sehr ausführlich über ihre Aktivitäten, ihre Motive, ihre Erfolge und ihre Pläne für die Zukunft berichtet, bei deren Umsetzung wir ihr viel Erfolg wünschen.



Interview mit Miriam Reitz




Freddy der Kugelfisch". Dies ist ein Buch, welches du geschrieben hast. Kannst du uns erzählen, worum das Buch geht und was es uns sagen möchte?

Ich habe die Geschichte über einen kleinen Fisch geschrieben, der wegen seiner gelben Farbe ein Außenseiter ist. Fiese, respektlose Mobber sind in der heutigen Zeit leider an der Tagesordnung. Aber deshalb darf dies nicht geduldet werden. Wegschauen wäre der falsche Weg. Ich möchte vielen Kids Mut machen, sich gegen Mobbing zu wehren. Unter anderem geht es bei Freddy um Freundschaft und Außenseiter sein. Auch ich war in der Schule ein Opfer von Mobbing und das 9 Jahre lang. Mein Ziel ist es aber auch, den Kindern zu zeigen, dass Tiere unsere Freunde sind, dass sie mit Respekt behandelt werden müssen.

Bei welchem Verlag ist das Buch erschienen?

Mein Buch ist beim Verlagshaus Schlosser erschienen.

Du beschäftigst dich mit dem Thema "Respekt vor Tieren". Wo findest du in unserer Gesellschaft solch einen Respekt und wo wird gegen ihn verstoßen?

Mit dem Veganismus zeigt man den Tieren sehr viel Respekt. Der Vegetarismus ist die erste Stufe, aber auch keine Pelze oder Pelzeinlagen zu tragen, versuchsfreie Kosmetika verwenden, Tiere in Not zu helfen ist wichtig.

Wer tierische Produkte konsumiert, vor allem Fleisch, aber auch Kuhmilch und Käse, wer Tiere tötet, quält, Tiere schlägt, ihren Lebensraum zerstört, Pelz trägt, wild umherzüchtet usw. zeigt keinen Respekt vor Tiere.

Es gibt immer wieder Stimmen, die Tierschützer auffordern, sich doch besser um Kinder oder andere Menschen zu kümmern. Welche Zusammenhänge siehst du zwischen Respektlosigkeit gegenüber Menschen und Respektlosigkeit gegenüber Tieren?

Tierschutz ist auch Menschenschutz. Respektlosigkeit gegen Mensch und Tier ist, wenn man sie versklavt und sie aus Profitgründen ausbeutet. Geld und Macht sind die Gründe dafür.

"Freddy der Kugelfisch" wendet sich gerade auch an Kinder. Wieso denkst du ist es so wichtig, bereits Kinder zu erreichen?

Kinder sind die Erwachsenen von Morgen. Kinder gehen außerdem unvoreingenommen an eine Sache heran.

Schreibst du weitere Geschichten und kannst du uns schon etwas über sie verraten? Wie setzt du dich ansonsten gegen gesellschaftliche Missstände ein?

Es wird einen zweiten Teil von Freddy geben, er wird zusammen mit seinen Freunden für die Rechte der Tiere kämpfen. Ich bin außerdem gerade dabei, ein neues Manuskript zu schreiben mit dem Titel "Sir Citrus-Theodorus und die Freiheit der Nutztiere."

Ich bin die Gründerin von www.Freddy-tv.de. mein Blog ist gerade im Aufbau. Ich beschäftige mich mit Themen, wie Tierquälerei, Tierrechte, Kinderarbeit und die massive und aggressive Ausbeutung durch den Fleischkonsum. Diese Themen werden gerne weltweit unter den Teppich gekehrt. Ich möchte Niemand missionieren, vielmehr meinen kleinen und großen Leser einen Einblick verschaffen, wie sich unsere sogenannten Nutztiere fühlen und was sie unter unserer Herrschaft erleben und ertragen müssen. Ich wünsche mir, dass meine Leser ob Groß oder Klein ihr Herz weit öffnen und handeln zu Gunsten unserer Welt und unseren Freunden, den Tieren. Denn Tiere sind keine Lebensmittel.

Ich möchte alle Fleischbefürworter dazu abregen, über den Tellerrand hinaus zu schauen. Und nachzudenken, wie es sich wohl anfühlt, wenn man eingesperrt wird in Käfigen, wenn man ständig gebären muss, um Milch zu geben, wenn man seine Babys weggenommen bekommt, welche Angst ausgestanden wird auf dem Weg zum Schlachthof, was es für Schmerzen sind, abgeschlachtet zu werden! All das und noch viel mehr müssen die betroffenen Tiere ertragen. Jeder, der tierische Produkte konsumiert, unterstützt dieses schreckliche Martyrium. Dies ist kein Angriff und keine Missionierung sondern Aufklärung.

Ich habe zusammen mit meiner Schwester zwei Schweine vor dem Schlachthof gerettet. Ich unterstütze Rüsselheim ev. Durch diesen Verein war es möglich, die Tiere zu retten. Ich möchte meine Logos von Freddy dem Kugelfisch für Rüsselheim spenden. So können hoffentlich noch mehrere Projekte für Tiere starten.

Wie bist du zum Geschichtenschreiben und zu deinen Themen gekommen?

Fleischkonsum ist ein Ausdruck von Respektlosigkeit gegenüber Tieren. Wie alt bist du und seit wann isst du kein Fleisch mehr? Gab es ein Schlüsselerlebnis und wie bist du darauf gekommen, kein Fleisch mehr essen zu wollen. Lebst du vegan oder vegetarisch? Wie geht es dir seither und was sagen deine Mitmenschen dazu?

Ich bin 39 Jahre alt, meine Schwester war schon immer Vegetarierin. Meine Schwester hat mir vor 6 Jahren ins Gewissen geredet , denn wir kamen auf das Thema Fleisch zu sprechen als wir am Mittagstisch saßen. Sie hat zu mir gesagt "Bitte esse kein Fleisch mehr“. Sie hat mir ein Poster geschenkt von den sogenannten Nutztieren. Dieses Poster habe ich bei mir aufgehängt und habe es immer wieder angeschaut. Eines Tages bin ich in die Tiefgarage gefahren und dort hing das gleiche Poster. Seit diesen Tag habe ich mich mit dem Thema Fleisch beschäftigt. Jedes mal, wenn ich Fleisch gekauft habe, hatte ich ein schlechtes Gewissen und bin dann Fleisch immer mehr aus dem Weg gegangen. Das Poster hatte fürs Erste gewirkt. Eines Tages ist meine Mutter an Brustkrebs erkrankt und ich habe mir eine Arztsendung über Ursachen von Krebserkrankungen angeschaut. Da wurde davon gesprochen, dass rotes Fleisch Krebs fördert. Da bin ich auf Fisch umgestiegen. Nachfolgend habe ich mich immer mehr mit Tieren beschäftigt. Dann hatte ich beschlossen, Vegetarierin zu werden, denn Fische sind auch Tiere. Ich bin vor 4 Jahren zur Vegetarierin geworden und dann vor einem Jahr bin ich auf vegan umgestiegen. Denn mein Mann und ich haben uns über Kühe und der Kälbchen informiert. Da ist mir und ihm der Appetit auf Käse und Milch vergangen. Wir leben jetzt beide vegan.

Ich lebe jetzt seit einem Jahr vegan, davor war ich 3 Jahre Vegetarierin. Mir geht es sehr gut, seitdem ich vegan lebe. Ich wünschte, ich hätte schon viel früher damit angefangen. Ich kann meiner Schwester nur danken , dass sie mich kuriert hat von diesem gewissenlosen und kranken Fleischkonsum. Ich habe ein gutes Gewissen und ich fühle mich fitter und geistig aktiver. Vegan ist das beste Anti-Aging-Programm. Wer vegan lebt, hat in der Regel eine längere Lebenserwartung. Ich lebe in einer ländlichen Gegend, wo manche Menschen noch hinter dem Mond leben – jedenfalls könnte man das denken. In meiner Gegend müssen noch viele Menschen Aufklärung und Weiterbildung zu diesem Thema erhalten. Ich finde es traurig, dass sehr viele Personen gibt, die Tiere als Sachen sehen und dass die sogenannten "Nutztiere" ( die wundervolle und kluge Lebewesen sind) als Lebensmittel betrachtet werden. Es besitzen noch zu viele die Meinung, dass der Mensch der Nabel der Welt sei und er über Tiere herrsche. Dieser Gedankengang hinterlässt weltweit seine negativen Spuren. Angefangen vom Welthunger bis hin zu massiver Tierquälerei.

Ich weiß nur eines:

Ich helfe mit, den Hunger zu vermeiden. Ich unterstütze keine Tierquälerei. Ich schütze die Umwelt – denn Fleischessen verursacht fast 40% mehr Treibhausgase als alle Autos, Lastwägen und Flugzeuge weltweit zusammen. Ich fördere keine Vogelgrippe. Ich schütze mich vor Herzkrankheiten. Ich schütze mich vor Krebs. Ich unterstütze den Weltfrieden. Ich berufe mich auf Leo Tolstoi und denke genauso wie er. Er schrieb: „Solange es Schlachthäuser gibt, wird es auch Schlachtfelder geben“."

Für mich gibt es drei Hauptübel auf dieser Welt: Alkohol, Fleisch und Nikotin.

Fleischessen ist ein Überbleibsel der größten Rohheit. Der Übergang zum Vegetarismus ist die erste und natürlichste Folge der Aufklärung. Tiere sind meine Freunde, und meine Freunde esse ich nicht! Solange Leben da ist, gibt es auch Glück.

Ich glaube, dass es vom Tiermord zum Menschenmord nur ein Schritt ist und damit ebenso von der Tierquälerei zur Menschenquälerei."

Mein Prinzip ist:

Wenn Du keinen Menschen töten kannst - gut. Kannst Du kein Vieh und keine Vögel töten - noch besser. Keine Fische und Insekten - noch besser. Bemüh dich, soweit wie möglich zu kommen. Grüble nicht, was möglich ist und was nicht. Tue, was Du mit Deinen Kräften zustande bringst. Darauf kommt alles an."

Was sind deine künftigen Pläne?

Ich plane, in Schulen Lesungen zu veranstalten, Schüler und Schülerinnen über Mobbing und den Fleischkonsum aufzuklären.

Ich möchte übrigens meine Logos von Freddy dem Kugelfisch für Rüsselheim spenden (Anmerkung: Rüsselheim e.V. rettete bei der Auslösung eines Schlachthofes die betroffenen Schweine vor der Massenschlachtung und ist nun dabei, einen Gnadenhof aufzubauen. Hierfür werden weitere Spenden und Paten benötigt!) Die Logos sind auf meiner Autorenseite www.mjreitz.de zu sehen. Es werden noch mehr dazu kommen.

Zum Schluss möchte ich noch auf meinen www.mirjams-tierschutzblog.de hinweisen. Zusammen mit vielen anderen kämpfe ich gegen Pelz. Ich habe mich einer Online Kampagne von VIER PFOTEN angeschlossen. Macht mit, gemeinsam sind wir stark.!

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