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Prof. Dr. Taureck: Tiere konsequent entnutzen ist eine Anforderung der Gerechtigket

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Der Philosoph Prof. Dr. Bernhard H. F. Taureck in der Diskussion nach seinem Vortrag zur Entnutzung von Tieren beim Festival der Philosophie in Hannover

 

Prof. Dr. Bernhard H. F. Taureck, Philosoph (hier bei Wikipedia), plädiert für eine konsequente Entnutzung von Tieren im Sinne einer veganen Lebensweise aus Gründen der Gerechtigkeit. Im Interview mit vegan.eu begründet er seinen Ansatz als einen Vorschlag für eine Verringerung großen Elends.

 

 

INTERVIEW MIT PROF. TAURECK DURCH VEGAN.EU

 

In einem Vortrag beim Festival der Philosophie im Künstlerhaus in Hannover haben Sie kürzlich den Verzicht auf die Nutzung von Tieren aus Gründen der Gerechtigkeit gefordert. Können Sie bitte für ein besseres Verständnis kurz erläutern, was Sie unter Gerechtigkeit verstehen?

 

Man unterscheidet von Alters her zwischen einer Gerechtigkeit der Verteilung und einer des Gesetzes. Gesetzesgerechtigkeit bedeutet, dass allen Menschen die gleichen Rechte zukommen gemäß der bekannten Formulierung „Vor dem Gesetz sind wir alle gleich“. Verteilungsgerechtigkeit bedeutet, dass Anspruchsgewährung nach Maßgabe erbrachter Leistungen bzw. der Bedürftigkeit erfolgt. Aber wie sind in diesem Kontext soziale Ungerechtigkeiten zu bewerten? John Rawls hat den wichtigen Grundsatz aufgestellt, dass soziale Ungleichheiten nur insofern zulässig seien, als sie zugleich den weniger Begünstigten zugute kämen. Diesen Gerechtigkeitsgrundsatz verstehe ich als eine Erweiterung der Gerechtigkeit durch Leistung von Hilfe und Unterstützung. Hieraus ergibt sich also ein drittes Feld der Gerechtigkeit.

 

Diesem Bezug von Leistung von Hilfe und Unterstützung als Ausdruck von Gerechtigkeit steht die traditionelle Einordnung von Hilfe und Unterstützung als Ausdruck von Menschen- oder Nächstenliebe gegenüber. Leistung von Hilfe und Unterstützung gelten dabei als Ausnahmebedingung, da grundsätzlich jeder für sich selbst zuständig sei. Mit diesem Urteil wird jedoch die prinzipielle Hilfsbedürftigkeit aller Menschen unterschätzt. Als Definition von Gerechtigkeit leite ich daher bei Annahme des Grundsatzes von John Rawls ab:

 

Sich gerecht oder gemäß der Gerechtigkeit zu verhalten bedeutet, andere in ihrem Lebensvollzug dann zu unterstützen, und zu helfen, wenn dieser Vollzug blockiert ist und wenn diese Hilfe und Unterstützung anderen nicht schadet.

 

Hilfeleistung ist nach dieser Definition nicht notwendigerweise Ausdruck von Gerechtigkeit. Die gerechte Hilfeleistung unterscheidet sich von anderen Hilfeleistungen, zum Beispiel von der Hilfe bei Raub oder Mord. Denn wer jemandem dabei hilft, andere zu berauben oder zu ermorden, der verursacht Schaden. Auch ist der Lebensvollzug des Menschen, dem er hilft, nicht notwendigerweise blockiert.

 

Was könnten diese Überlegungen zur Gerechtigkeit für die gesellschaftliche Praxis bedeuten?

 

In Anbetracht unermesslicher, vermeidbarer Not in unserer Welt und in Anbetracht wirtschaftlicher und politischer Praktiken, die ebenso unermesslichen Schaden verursachen, drohen unsere Vorstellungen von Gerechtigkeit zu versanden. Gerechtigkeit als Leistung von Hilfe und Unterstützung könnte jedoch einen neuen Impuls für eine gerechtere Gesamtordnung bilden. Gerechtigkeit als Hilfe und Unterstützung könnte das Elend, welches wir uns durch unseren Umgang mit Eigentum, Objekten und mit unseren Bedürfnissen schaffen, verringern.

 

 

Prof. Dr. Bernhard H. F. Taureck wurde von Dr. Guido. F. Gebauer für vegan.eu befragt

 

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Was ist Ihre Ansicht zu den Beziehungen zwischen Elend, Eigentum, Objekten und unseren Bedürfnissen?

 

Wir  alle haben Bedürfnisse, die uns an Objekte binden. Beispiele sind unser Bedürfnisse nach Ernährung, Sexualität, Schlaf, Schutz vor Schmerzen und Bedrohungen, aber auch unsere Bedürfnisse nach Gestaltung und Wachstum. Gesellschaftlich wird die Befriedigung von Bedürfnissen in Form von Ansprüchen geregelt. Dies geschieht über das Eigentum.

 

Eigentum in seiner modernen Form bedeutet nach der Lehrbuchdefinition die „unbeschränkte und ausschließliche Herrschaft einer natürlichen oder künstlichen Person über eine Sache, sei sie unbeweglich, beweglich oder bestehe sie selbst in Rechten wie Recht der Mitgliedschaft, Urheberschaft, der Patente“. Dem römischen Recht entstammend bedeutet, Eigentum eine Totalherrschaft des Eigners über etwas. Sie kann Gebrauch, Verbrauch, Veräußerung, Verpfändung und  Verpachtung einschließen. Im Unterschied zum Naturzustand, bei dem jedem die Aneignung eines herrenlosen Gutes erlaubt ist, sofern er es nicht dauerhaft, sondern augenblicklich nutzt, erlaubt Eigentum eine dauerhafte Nutzung.  Eigentum kann so als ein Bestreben verstanden werden, etwas zu haben, um etwas von etwas zu haben. Etwas von etwas meint dabei sowohl Teilhabe wie Nutzung. Von der gesamten Landfläche der Erde habe ich ein Grundstück von 100 m², das mir gehört und das ich für meine Zwecke nutze. Eigentum ist mit Macht und Freiheit verbunden.  Das Streben nach unbeschränkter Herrschaft über Güter bedeutet das Streben nach einer Machtgarantie über diese und deren freier Verfügbarkeit. Hieraus wird verständlich, wieso der spätere Liberalismus ständig von Freiheit redet und damit privates Eigentum meint.

 

Oft wird aber übersehen, dass Eigentum nicht nur den Eigentümer bemächtigt, sondern gleichzeitig andere ausschließt und ihnen insofern nimmt, was sie möglicherweise ebenfalls brauchen. Außerdem ist es ein bekanntes, und offenbar dem Eigentum inhärentes Phänomen, dass kaum jemand zufrieden ist mit dem, was er besitzt. Eigentum hat also negative Folgewirkungen auf die, die es nicht haben, wie auch auf die, die es haben.

 

Je mehr Eigentum jemand hat, desto mehr Nutzungsvorteile erwachsen ihm.  Das Maß bilden dabei aber - irrtümlicherweise - die anderen, die mehr Eigentum haben: kein Feuer, kein Meer, keine Waffen bieten ein Hindernis, solange der Andere nicht reicher ist als du (ignis mare ferum/nihil obstet tibi, dum ne sit te ditior alter, Horaz, Satiren 1.1.39-40).

 

Eigentum erzeugt also Wünsche, indem es Wünsche befriedigt. Es bewirkt, dass man mit ihm nicht zufrieden ist, während von dem Weisen gilt, er sei mit Wenigem glücklich.

 

Eigentum verpflichtet nicht, sondern es lockt. Es schließt die Anderen aus und sorgt für  Unzufriedenheit der Eigner. So wird verständlich, dass bereits Horaz versuchte, uns zu überreden, unseren Erwerb zu beschränken. Denn den eigenen Reichtum müsse man ungenutzt verstecken und die eigene Familie freue sich bereits auf unseren Tod, um von uns zu erben. In der gesellschaftlichen Praxis hat dieser Überredung aber kaum Spuren hinterlassen, wie auch der neuste Oxfam-Bericht zeigt, gemäß derer 85 Milliardäre mehr besitzen als 3,6 Milliarden Menschen, die zur ärmeren Hälfte der Menschheit gehören. Der Bezug zwischen Eigentum und Elend wird so unmittelbar deutlich. 

 

Wie könnten wir die Welt gerechter gestalten? Wo ist der Bezug zu den Tieren?

 

Mein Vorschlag ist es, einen gesamten Bereich als Eigentum abzuschaffen. Wenn es gelänge, auf einen gesamten Bereich zu verzichten, den wir bisher als Eigentum betrachten und nutzen, würde das belastende Gewicht des Eigentum und das mit ihm verbundene Elend abnehmen.

 

Ich schlage vor, auf einen großen Bereich zu verzichten, den wir als unser Eigentum betrachten, als Bereich von Objekten und als Bereich, Bedürfnisse zu befriedigen.

 

Es geht um andere Lebewesen, die wir quasi als Minus-Lebewesen, also Lebewesen ohne menschliche Eigenschaften, wie Geschichte oder Kultur, definieren. Noch Kant versteht diese anderen Lebewesen als Dinge, mit denen man nach Belieben schalten und walten kann.

 

Zwar wird mittlerweile eingeräumt, dass diese anderen Lebewesen durchaus im Unterschied zum Menschen vollkommener an ihre Umgebung angepasst existieren mögen, aber der Mensch behält nach dieser Lesart trotzdem seinen Vorrang als höherstufiges Lebewesen.

 

Was den Unterschied von uns Menschen zu diesen anderen Wesen betrifft, wird man vermutlich übereinstimmen, dass wir Menschen uns von den stammesgeschichtlichen Voraussetzungen unserer Entstehung entfernt haben und offenbar immer weiter entfernen. Wir bleiben nicht in ihrer Nähe, sondern wir sind im Fluss. Die conditio humana ist ein Strömen. Ich spreche daher von Menschen als Strömungswesen.

 

Die anderen Lebewesen bleiben im Unterschied zu uns ihrer Stammesgeschichte näher und ihr verbunden. Statt sich von ihr zu entfernen, bleiben sie ihrem Ursprung nahe. Insofern schlage ich den Begriff der Quellenwesenvor.

 

Solange wir die anderen Lebewesen als Minus-Lebewesen einstufen, können wir Vorrang gegenüber ihnen beanspruchen. Sehen wir uns als Strömungswesen und die anderen Wesen als Quellenwesen, besteht jedoch Anlass, diese Anmaßung aufzugeben.  Könnten wir nicht umgekehrt jene Wesen dafür beneiden, dass es ihnen gegeben ist, ihren Quellen nahe zu bleiben? 

 

Unser gegenwärtige Umgang mit den Quellenwesen ist durch ihre Aneignung durch uns und daraus folgendes Elend bestimmt:

 

Wir kaufen sie lebend und verkaufen sie getötet. Wir behandeln sie als Objekte, als Handelsware. Wir experimentieren mit ihnen, wir transportieren sie wie Baumaterial, wir gestehen ihnen keinen anderen als einen sie quälenden Lebensraum zu. Wir verzehren ihr Fleisch als Mittel, um die Gewohnheit unserer Bedürfnisse zu befriedigen. Wir züchten sie als Fleischgeber. Laut Angaben der Vereinten Nationen wurden im Jahre 2007 50 Milliarden Lebewesen – ohne Meeresfang – für den menschlichen Verzehr getötet, mit Fischen sind es bereits weit mehr als eine Billionen Wesen pro Jahr. Legitimiert wird dies durch die falsche und längst gescheiterte Begründung, dass jene anderen Lebewesen Minus-Lebewesen darstellten, vor denen wir Vorsprung und Vorrang hätten. Es handelt sich hier um eine latente Ideologie, die auch als Carnivorismus bezeichnet wird, und die sich zwar leicht aufdecken lässt, deren Veränderung aber unsere Gewohnheiten entgegenstehen.

 

Es besteht aber weder ein zwingender Grund noch eine überzeugende Rechtfertigung, die Quellenwesen länger als Tötungsobjekte für unsere Gewohnheitsbedürfnisse zu verbrauchen. Mein Vorschlag ist, dass die Nutzung jener Wesen einer vollständigen Entnutzung weichen sollte.

 

Diese Entnutzung schließt, neben dem primären Ziel der Beendigung von Fleischverzehr als Quelle des größten Elendes, das Ende aller qualvollen Experimente mit jenen Quellenwesen ein, das Ende aller Zoologischen Gärten, aller Schaukunststätten mit jenen Wesen und das Ende aller Bekleidungsgewinnung aus diesen Wesen. Es schließt nicht zuletzt das Ende jenes Tötungsrituals ein, über das Theodor Heuss urteilte, sie sei eine Art Geisteskrankheit, nämlich die Jagd.

 

Bezüglich der Quellenwesen wäre die Konsequenz ihre Rückführung in eine sich selbst regulierende integrale Fauna.

 

Wo bleiben Hilfe und Unterstützung als gerechtes Handeln, wenn die Quellenwesen sich selbst überlassen werden sollen?

 

Wenn wir in einem Bereich Hilfe und Unterstützung leisten können, so ist dies im Fall einer Beendigung der qualvollen Blockaden des Lebensvollzuges, den wir milliardenfach den Quellenwesen zumuten. Es geht um eine Gerechtigkeitsordnung, bei der wir Menschen gegen die Quellenwesen keine Rechte haben, sondern lediglich die Pflicht zu ihrer vollständigen Entnutzung. Im Übrigen bedeutet die Rückführung der Quellenwesen in eine sich selbst regulierende Fauna nicht, dass wir im Einzelfall, wenn Lebensvollzüge blockiert sind, nicht auch Hilfe und Unterstützung leisten könnten oder sollten. Derartige Hilfeleistung, beispielsweise für verletze Tiere, sollte aber nicht ablenken von der Notwendigkeit, das durch die Nutzung der Quellenwesen für unsere Bedürfnisbefriedigung verursachte Elend durch Entnutzung zu beenden.

 

Was sagen Sie zu dem Einwand, dies sei nicht machbar?

 

Das Unmöglichkeits-Argument ist eine beliebte Form ideologisch begründeter Abwehr, die an Stelle einer inhaltlichen Auseinandersetzung tritt. Dies lässt anhand weniger Beispiele aufzeigen:

 

- Vor 1789 galt die Etablierung von Demokratie als etwas Unmögliches.

 

- Bis ins 19. Jahrhundert galt die Abschaffung von Sklaverei als unmöglich.

 

- Bis ins 20. Jahrhundert galt es als unmöglich, dass Frauen die Fähigkeit besitzen, ein Hochschulstudium zu absolvieren.

 

- Vor Jahrzehnten schien es unmöglich, dass Homosexualität kein Straftatbestand war.

 

- Vor wenigen Jahrzehnten schien es unmöglich, dass auf Bahnhöfen, Flughäfen oder in Gasstätten ein striktes Rauchverbot herrscht.

 

- Noch vor zehn Jahren war die Umstellung auf erneuerbare Energiequellen für viele unmöglich.

 

Längst ist nachgewiesen, dass wir ohne Konsum von Fleisch und anderen Produkten der Quellenwesen leben können.

 

Die Aufgabe von Gewohnheiten ist eine Verzichtsleistung, unmöglich ist sie nicht. Im Gegenteil würde der mit der Entnutzung der Quellenwesen verbundene Verzicht mit zahlreichen gesundheitlichen, ökologischen und sozialen Gewinnen belohnt werden. Schließlich trägt die karnivore Globalgemeinschaft mit dazu bei, dass Milliarden von Menschen in Lebensmittelunsicherheit und Elend leben, die ökologischen Ressourcen unseres Planeten vergeudet werden und Abermillionen Menschen vorzeitig an Erkrankungen versterben, die bei Verzicht auf den Konsum von Quellenwesen nicht oder jedenfalls nicht zu diesem frühen Zeitpunkt  aufgetreten wären. Über diese Folgen informiert ja auch vegan.eu seine Leser und Leserinnen sehr umfassend.

 

Können Sie noch einmal einen direkten Bezug zur veganen Lebensweise herstellen?

 

Die vegane Lebensweise als konsequente Entnutzung von Quellenwesen ist nicht nur eine Frage des persönlichen Geschmackes und auch nicht nur eine Frage von Empathie und Mitgefühl, sie ist Ausdruck einer Forderung nach Gerechtigkeit. Vegan zu leben, bedeutet gerecht zu handeln. Eine künftige Gerechtigkeitsordnung, die auf Hilfe und Unterstützung beruht und das Elend mindert, kann daher nur auf einer veganen Lebensweise beruhen. 

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Kommentar von Cati |

Ein klasse Bericht . Leider lassen sich all die wandelnden Gräber nur schwer überzeugen was "dümmliche" Gewohnheiten angeht . Ich bin der Meinung , spätestens wenn solche Wesen krank sind sollte man sie laut fragen ob sie sich jemals Gedanken gemacht haben , ob es gut war Tiere durch ihren Körper wandern zu lassen und was sie am Körper tragen . Das sie Mordhelfer waren und unendliches Leid mitverursacht haben . Wenn man sich überlegt das ein Apfel oder eine Birne länger zum Reifen braucht als ein Schwein , ein Hühnchen oder ein Kälbchen bis es ermordet wird . Es ist bedenklich das der sogenannte Mensch immernoch nicht richtig denken kann . Hier zähle ich aber nicht nur die Fleischesser , sondern auch die dazu , die diese Riesenmörderanlagen (schlachtstellen ) konturieren und bauen , die sich richtig was einfallen lassen dazu . Es sind keine kranken Wesen , es sind Wesen die nicht mehr in diese Zeit passen , sie sind überflüssig und altmodisch . Fleisch essen und Tiere für irgendwelche unsinnigen Zwecke zu nutzen ist längst überfällig und gehört nicht mehr in eine moderne Welt .Fleisch essen und Tiere verbrauchen ist ein ganz jämmerliches Armutszeugnis. Diesen Wesen sollte man nicht helfen ,und schon garnicht wenn sie dadurch auch noch krank sind , sie belasten nur die anderen .

Kommentar von Gabriele Maske |

Die meisten Menschen besitzen keine Moral. Stattdessen liegen Egoismus, Bequemlichkeit und Arroganz im Trend. Wenn die Bevölkerung weiterhin so wächst wie bisher und wenn die Menschen weiterhin so gierig bleiben wie bisher, dann werden in fünfzig bis sechzig Jahren, wenn sich die Weltbevölkerung verdoppelt hat, ca. 10 Milliarden Menschen verhungern! Spätestens dann, werden die Überlebenden merken, was sie falsch gemacht haben.

Kommentar von Gabriele Votava |

Guter Text. Ich werde das gern weiterverbreiten. Die Idee mit den Quellenwesen gefällt mir und meinem Gefährten sehr gut. Wir leben schon seit dreieinhalb Jahrzehnten ohne Fleisch und seit 10 Jahren vegan. Es ist mir heute, wo durch die Medien wirklich jeder über das entsetzliche Leiden informiert ist, was die Tiervernutzung in der Welt verursacht, unbegreiflich, daß nicht jeder halbwegs intelligente Mensch sofort vegan wird! Ich stelle mir eine vegane Welt paradiesisch vor. So ist es eine Tierhölle und wird zunehmend auch für uns Menschen alle zur Hölle! Ich würde mein Leben geben, wenn ich damit diesen Wahnsinn ein für allemal beenden könnte! Die Gedanken an die Qualen der Tiere verdüstern mir mein Leben jeden Tag! Die Fleischesser begreifen gar nicht, wieviel Qual sie verursachen, auch für tierliebe Menschen.

Kommentar von Cati |

@Gabriele Votava
Ich gebe dir Recht , Fleisch(fr)esser Leben in den Tag hinein ohne zu merken was sie eigentlich anrichten. Da hilft noch nicht mal der Doktortitel auf den sich so mancher was einbildet . Omnivoren sind alle gleich primitiv , ob nun bildungsschwach oder promoviert das ist egal . Es ist ihnen egal , hauptsache es schmeckt , es ist reichlich und steht immer zur Verfügung . Menschen , die sich keine Gedanken machen sind meist diejenigen die am meisten jammern wenn es ihnen an den Kragen geht . Wir stellen es immer wieder fest und wenn sie dann wachgerüttelt ,kommt das große Erstaunen , meist ist es dann zu spät (krank ,Krebs halt unheilbar ) dann richtet die Natur. Ich , bezw. wir sind seit Jahren unterwegs und klären auf und zwar Kinder , Jugendliche , Studenten und junge Eltern . Wir haben großen Erfolg , weil die Wahrheit ja nicht sichtbar ist und auch nicht beworben wird .Kinder sind besonders neugierig , wenn ihnen alles genau erklärt wird sind sie begeistert ,überzeugen sogar ihre Eltern . Kinder hinterfragen auch und das ist für Kinder wichtig . Selbst ältere Menschen sind dankbar für die Wahrheit und wir hören immer wieder das wußten wir aber nicht. Daran kann man erkennen was die Tierindustrie uns mit ihrer verlogenen Werbung alles auftischt , selbst Biobauern mit ihren Streicheltieren und Ferienwohnungen lügen und täuschen was das Zeug hält . Es geht nur um ihr eigenes Überleben , sonst garnichts . Tiere spielen hierbei nur den Kasper für ihren Geldbeutel . Die Bauern , Fleisch/Milchindustrie und ihre Abnehmer sind die Ursache für das schlimme Desaster . Natürlich wollen sie das nicht hören , man kann es aber sehen .Einfach nur ekelhaft .

Kommentar von Horst Volkhammer |

Dem Interviewtext und auch den Kommentaren ist nichts hinzuzufügen, schön das in dieser Deutlichkeit lesen zu dürfen.
Worüber ich seit langem nachdenke ist, wie können diese und andere, ähnlich das Leben betreffende, Wahrheiten gesellschaftlich r e l e v a n t etabliert werden und nicht nur durch mein/unser Beispiel am einzelnen Mitmenschen, ziemlich uneffektiv, wenn nicht sogar erfolglos?

Kommentar von Omnivore |

Omnivoren als schlechte Menschen bezeichnen? Unglaublich wie ignorant jemand sein kann. Der westliche Mensch hat die Wahl über viele Entscheidungen. Auch darüber, über andere Menschen zu urteilen. Doch dürfen wir das? Letzten Endes steht die Zufriedenheit jedes einlzenen Menschen im Zentrum. Natürlich bin ich kein Befürworter von denen, welche Fleisch an die Tagesordnung legen und keine Sekunde damit vergeuden sich zu überlegen was alles damit verbunden ist. Doch wohin führt es uns, wenn wir über andere Lebewesen, den Menschen, urteilen? Hass tut sich in uns auf, was uns nicht weiter bringt. Auf Fleisch zu verzichten finde ich keine Lösung. Eine Pflanze ist genauso ein Lebewesen. Doch darüber wird viel zu wenig diskutiert…

Der Mensch möchte nur seine Existenz bewahren, wie dies geschieht, hat jeder selbst zu entscheiden.

Kommentar von Johannes Berger |

O nein, das hat nicht jeder selbst zu entscheiden.
Raubmord gilt ja als ein bißChen verwerflich, oder?
Nur dass dieses Verbrechen an der eigenen Artgrenze endet und gegenüber anderen Lebewesen, die Gewalt und Mord als Opfer erleben, für gerecht und sogar vergnüglich erklärt wird, ist nicht so ganz logisch. Interessant, dass die "Zufriedenheit" des Täters, der sich diese Weltordnung ausgedacht hat, im
Zentrum (von was?) stehen soll...Nette Zugabe.
Hat Prof. Teucker da nicht was von Gerechtigkeit
gesagt? - Pflanzen haben übrigens kein Nervensystem, das Schmerz in das ebensowenig
vorhandene Gehirn leitet.