USA: Vegane Alternativen verdrängen Eier

USA: Vegane Alternativen verdrängen Eier

Erstmals berichtet ein führender Tierausbeutungs-Konzern in den USA, dass vegane alternativen seine Tierprodukte verdrängen. Der US-Eiergigant Cal-Maine Foods hat einen Millionenverlust bekannt gegeben. Der Vorstandsvorsitzende des Konzernes Dolph Baker führt als Grund für diesen Verlust u. A. an, dass die zunehmenden Popularität veganer Eier-Alternativen auf der Basis von Leinsamen, Tofu oder Kartoffelstärke den Absatz von Eiern und Eierprodukten beeinträchtige.

Tatsächlich nimmt der Eierkonsum in den USA seit Jahren kontinuierlich ab. Demgegenüber läuft allerdings die Eierproduktion – sehr zum Leidwesen der betroffenen Tiere – weiterhin auf Hochtouren. Nach dem Auftreten der Vogelgrippe in den USA 2015 wurden Abermillionen Tiere getötet und durch jüngere Tiere mit höherer Legeleistung ersetzt.

Die steigende Produktion hat in Verbindung mit der sinkenden Nachfrage zu einem Preisverfall bei Eiern geführt, der den Eierproduzenten mittlerweile ernsthafte Schwierigkeiten bereitet.

Vor dem Hintergrund der nach wie vor enormen Eier-Produktion und des mit ihr verbundenen massenhaften Tierleides gibt es aus veganer Sichtweise zunächst wenig Grund zur Freude. Gewinneinbrüche und Verluste bei der Eierindustrie sowie die abnehmende Nachfrage führen gegenwärtig nicht zu einer Abnahme des Tierleids.

Dennoch gibt die erstmalige Aussage eines führenden Eierproduzenten, dass die veganen Alternative den Markt belasten, Anlass zur Hoffnung. Wenn es gelingt, diesen Trend fortzusetzen, würden die Eierproduzenten letztlich gezwungen, das Eierangebot und damit die Anzahl betroffener Tiere zu reduzieren.

Deutlich wird aus dieser Entwicklung gleichzeitig, dass die Verbreitung veganer Alternativen eine wichtige Strategie darstellt, um tierische Produkte immer offensichtlich ersetzbar und unnötig zu machen. Die Ausdehnung der Massenverfügbarkeit veganen Produkte als Ersatz für Fleisch, Milch, Käse und Eiern liegt damit im unmittelbaren Interesse der veganen Bewegung und der Tiere, gegen deren Ausbeutung Veganer kämpfen.

Insofern ist auch der Ansatz des VEBU, für die Ausdehnung der Verfügbarkeit von Alternativen, sogar mit Tierausbeutungskonzerne zusammen zu arbeiten, letztlich - trotz der damit verbundenen Bauchschmerzen - zu begrüßen. Voraussetzung ist allerdings, dass künftig nur noch pflanzliche Produkte und nicht weiterhin vegetarische Produkte, die Milch oder Eier enthalten, gefördert werden.

Eine Kombinations-Strategie aus Verbreitung und Förderung veganer Lebensmittel sowie konsequenter Aufklärung über das durch die Nutztierhaltung verursachte unerträgliche Tierleid ist erforderlich, um die vegane Sache weiter voranzubringen. Dass vegane Alternativen bereits jetzt den Absatz von Tierausbeutungsprodukten belasten, unterstreicht die Effektivität und Notwendigkeit dieser Strategie.

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