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Veganer haben seltener Krebs und leben offenbar länger

(Kommentare: 4)

Im Fachjournal Critical Reviews in Food Science and Nutrition ist soeben eine Studie veröffentlicht worden, die sich mit Auswirkungen vegetarischer und veganer Ernährung auf die Gesundheit beschäftigt. Es handelt sich um eine sogenannte Meta-Analyse, einer Studienart, bei der keine eigenen neuen Untersuchungen durchgeführt, sondern vorhandene Studien gemeinsam statistisch ausgewertet werden.

Die beiden für Veganer interessantesten Hauptbefunde sind, dass eine vegane Ernährung offenbar mit einer signifikant verminderten Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung einhergeht und außerdem deutliche Hinweise auf eine reduzierte Sterblichkeit von Veganern erkennbar werden:

- Veganer wiesen in der metaanalytischen Auswertung eine um 15% reduzierte Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung auf. Auch bei Vegetariern war die Erkrankungswahrscheinlichkeit an Krebs signifikant reduziert, allerdings nur um 8%.

- Veganer wiesen eine um 12% reduzierte Sterblichkeit auf, wobei dieser Effekt allerdings die statistische Signifikanz knapp verfehlte. Da die statistische Signifikanz verfehlt wurde, sind weitere Studien erforderlich, um hier zu einer größeren Sicherheit zu gelangen. Keine Hinweise ergaben sich übrigens aus der Studie, dass ebenfalls eine nicht-vegane, lediglich vegetarische Ernährung das Sterblichkeitsrisiko verringern würde. Die über Veganer und Vegetarier gemittelte Stichprobe wies nur eine bei weitem die Signifikanz verfehlende Sterblichkeitsreduktion von 6% auf, welche aber noch eine Überschätzung ist, weil in dieser Stichprobe auch die Veganer enthalten waren.

Die neue Studie stützt insgesamt die Annahme, dass eine vegane Ernährung mit gesundheitlichen Vorteilen verbunden ist. Insbesondere besteht die begründete Hoffnung, dass durch eine vegane Ernährung die Anzahl der Krebserkrankungen reduziert werden kann. Ebenfalls ergeben sich aus dieser Gesamtauswertung aber auch Hinweise dafür, dass Veganer länger leben.

Während Veganer insofern die Aussicht haben, durch ihre vegane Ernährung ihre Gesundheit zu verbessern, ergaben sich keinerlei Hinweise auf gesundheitssschädigende Auswirkungen einer veganen Lebensweise. Gerade vor dem Hintergrund der positiven Auswirkungen einer veganen Lebensweise auf das Tierwohl, die Umwelt und die Ernährungssicherheit spricht insofern alles dafür, dass die Menschen ihre traditionelle Ernährung mit Tierprodukten aufgeben sollten.

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Kommentar von Drawida |

Jeder Mensch, der von omnivor mit Bedacht und Körperbewusstsein zu vegan umgestellt hat, weiß besser wie jeder Wissenschaftstheoretiker, dass er seinem Organismus und seiner Psyche gar keinen besseren Dienst erweisen konnte. Es ist sehr ungesund und schädlich , sich über das Leid von anderen Lebewesen hinwegzusetzen. So schön einfach ist das!

Kommentar von Margu |

Als Veganer lebt man leider heute nicht mehr so gesund, wie es mal war. Glyphosat befindet sich mittlerweile auch in Pflanzen. Es wird ja alles tot gespritzt. Wenn das nicht bald aufhört, gehören die Veganer auch zu den Krebspatienten.

Kommentar von Drawida |

Wenn man nur biologisch erzeugte Pfanzenkost zu sich nimmt, kann man das Glyphosatvergiftungsrisiko noch minimieren. Und man kann zur Entgiftung verschiedenes zu sich nehmen. Dr. Dietrich Klinghard (Votragsvideos) weiß viel darüber zu sagen. Aber wegbeamen von unserem verbrecherisch misshandelten Planeten können sich auch die Veganer nicht. Wir können nur immer versuchen, noch das beste draus zu machen und ansonsten auf Wunder hoffen.

Kommentar von T. Richter |

Unterm Strich nehmen Veganer aber weniger glyphodat zu sich, wie die, die die Tiere essen die das hauptsächlich zur Ernährung bekommen, wenn mich nicht alles täuscht