Was bedeutet die aktuelle Rechtswende für den Veganismus?







Der Vorwurf, die eigenen Kinder zu missbrauchen, ist einer der schwersten Vorwürde, der gegen Eltern erhoben werden kann. Niemand möchte unbegründet diesem Vorwurf ausgesetzt sein. Eine Umfrage unter 384 veganen Eltern zeigt nun aber, dass vegane Eltern, die ihre Kinder vegan ernähren, mit diesem Vorwurf rechnen müssen. Deutlich wird ein gesellschaftlicher Missstand, der durch eine einseitige Medienberichterstattung verursacht wird. Obwohl dies wissenschaftlich nicht haltbar ist, dominieren in den Medien Aussagen, dass Eltern ihre Kinder durch eine vegane Ernährung schädigen würden. Dies wird von einem Teil der Bevölkerung aufgegriffen und resultiert darin, dass Eltern in ihrem Alltag mit schweren Vorwürfen konfrontiert werden.
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Die Grünen gehen in den Wahlkampf mit der Forderung, dass die Tierhaltung künftig auf der Verpackung gekennzeichnet werden soll. Eine 0 solle für die ökologische Tierhaltung stehen, eine 1 für eine Tierhaltung mit mehr Platz und dem Zugang ins Freie, eine 2 für mehr Platz und höhere Anforderungen an den Stall, eine 3 für den gesetzlichen Mindeststandard. Bei Eiern funktioniere die Kennzeichnung schließlich auch sehr erfolgreich. Aus veganer Perspektive ist der Vorschlag aber nicht sinnvoll, weil er den Konsumenten suggeriert, dass eine tierwürdige Eier-, Milch- und Fleischproduktion möglich sei. Damit würden Gründe für die vegane Lebensweise entfallen.
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In seiner kurzen Amtszeit hat der rechtspopulistische US-Präsident Trump einen konzertierten Generalangriff auf Schutzrechte für Tiere gestartet. So ließ er die Veröffentlichung von Tierqual in tierhaltenden Einrichtungen einschränken, hat die Jagd, einschließlich Fallenjagd, auf Wölfe und Bären freigegeben, erlaubt tierquälerische Praktiken der Pferdedressur und will tausende Wildpferde erschießen oder an mexikanische und kanadische Schlachthäuser verkaufen lassen. Die Gnadenlosigkeit gegenüber Tier und Mensch des Donald Trump liegt in der Empathielosigkeit, die den gesamten Rechtspopulismus kennzeichnet und die seine menschenverachtenden und tierverachtenden Maßnahmen speist. Die vegane Gemeinschaft muss dem Rechtspopulismus entschiedenen Widerstand entgegensetzen, wenn sie es nicht erleben möchte, dass ihre Bemühungen für eine vegane Gesellschaft und die Tiere in kürzester Zeit um Jahrzehnte zurückgeworfen werden werden.
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SPD Kanzlerkandidat Martin Schulz gilt vielen als Hoffnungsträger. Aber wie steht Martin Schulz eigentlich zum Veganismus? Sein eigenes Essverhalten gibt keinen Grund zur Hoffnung auf eine vegan-freunliche Politik. Als Stopfleberfreund unterscheidet er sich tierschutzbezogen letztlich nicht von der Schweinefleischkultur, wie sie von CDU/CSU und AfD postuliert wird. Die kulturelle Prägung solcher Praktiken wird oft als Rechtfertigung angeführt. In Wirklichkeit verweist diese kulturelle Prägung aber auf den Gewaltcharakter von Kulturen, die es nicht zu bewahren, sondern zu überwinden gilt. Wer meint, dafür durch Stimmabgabe bei Wahlen einen Beitrag leisten zu können, irrt, jedenfalls derzeit, wo sich die vegane Bewegung nach wie vor erst im Aufbruch befindet.
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